Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

 D/F/E 2006

Perfume: The Story of a Murderer

Literaturverfilmung, Thriller 15.09.2006 147 min.
7.50
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders

Tom Tykwer hat eine gute Nase für vielversprechende Filmvorlagen und bringt den Weltbestseller von Patrick Süskind ins Kino.

Jean-Baptiste Grenouille wird 1738 als unehelicher Sohn einer Fischverkäuferin geboren; er überlebt den versuchten Kindsmord seiner Mutter und das entbehrungsreiche Leben als Kostkind sowie die Zeit als Hilfskraft bei einem Gerber, wo er lebensgefährliche Arbeiten verrichten muss. Ausgestattet mit einem absoluten Geruchssinn, ist er selbst jedoch ohne Geruch.
Als Mensch ohne Geruch zum Außenseiter verurteilt, erschließt er sich die Welt von Gerüchen und Düften, die er förmlich in sich aufsaugt. So folgt Grenouille über mehrere Pariser Stadtviertel dem Duft eines jungen schönen Mädchens, das er schließlich tötet, um ihren Duft in allen Feinheiten in sich aufzunehmen.Grenouille erkennt seine Begabung und beschließt, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden. In einer Lehre erwirbt er die Fähigkeit, Düfte zu gewinnen und haltbar zu machen.
Erst mit 25 Jahren wird ihm seine eigene Geruchsslosigkeit bewusst und so entwickelt er verschiedene Menschendüfte, die er anwendet, um unerkannt zu leben und seinem Ziel näher zu kommen. Im französischen Parfumzentrum Grasse tötet Grenouille 25 junge schöne Frauen, um ihren Duft zu konservieren. Ihr Duft bewahrt den überführten Mörder vor der Todesstrafe, am Tag der Hinrichtung erscheint er den Menschen in seiner Duftmaske nicht mehr als das hässliche Scheusal, sondern als überaus liebenswerter Mensch.
Der größte Triumph seines Lebens, Macht über andere zu gewinnen und von ihnen geliebt zu werden, bedeutet Grenouille jedoch nichts. Er kehrt nach Paris zurück, wo er sich von Dieben, Mördern und Huren auf dem Cimetière des Innocents, seiner Geburtsstätte, ermorden lässt: Die Begierde, an seinem überwältigenden Duft teilzuhaben ist so groß, dass sie ihn verschlingen.

Details

Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood, Birgit Minichmayr, u.a.
Tom Tykwer
Reinhold Heil u.a.
Frank Griebe
Andrew Birkin, Bernd Eichinger
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • naja...
    ich hab mir den film jetzt auf dvd angeschaut. ich fand ihn ned so gut. ich hab vorher das buch gelesen und es ist echt um einiges besser.

    Re:naja...
    neein Emma!!...der film war super!! Das Buch kenn ich nicht (bin nicht so eine Leseratte). Aber der Film war echt interessant und die Schauspieler waren auch sehr gut!

  • Zauberer der Düfte
    Es ist schon ein hoher Anspruch, wenn man versucht, einen Duft optisch so umzusetzen, dass er vom Publikum wahrgenommen werden kann. Und dass gelingt Tykwer gleich in den ersten zehn Minuten. Die Bilder vom stinkensten Ort der Erde, dem Pariser Fischmarkt, bringen den Ekel zum Zuschauer. Und man reagiert, wie man auch sieht, durch Brechreiz.
    Umso erstaunter verfolgt man den langen Herstellungsprozess eines so wundervollbringenden Parfums, bei dem so viele Mädels ihr Leben verlieren. Der Gesang von einer engelhaften Stimme schwebt fast immer dann über den Bildern, wenn die rothaarige Laura (Rachel Hurd-Wood) zu sehen ist und bietet erste Interpretationsmöglichkeiten für den Schluss: dieses Parfum bringt die Liebe in die Welt, alle Menschen werden sanftmütig und der Überbringer ist der Messias, den manche einen Engel nennen und dem sie huldigen. Dabei opfert er sich selbst – stets mit bitterer Leidensmiene: Ben Whishaw. Auch Märchen können grausam sein. Muss man gesehen haben.

