Der Krieg des Charlie Wilson

 USA 2007

Charlie Wilson's War

Drama 08.02.2008 ab 14 97 min.
7.10
Der Krieg des Charlie Wilson

Ein geistreiches und höchst amüsantes Spiel auf dem Schachbrett der Weltpolitik. Farbenfrohe Figuren, historische Bedeutung und feinste Hinterhofdiplomatie.

Ein eher für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannter Kongressabgeordneter (Hanks - als

Charlie Wilson), ein abtrünniger CIA-Agent (Hoffman als Gust Avrakotos) und eine texanische

Jetset-Lady (Roberts als Joanne Herring) standen hinter der wahrscheinlich größten und

erfolgreichsten Geheimoperation der Geschichte. Nach außen wirkte Wilson wie ein sorgloser

Playboy, doch hinter der Gute-Laune-Fassade verbargen sich ein genialer Verstand und ein großes

Herz für Außenseiter.

Als ihm seine Freundin und Vertraute Joanne Herring riet, sich hinter den Kulissen auf die Seite der

Freiheitskämpfer im russisch besetzten Afghanistan zu schlagen, begann in den frühen 1980er-

Jahren ein überaus kurioses Kapitel des Kalten Krieges. Das ungewöhnliche Trio Charlie, Joanne und

Gust reiste um die Welt und bildet aus Pakistanis, Ägyptern, Israelis, Politikern, Waffenhändlern und

einer Bauchtänzerin eine noch viel ungewöhnlichere Allianz.

Ihr Erfolg dabei war bemerkenswert - die geheime Finanzierung des afghanischen Widerstands

gegen die Sowjetische Armee stieg von jährlich fünf Millionen auf eine Milliarde Dollar - und

dass sich die Rote Armee schließlich zurückzog, lässt sich getrost auch als Charlie Wilsons Verdienst

bezeichnen.

Details

Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Jud Tylor u.a.
Mike Nichols
James Newton Howard
Stephen Goldblatt
Aaron Sorkin
UPI
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • einfach ein guter film -
    viel mehr muß man nicht sagen. gut gespielt (allen voran seymour hoffmann als cia-agent); sehr gute musik; sehr gute dialoge - und das gilt wohl auch für schnitt und kameraführung. das thema - die finanzierung des afghanischen mujahedin-widerstands gegen die sowjets durch die usa - interessiert wohl (fast) jeden. ja, auch für tom hanks (als produzent und hauptdarsteller) gelten hollywood maßstäbe, und so werden die rohstoff-interessen der usa als motiv nicht genannt. in nur 97 minuten (der film ist fast zu kurz) bleiben auch andere wichtige details auf der strecke, aber all das ist ein (sehr) kleiner wermutstropfen, zumal der film - trotz bekannter realitätsbezüge - nie den anspruch erhebt, eine art "polit-doku" zu sein. im gegenteil: hier gehts um gute unterhaltung auf hohem niveau.