Das zweite Mal

 I 1996

La seconda volta

Drama 80 min.
7.10
Das zweite Mal

Ein Professor, auf den vor zwölf Jahren aus politischen Gründen ein Attentat verübt worden ist, erkennt die Täterin auf der Straße wieder, spricht sie an und verabredet sich mit ihr.

Professor Alberto Sajevo erkennt auf der Straße die Frau wieder, die ihn vor 12 Jahren aus politischen Gründen versucht hat, umzubringen. Aus Gründen, die ihm selbst nicht ganz klar sind, spricht er sie an und verabredet sich mit ihr.

Lisa ist nach wie vor Gefängnisinsassin, aber im Zuge des humanen Strafvollzugs darf sie tagsüber einer normalen Arbeit nachgehen. Sie erkennt ihr ehemaliges Opfer nicht und fühlt sich von seinen Annäherungsversuchen geschmeichelt. Nachdem er sich ihr Offenbart hat, reagiert sie vorerst mit Ablehnung, wagt aber nach einer Zeit ihrerseits erste Annäherungen.

Details

Nanni Moretti, Valeria Bruni Tedeschiu.a.
Mimmo Calopresti
Franco Piersanti
Alessandro Pesci
Francesco Bruni, Mimmo calopresti, Heidrun Schleef

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Ermüdendes Wiederkäuen
    Der Film versucht eine Aufarbeitung des Themas ’Täter-Opfer’ am Beispiel einer lange zurückliegenden Aktion der Roten Brigaden in Italien. Heute treffen sich beide ein zweites Mal. Die Täterin, Valeria Bruni Tedeschi, will vergessen und sich nicht mehr erinnern. Er, Nanni Moretti, kann es nicht, weil die Kugel noch in seinem Kopf steckt. Eigentlich eine dramatische Ausgangssituation. Aber wie Regisseur Calopresti trotz renommierter Hauptdarsteller und trotz kleiner Nebenhandlungen hier zu Werke geht ist sehr ermüdend. Obwohl es wie eine übliche Liebesgeschichte in der Kennenlern-Phase anfängt, wird aufgrund von falschen Angaben das Interesse geweckt. Doch dann hakt es. Der Mann, der alles dransetzt, um die Attentäterin zu treffen und mit ihr zu reden, gibt sich nach kurzer Diskussion zufrieden. Da hätte man mehr erwartet. Die Fronten sind verhärtet. Sie glaubt immer noch ’man müsse einen treffen, um hundert zu erziehen’, er verweist auf die Sinnlosigkeit der früheren Aktionen. Dabei bleibt es. Man trennt sich im Regen (sic!). Die emotionslos dargestellten Rollen bieten auch den Akteuren keine Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Ende belegt lediglich, dass eine Vertreterin der Roten Brigaden nach über 30 Jahren, trotz einer sich verändernden Welt, immer noch an das glaubt, was sie früher , als man gegen Aldo Moro losging, vertreten hat. Na toll! Wieso das so ist erfahren wir nicht. So bleibt alles wie es ist. Selbst das Opfer ist nun plötzlich zufrieden. Der Zuschauer nicht. K.V.