  • gut gespielt - Teil 1
    Handlung:

    1760, Paris, Grasse, eine französische Stadt, mitten auf einem Hügel erbaut. Alle warten auf die Hinrichtung von JEAN ¿ BAPTISTE GRENOUILLE.

    Wie fing das an? 1738, seine Mutter arbeitet am Fischmarkt und bekommt Ihr 5. Kind, sie will es sterben lassen, doch alles ergibt sich anders, er landet im Waisenhaus von Madame GAILLARD. Die Mutter wird wegen versuchten Mordes gehängt, JEAN wird verkauft, 7 Francs. An die Gerberei von einem Herr GRIMAL.

    Er konnte bis zum 5. Lebensjahr nicht reden, doch JEAN entdeckte dass er einen perfekten Geruchssinn hat und alles riecht bis auf weite Entfernungen. Als er das 1. x nach Jahren Paris besucht, trifft er ein Mädchen das Mirabellen, Ringlotten, verkauft und verliebt sich in sie. Doch da passiert durch einen ungewollten Unfall sein 1. Mord.

    Kurze Zeit später bekommt er einen Auftrag, zum Parfumeur BALDINI (Dustin Hoffman) soll er Ziegenleder bringen, die sollen eingeduftet werden. JEAN bietet seine Hilfe an. BALDINI träumt von einem Parfum, Amme und Psyche, der Name eines berühmten Parfums, und JEAN mixt es ihm zusammen. Anhand seines Geruches.

    GERNOUILLE nach langer Lehrzeit wandert nach Grasse. Er will die besondere Kunst der Enfleurage erlernen, einer besonderen Kunst Blumen und Blüten zu konservieren das ihr Duft erhalten bleibt über eine lange Zeit. Dort arbeitet er bei Madame ARNULFI (Corinna Harfouch).

    Einige Zeit später ist in der Stadt ein Aufruhr, Morde passieren, und Kaufmann RICHIS (Alan Rickman) ist der einzige der merkt das hier was nicht stimmt, und das der Typ den man verdächtigt gar nichts damit zu tun hat. Seine Tochter LAURA ist zudem noch in Gefahr.

    Als dann in seinem Umfeld 2 Mädchen ermordet werden sieht RICHIS nur eine Chance, die Flucht auf eine einsame Insel.

    Ein bisschen meine Meinung über den ganzen Film:

    Also zuerst mal erwähne ich was mir so alles am Film gefallen hat. Er hat 135 Minuten gedauert, endlich ein langer Film der nicht zu lang gewirkt hat. Während des Filmes gibt es zwar einige Längen, aber die werden durch die metaphysische Darstellerweise von Bernd Whishaw wieder wettgemacht. Der Hauptdarsteller wird von einem hervorragenden Schauspieler gespielt. Und obwohl er in dem Film nicht mehr Text hat als meine Digitaluhr anzeigt, hat er mehr Wirkung gehabt als Alan Rickman und Dustin Hoffman zusammen.

    Dann gefiel mir noch die Darstellung des alten Paris im 18. Jh. Sicher war es eine grausame Zeit und die eh schon besagte Szene wo die Mutter von Jean Baptiste Ihr Baby, Ihr 5. Kind, am Markt kriegt und es auf einen Haufen Fische legt ist sicher schlimm, aber meiner Meinung nach nicht so schlimm das man darüber reden sollte. Es passt nämlich hervorragend in das Bild der damaligen Zeit. Frauen die bis zum Umfallen arbeiten mussten, Kinder die mit 13 schon 15 ¿ 16 Std. am Tag wie Jean haben arbeiten müssen, Urlaub, Krankenstand, eine Gewerkschaft, undenkbare Dinge vor 250 Jahren.

