Der Zorn des Jägers

 F/GB/USA 1998

The Lost Son

Drama, Thriller 102 min.
6.60
Der Zorn des Jägers

Ein französischer Detektiv sucht in London nach einem vermissten Mann, und stößt dabei auf einen Kinderporno-Ring ...

Ex-Polizist Lomard (Daniel Auteuibphat einst in Frankreich den gewaltsamen Tod seiner Frau und Tochter eigenmächtig gerächt und musste deshalb den Dienst quittieren. Heute fristet er ein eher heruntergekommenes Dasein als Privatdetektiv in London. Hier erhält er durch einen Ex-Kollegen den Auftrag, den verschwundenen Sohn einer reichen Familie zu suchen. Wie es heißt, würde sich der Fotograf in der Drogenwelt Englands herumtummeln. Doch Lombard findet schnell heraus, dass der Verschundene einem üblen Kinderporno-Ring auf der Spur war und wahrscheinlich ermordet wurde.

Je mehr sich Lombard mit dem Fall beschäftigt, desto klarer wird ihm, dass er sich auf einen Kreuzzug gegen die miesen Übeltäter begeben muss...

Details

Daniel Auteuil, Xavier Lombard, Katrin Cartlidge, Marianne Denicourt, Nastassja Kinski , Ciarán Hinds, u.a.
Chris Menges
Goran Bregovic
Barry Ackroyd
Eric Leclere, Margaret Leclere, Mark Mills

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der verlorene Sohn
    Da kann schon mal bei der Titelbearbeitung aus dem ‘Verlorenen Sohn‘ der ‘Zorn des Jägers‘ werden. Mit beiden kann wohl Hauptdarsteller Daniel Auteuil ganz gut leben. Hier ist er mal in einer für ihn nicht gerade typischen Rolle als ‘Schnüffler‘ unterwegs. Er spielt diesen Lombard mit der notwendigen Brutalität, nicht ohne stets aber auch noch eine menschliche Seite anklingen zu lassen. Seine Sympathiewerte steigen vor allem durch zwei Frauen. Das tragische Ende seiner sympathischen Freundin und Hure Natalie (Marianne Denicourt) und Emily (Katrin Cartlidge), die einen der Buben beherbergt. So bekommt die Figur des Privatdetektivs Tiefe und charakterliche Farbigkeit. Dem Typ muss man einfach vertrauen. Warum das Deborah (Nastasia Kinski), die Frau seines Freundes (Ciaran Hinds) nicht tut, verstärkt die Spannung. Und der kann das via Mimik toll rüberbringen, wie ein Goody zum ganz ganz bösen Baddy wird. Das und weitere überraschende Wendungen sorgen für spannende Unterhaltung. Das ist alles sehr routiniert gemacht. Chris Menges ist ja schließlich auch kein Anfänger. So sind die Kinderpornos als Märchen-Cassetten getarnt und heißen ‘Sleeping Beauty‘ oder ‘Peeping Tom‘. Die Letztere ist allerdings leider nicht ohne böse Ironie zu verstehen. Und wenn man sieht, wie diesen bösen Buben das Handwerk gelegt wird, kommt noch ein zusätzlicher Effekt hinzu: die Welt wurde wieder einmal etwas besser gemacht. Nicht sensationell aber einfach gut.