Der Engel, der ein Teufel war

 Frankreich 1956

Voici le temps des assassins

Drama, Thriller 113 min.
7.50
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Mit "Der Engel, der ein Teufel war" inszenierte Julien Duvivier einen Film noir der finstersten Sorte voll von zynischen Hinterlistigkeiten,

André Chatelin (Jean Gabin), Besitzer eines berühmten Feinschmeckerlokals in Les Halles in Paris ist gutmütig, geachtet und reich. Eines Tages wird er von der unehelichen Tochter seiner geschiedenen Frau aufgesucht. Das hübsche Mädchen lügt ihm vor, ihre Mutter sei gestorben, und sie wisse nun nicht, wohin. André nimmt die attraktive junge Dame bei sich auf und führt sie bald vor den Traualtar. Der in Frauenfragen unerfahrene Spitzenkoch ahnt nicht, dass er damit das Opfer einer heimtückischen Intrige wird.

Mit "Der Engel, der ein Teufel war" inszenierte Julien Duvivier einen Film noir der finstersten Sorte voll von zynischen Hinterlistigkeiten, diabolischen Frauen (eines von Duviviers Lieblingsthemen) und düsteren Milieustudien.

Details

Jean Gabin, Danièle Delorme, Gérard Blain, Lucienne Bogaert
Julien Duvivier
Joseph Kosma
Armand Thirard
Maurice Bessy, Charles Dorat, P.A. Breal

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Teuflische Intrige
    Es ist in mehrfacher Hinsicht eine Perle des film noir: er spielt ausnahmsweise nicht im Gangstermilieu, sondern liefert ein authentisches Bild der Restaurantbranche mit dem dazugehörigen Esprit. Außerdem ist er ein Denkmal für Les halles, den inzwischen abgerissenen Bauch von Paris. Aber das Bemerkenswerteste ist die geschlossene Ensembleleistung und die ergreifende Tragik. Wir bewegen uns in einem geschlossenen Universum. Es werden die Abgründe der menschlichen Seele sehr detailliert ausgeleuchtet. Dabei werden allgemein menschliche Schwächen sichtbar. Wie der Chor in einer griechischen Tragödie kommentiert die Umgebung das Geschehen mal mit spitzzüngigen Bemerkungen mal in weiser Voraussicht. Das überraschende Ende ist nur ein Ausklang des Geschehens und kommt ohne moralische Wertung oder den erhobenen Zeigefinger aus. Der Zuschauer kennt ja die Fakten und ist ergriffen und auch zufrieden.