    Das Tom Tykwer damals den Film ¿Lola rennt¿ gedreht hat, merkt man nicht weil in dem Film läuft nichts, aber man merkt seinen Film ¿Der Krieger und die Kaiserin¿ hier als Nachwirkung, denn vor vielen Jahren hat er schon das Thema Metaphysik und Mystik in seine Filme verpackt, allerdings gefielen mir die damals alle nicht.

    Die Stimmung so einzufangen das ein Buch das als unverfilmbar galt auch was wird ist nicht jedermanns Sache, und das erfordert ungefähr so viel Können wie das von einem Stanley Kubrick, oder Ridley Scott aus den Anfangsjahren. Die Idee alleine an dem Film ist ja schon mehr als gigantisch und ich verstehe nicht wie einem der Film nicht gefallen kann.

    Re:gut gespielt - Teil 1
    mahh tuvok...das war wieder nötig, oder? magst nicht mal ein buch (zB. Das Parfum) lesen...

    Buch ist besser - Teil 4
    Hin und wieder sind mir da einige Dinge vorgekommen die ein bisschen Längen sind. Z.b. wie er lange schaut, am Ende, oder wie er dauernd da herumriecht an seiner 1. Leiche, das fand ich etwas blöd und auch einige Erinnerungen sind meiner Meinung nach unnötig gewesen, dafür ist mir einiges andere abgegangen. Nicht das er deswegen langweilig war, nein ganz und gar nicht, ging ja auch nicht, für den Film wurde ja mehr Werbung gemacht als für ein neues Auto von Ferrari, nein er hatte die richtige Länge, leider nicht die richtigen Szenen. Und ja wenn man bedenkt, ein Mörder der da hochstilisiert wird? Ein 2. ¿Das Schweigen der Lämmer¿? Ich glaube nicht, nein, leider oder GOTT sei Dank.

    Über das Buch kann man auch einiges sagen. 1986 erschien das Buch, wurde Kult, übersetzt in 45 Sprachen, wurde erfolgreichster Roman aller Zeiten nach ¿Im Westen nichts neues¿ von Erich Maria Remarque aus 1928/1929. 350 Crewmitglieder, oft bis zu 1.000 Statisten, im ganzen waren es 5.200, 750 Personen bei einer einzigen Szene am Ende, 40 Makeup und 35 Garderobenhelfer, 1.400 Kostüme, und gedreht in einem Umkreis von 200 Kilometern bei Barcelona befindlichen Orten Girona und Figueras, denn dort fand man schließlich Straßenzüge und Plätze, die so aussehen wie in der Zeit von Louis dem 15. Das ist z.b. in Spanien, und der Rest in den Bavaria Studios in München.

    Die Musik, ja die ist mir sogar dieses Mal aufgefallen, denn in jeder Szene ist sie perfekt in Szene gesetzt, sie ist nie übertrieben oder lästig, und man hat sie gut im Gehör, wie einen Duft eines guten Parfums das sich lange hält, nicht das ich jetzt den Soundtrack bräuchte auf CD, aber bei jeder Szene die wichtig zu sein scheint ist die Musik gerade am richtigen Ort gewesen, und wirkt auch sehr beruhigend bei ein
    fachen Szenen, und aufregend bei spannenden Sequenzen.

    Der Film könnte eigentlich einen Auslandsoscar gewinnen finde ich. Was ein bisschen störend war an dem Film oder was weiß ich, 11 Leichen meuchelt er in Windeseile ab wie Jason Vorhees, bei der 12. sieht man das schön lange und genau, wie ne Jagd nach nem Hirsch, wieso ist das bei anderen nicht so? Was mir so gut gefallen hat an dem Film ist die Bildersprache des alten Paris aus 1738 und auch später wo er älter war, wo er hingerichtet werden sollte, es ist einfach fantastisch zu sehen was die Leute damals für Farben hatten. Die Armut ja das ist ein anderes Kapitel, aber wenn man sich da hineindenkt in den Film, wie ein Märchen. Überall gibt es was zu sehen, überall spielt sich was ab, und überall ist Leid und Reichtum so eng beieinander.

