Der 32. August auf Erden

 Kanada 1998

Un 32 août sur terre

Romanze, Independent 02.05.1999 88 min.
film.at poster

Simone fährt mit ihrem Auto auf der Autobahn, als sie über dem Lenkrad einnickt und der Wagen von der Straße rutscht. Sie bleibt unverletzt - ihr Leben ändert sich aber komplett.

Simone fährt mit ihrem Auto auf der Autobahn, als sie über dem Lenkrad einnickt und der Wagen von der Straße rutscht. Im Spital wird festgestellt, daß sie keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen hat, aber ganz offensichtlich ist ihre Psyche angeschlagen. Sie schmeißt ihren Job als Schauspielerin und Model hin, storniert eine ge- plante Reise nach Italien und ruft ihren besten Freund Philippe an. Sie bittet ihn um einen ungewöhnlichen Gefallen:Sie will ein Kind von ihm. Philippe, der bereits eine Freundin hat, ist von der Idee alles andere als angetan, aber Simone hat offensichtlich so viel Macht über ihn, daß er schließlich zögernd zustimmt. Seine einzige Bedingung ist, daß das Kind in der Wüste gezeugt werden müsse. Die beiden machen sich auf den Weg nach Salt Lake City.Denis Villeneuve und sein Kameramann André Turpin präsentieren einen Film, in dem praktisch jede Einstellung mitStil und sorgfältiger Überlegung gedreht ist. Die Sequen- zen in der blendend weißen Wüste sind geradezu sensationell. Die besten Szenen hier sind die, in denen die beiden Protagonisten erkennen, daß die seltsame, salzige Landschaft doch nicht das Aphrodisiakum ist, das sie sich erhofft haben, und sie werden getragen von der stillen komischen Interaktion zwischen der entschlossenen Simone und dem zögerlichen, leicht zu beeindruckenden PhilippeText: Viennale 98

Details

Pascale Bussières, Alexis Martin, Richard S. Hamilton u. a.
Denis Villeneuve

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Like a dream ...
    Wie Luftblasen in einem Aquarium steigen Bilder , Emotionen auf , ergeben sich lustige "Berührungen" der Hauptdarsteller mit ihren Gedanken ...Emotionen liegen offen , ohne das den beiden Protagonisten/innen möglich wäre , diese als solche zu fassen und zeitadäquat darauf zu reagieren . Leider zu spät erkennt Simone und der , der zu spät kommt , wird ja bekanntlich vom Leben bestraft . Wunderschöne Sequenzen , Gefühle plastisch und "greifbar" dargestellt , nur die Szene , wo der arme schon genug gebeutelte Philippe auch noch zusammengeschlagen wird , ist , meines Erachtens platt und ein wenig überzeichnet . Ansonsten , ein Film , der Maßstäbe setzt und das Zeug zum richtungsweisenden Kultfilm seiner Klasse hat .

  • Like a dream ...
    Wie Luftblasen in einem Aquarium steigen Bilder , Emotionen auf , ergeben sich lustige "Berührungen" der Hauptdarsteller mit ihren Gedanken ...Emotionen liegen offen , ohne das den beiden Protagonisten/innen möglich wäre , diese als solche zu fassen und zeitadäquat darauf zu reagieren . Leider zu spät erkennt Simone und der , der zu spät kommt , wird ja bekanntlich vom Leben bestraft . Wunderschöne Sequenzen , Gefühle plastisch und "greifbar" dargestellt , nur die Szene , wo der arme schon genug gebeutelte Philippe auch noch zusammengeschlagen wird , ist , meines Erachtens platt und ein wenig überzeichnet . Ansonsten , ein Film , der Maßstäbe setzt und das Zeug zum richtungsweisenden Kultfilm seiner Klasse hat .