    Ich finde es auch sehr schön zu sehen was da Tom Tykwer als Regisseur da für ein Paris Scheißloch geschaffen hat, voller Schmutz der ja extra angekarrt wurden für den Film, und das ganze Rund herum. Das macht die teuerste deutsche Produktion aller Zeiten mit 50 Millionen ¿ sehr gut, also 63,8 Millionen US $, also ein recht amerikanischer Film wenn man das vom Budget aus sieht. Die Bilder in dem Film sind einmalig, das rundherum auch aber die Spannung fehlt, Anspruch ist genügend da, zum nachdenken nach dem Film auch, und wenn ich mir denke was der für ein Typ war. Wahnsinn. Ich schaffe es gerade meinen eigenen Furz 8 cm gegen eine Glaswand zu riechen, das auch nur für 0,3 Sekunden, und ich rieche gerade noch wie es sich anriecht wenn 839 Soldaten 99 Wochen Überlebenstraining haben mit nur einer Unterhose, ich glaube mich in die verschiedensten Öffnungen des menschlichen Körper rein zu riechen wenn er nicht gereinigt ist aber bei Unterschieden von Zimt und Pfeffer wird es schon schwer, darum lässt mich meine Alte auch keinen Wintertee mehr machen.

    Die unverfilmbare Vorlage ist es geblieben, das ganze Tohuwabohu um den Film ist übertrieben, eine super TV Film ist es, und ein sehr schöner Kinofilm, es ist ein netter Film, hektische Morde inbegriffen und mir hat er gut gefallen.

    88 von 100

    Anspruchsvoll - Teil 3
    Alleine schon wie er lebt, wie er sitzt, das ist für einen Fan sicher einen Anblick wert, aber leider in dem Film ist er etwas wenig gezeigt worden, man hört und sieht wenig über sein altes Leben, seine Beweggründe, wer denn da mit ihm im Bett liegt, er ist wie ein Statist der eine kleine Rolle hat, leider, denn ich hätte gerne mehr von ihm erfahren. Dafür jubilierte ich wieder als ich ihn in einer sehr guten Rolle als Erklärendem Lehrer sah, als ärgerlichen Chef, als überforderten Vorgesetzen, als Fast Freund von Jean und als Romantiker, das alles in sehr kurzen Momenten, und was sagt uns das? Also meine alte mein, lies das Buch, ich las es schon. Seine Rolle ist gut und sehr wichtig, denn durch ihn ist ja Jean ins Rom des Parfums gewandert.

    Und zu guter Letzt, Ben Whishaw, Engländer, geboren 14.10.1980, Katzenliebhaber, hat einen Zwillingsbruder, 14 Filme und Serien hinter sich, und es ist sein 1. großer Kinoauftritt. Einfach gigantisch, eine herrliche Wahl, er redet wenig, er redet nur wenn es wichtig ist und er hat die haargenau gleiche mystische ruhige und anmutige metaphorisch wichtige und unsexy Art wie Andre Eisermann von ¿Schlafes Bruder¿.

    Was etwas störend ist und da meine ich nur kurze Momente, wieso geht alles gut bei ihm, wieso redet er so wenig, wieso erfährt man wenig über seine Jugend, wieso hat er so einen schiefen Mund, wo hat er die Narbe her, was hat er alles erlebt, wie hat er als Waisenkind da überlebt, was ist mit seinen Freunden, wieso hat er nicht mehr Kapital aus seiner Sache geschlagen und was weiß ich, aber sonst vom Schauspieler her, da gibt es meiner Meinung nach für diese Rolle nicht viel zu bemängeln, er ist dreckig, er ist glitschig, er ist grauslich und er stinkt nicht, er ist etwas primitiv vom Geist, er braucht keinen Sex, er mordet, ja ein richtiger Neandertaler oder Hartz 4 Empfänger.

    Einige Fragen und Unzulänglichkeiten die mir im Film gekommen sind und ein paar Pannen:

    Ist er ein Hellseher? Ja glaube ich, wieso kann er über Tausende Meter Gerüche riechen, über die Luft, wieso kann er überhaupt so gut riechen? Wieso wird er nie entdeckt? Ist er ein Ninja? Vielleicht, er ist so leichtfüßig, wieso ist er im Keller von Baldini und weiß welche Zutaten in verschlossenen Flaschen für das wichtige Parfum da im Film vonnöten sind? Wieso kann er das wenn er nicht mal weiß was eine Formel ist, er kann ja auch nicht lesen so wie ich das sehen. Meine Alte meint das er im Buch ein Bösewicht ist, richtig ein Gauner, eine gemeine Person, aber im Film wirkt er wie ein Antiheld, so Mitleid erregend, so eher als müsste man ihn gerne haben, und er hat recht und mit allem was er tut, da kann er nicht viel dafür, er ist eben so, er ist ja ein Armer Mensch, und wenn ich dann ans Ende vom Film denke, also ich muß mir doch noch das Buch besorgen.

    Ein bisschen über den Film von Technischer Seite her und so ähnliche Dinge:

    Also die Kameraführung, einfach herrlich, man merkt die ruhigen Momente des Filmes, nimmt sie wahr als ruhige und wichtige Momente, und man kann sich zurücklehnen und braucht nicht unbedingt kompliziert darüber nachdenken. Der Film ist auch nicht stressig und wirkt auch nicht überbordend, bis auf einen gewissen Aspekt, es sind so viele Kleinigkeiten in dem Film versteckt. Nicht das es etwas mit anderen Filmen ähnlich hätte, nein er ist ein eigenständiger Film der meiner Meinung nach wie ein bisschen ¿Les Miserables¿ wirkt und ¿Johanna von Orleans¿ von Luc Besson, aber dieser Film hier hat seinen eigenen Stempel, und ja es ist auch gut so das endlich ein Film existiert wo man nicht meint, das habe ich dort und da schon gesehen, nur ist er etwas trivial und einfach gehalten.

    Bilderflut - Teil 2
    Ein bisschen über die Darsteller und die Crew:

    Mir gefiel sehr gut die Darstellerin die Laura spielt. Unglaublich, dieses Mädchen ist am 17.8.1990 geboren, ja in dem Film spielt sie eine über 20 Jährige, in echt ist sie 16 Jahre alt, unglaublich wie man einen Menschen so schön und perfekt makellos schminken kann. Die hat übrigens am gleichen Tag Geburtstag wie Sean Penn und Robert deNiro. Und da verweile ich gleich doch bei der holden Rothaarigen. Ein bisschen zickig im Film, doch gehorcht sie immer schön brav dem Vater, Alan Rickman spielt ihn, ein ehemaliger und sehr gut ausgebildeter Theaterschauspieler. Sie ist immer brav und spielt in dem Film kein Nesthäkchen, eher eine damalige Art von Ausbrecherin der Gesellschaft. Sie soll ja so einen unsympathischen Reichen Mann heiraten, und damals war es ja noch so dass das Patriarchat geherrscht hat, leider ist das heute nicht mehr ganz so, und Laura ist natürlich immer die brave gewesen, und zurück zur Darstellerin, sie spielt die Tochter von Alan mit einer richtigen Hingabe. Sicher ist es kein Method Acting und man kann auch sonst von einer 16 Jährigen Teenagerin nicht viel erwarten, aber unter einem guten Regisseur sieht man was alles für ein Potential in einem Menschen steckt. Und zwar genau in den Momenten wo es spannend wird, wo sie in der Nähe vom Bösen ist, wo sie Verstecken spielt, einfach so richtig kindlich, und da kommt gleich der Kritikpunkt, das ganze wirkt etwas dann doch zu aufgesetzt, man merkt das die Person damals nicht viel zu tun hatte, und Rachel Hurd nicht viel zu spielen hatte, man hat ihr wenig an Rolle zugedacht im Film, wahrscheinlich ist das im Buch anders, und es kommt auch wenig von Ihrem Charakter rüber.

    Dafür umso besser Alan Rickman, der am 21.2.1946 geboren wurde, er ist ja Engländer und hat 41 Filme hinter sich, nicht viel aber dafür gute und welche die einem vielleicht in Erinnerung bleiben wenn man ein bisschen Zugang im Geister zum wahren Cineastentum hat. Da gab es mal im Empire Magazin, einer US Filmzeitschrift eine Umfrage, wer denn die besten Schauspieler über 50 sind, und er gewann den 19. Platz. Nicht gerade super meint man, aber es sind ja die Besten gewesen die gewählt wurden. Und man merkt hier auch im Film das es Alan sicher besser drauf hat, denn seine Gesichtszüge sind nicht immer das was man von einem besorgten Vater erwarten könnte, bis es zu einem Eklat kommt der im Film sehr wichtig ist und am Ende, da ist es wieder ganz Alan Rickman der seine Kunst im Film darstellt und den Zuseher so richtig zu überzeugen weiß.

    Warum er den 34. Platz belegte von den 100 sexiest Filmschauspielern aller Zeiten ist mir ein Rätsel, der Mann ist nicht hübsch, nicht sexy, aber er hat einen herrlich verwegenen und intelligenten Ausdruck. Seine Rolle im Film als Vater könnte meiner Meinung nach besser sein, ich hätte gerne gewusst wie er lebt und was er arbeitet, so ganz habe ich das nicht mit Zufriedenheit feststellen können.

    Als Vorletzte Person in meiner Aufzählung wähle ich Giuseppe Baldini der ja von Dustin Hoffman gespielt wird, ein Kalifornier der am 8.8.1937 geboren wurde, dem man das Alter ansieht, der bis dato 58 Filme hinter sich hat, den man nicht vorstellen braucht, und hätte Ridley Scott nicht anders entschieden, er wäre statt Harrison Ford im Film ¿Blade Runner¿ die Hauptperson geworden. Er ist das 2. x verheiratet, und spielt ja in dem Film einen Parfumeur. Der lebt auf der Brücke da in Frankreich, echt herrlich, aber hart, ein schlimmes Leben, etwas dekadent, ein bisschen zurück gezogen und etwas verärgert darüber das der Ruhm den er mal hatte verschwunden ist, bis plötzlich in sein Leben eben Jean Baptiste auftaucht und ihm nicht nur ein Parfum mischt aus dem FF, das eines Kontrahenten im harten Geschäftes des Parfums, sondern auch das fast perfekte Parfum mischt.


  • Mir hat der Film gut gefallen, ich habe das Buch allerdings nicht gelesen. Besonders mochte ich den tollen, extrem gutaussehenden Hauptdarsteller. Aber ich hab gehört, dass fast alle die das Buch gelesen haben, den Film nicht mochten.


  • Wer das Buch vorher gelesen hat wird vom Film enttäuscht sein. Mir ging es zumindest so.
    Kein Film den man sich unbedingt im Kino ansehen muss.

    Re:
    Mensch wann kapiert ihr das endlich das FILM und TEXT zwei verschiedene Paar Schuhe und nicht miteinander zu vergleichen sind?????

  • Ein emotionaler Ritt ...
    Es ist erstaunlich dass es möglich ist einen so guten Film zu machen über etwas dass das Meduim eigentlich nicht transportieren kann - GERUCH! Dass viele Leute den Fischmarkt und ander Szenen als abstossend enpfinden zeigt wie exzellent das gemacht ist. Die Szenen in den Nobelvillen und Parfümläden vermittelt die ekelerregende Mischung aus Dreck, abgestandenem Schweiss, Fäkalgerüchen und den starken Parfüms mit denen man das überdcken will. Ich habe das selbst im mittleren Osten erlebt und es gibt nicht ekligeres. STARK gemacht.

    Die Geschichte ist faszinierend wie schon im Buch. Ein Mensch geboren ohne Emotionen, dessen Emotionszentrum nur von einer Sache angsprochen wird - seinem Geruchssinn. Scheinbar ein genetischer Schaden der ihm einen 700 fach stärkeren Geruchssinn wie ein Hund gibt. Der Menschen bevor er mit Ihnen spricht beriecht .. wie Hunde das tun. Beobachtet mal einen Hund wie er da sitzt und die Welt mit geschlossen Augen wahrnimmt. Nur die Nase bewegt sich ... Ich wundere mich immer was die alles wissen was uns entgeht. Wenn ein Hund an dir riecht weiss er was du in den letzten Tagen alles gegessen und gemacht hast - denk mal dran!

    Die Hauptfigur sagt: Die Seele eines Menschen ist sein Geruch - klar wenn er sonst keine Emotionen wahrnehmen kann. Starker Film ... lasst ihn auf Euch wirken und versucht euch den Geruch der Bilder vorzustellen. Eín filmerisches Meisterwerk!

  • mussmanwollen
    Nach einem absolut geschmacklosen Beginn (ein Neugeborenes inmitten von toten Fischen und Maden auf einem Fischmarkt des 18. Jahrhunderts - diese Szenen sind absolut entbehrlich und haben mit der Handlung des Filmes nichts zu tun) geht es weiter mit dem Sittenbild eben dieser Zeit. Der Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der von ganz unten kommt und mit Hilfe seines Geruchssinnes Parfüms kreiert. Leider will er den Duft von jungen schönen Frauen einfangen, weswegen er ungefähr 12 davon tötet, dabei sind die Tat und das Danach immer gleich. Die ersten 4 Fälle sind ja o.k., die weiteren fallen dann unter "langatmig".
    Der Film besticht immer wieder durch seine geniale Inszenierung, die wundervolle Kulisse und die schauspielerische Leistung.
    Der Schluß ist einfach nur dumm.

    mussmanebenwollen.

    Thomas Traub

    Re:mussmanwollen
    denn Sinn des Fims hast du nicht verstanden ... zumindest aber dass er gut gemacht ist. Naja, der Film ist halt nicht oberflächlich ...

    Re:mussmanwollen

    Diese Szenen (Fischmarkt) sind auf keinen Fall entbehrlich, da sie auf den Gestank dieses Jhd. hinweisen. Die Handlung des Films gibt nur die Handlung des Buches wieder. Du hättest vielleicht mal das Buch lesen sollen, bevor du so sinnlose Kritiken ins Internet stellst. Jean Baptiste Grenouille hat nicht UNGEFÄHR 12 Jungfrauen, sondern GENAU 14 ermordet. Die erste war ein Unfall, und die anderen 13 hat Jean benötigt um sein perfektes Parfum herzustellen.
    Der Schluss ist dumm? Das ist wiederum ein Zeichen, dass du das Buch nicht gelesen hast. Es zeigt deine mangelnde Fähigkeit dich auszudrücken. Zu einer Behauptung gehört auch immer ein Argument und eine Begründung.

    Nächstes Mal besser zuerst informieren und über die Geschichte nachdenken bevor du so eine minderwertige Kritik abgibst.


    Liebe Grüße das Letzte (links)

    @ Thomas TraubRe:mussmanwollen
    Du bist offensichtlich einfach ignorant.

    Der Beginn ist 100% treu zu dem Buch und ist eine wesentliche Komponente der Geschichte.

    Re:mussmanwollen
    Erstens ist dieser "absolut geschmacklose Beginn" nun einmal der Beginn des Buchs sowie der Geschichte bzw. des Lebens Grenouilles und somit absolut nicht entbehrlich und hat daher zweitens mit der Handlung sehr wohl etwas zu tun. Was am Schluss dumm sein soll, versteh ich nicht. Das war doch das Ziel Grenouilles. Mein Tipp an alle, die den Film nicht verstanden haben: Lest doch mal das Buch!

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