Der Mondmann (1999)

 USA 1999

Man on the Moon

Tragikomödie, Biografie 118 min.
film.at poster

Andy Kaufman (Jim Carrey), 1949 in New York geboren, gehörte in den späten 70er Jahren zu den populärsten Komikern Amerikas - zugleich war er der meist gehaßte.

Biopic über einen der ungewöhnlichsten Komiker Amerikas: Andy Kaufman. Kaufman, 1949 in New York geboren, gehörte in den späten 70er Jahren zu den populärsten Komikern Amerikas - zugleich war er der meist gehaßte.

Aufgewachsen auf Long Island, tat er sich schon auf Kindergeburtstagen als Alleinunterhalter hervor. Als er später durch die New Yorker Clubs tingelte, verwirrte er das Publikum mit stümperhaften Parodien prominenter Zeitgenossen. Seine Masche bestand darin, das Publikum nicht zum Lachen zu bringen: "Ich bin kein Komiker. Ich mache keine Witze. Ich weiß nicht mal, was komisch ist." Ab 1978 gehörte er (neben Danny DeVito) zum Personal der TV-Sitcom "Taxi", in der er den in unverständlichem Englisch radebrechenden Mechaniker Latka Gravas verkörperte.

Zu Kaufmans Repertoire gehörten Publikumsbeschimpfungen, Obszönitäten sowie Auftritte als Ringkämpfer: Als selbsternannter "Inter-Gender Wrestling Champion of America" veranstaltete er ab 1979 einige hundert Schaukämpfe gegen Frauen, denen er im Falle seiner Niederlage 500 Dollar zahlen wollte. Er gewann immer - einmal auch das Herz des Nacktmodels und Starletts Lynne Margulies, die nach dem Kampf seine Freundin wurde.

Mit seinen bizarren Gags aber machte Kaufman sich auch Feinde. Als er 1984 an Krebs starb, waren die Engagements schon rapide zurückgegangen. Und doch besitzt er eine eingeschworene Fangemeinde. Sie verehrt mit ihm einen Komiker, bei dem Unberechenbarkeit Prinzip war, der nie eine Rolle spielte, sondern immer total die Figur war, als die er sich ausgab - einen Mann ohne wahres Ich.
Berlinale 2000

Details

Jim Carrey, Danny DeVito, Courtney Love, George Shapiro, Paul Giamatti, Vincent Schiavelli, Peter Bonerz, Jerry Lawler, Gerry Becker, Leslie Lyles, J. Alan Thomas, Bob Zmuda
Milos Forman
Peter Buck, Mike Mills, Michael Stipe
Anastas N. Michos
Scott Alexander, Larry Karaszewski

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • wenn mans aushält
    Wenn man den Humor aushält, gerne und gut verarscht werden will, ist der Film schlichtweg perfekt. Endlich mal ne interaktive Komödie, wo man sich fragt: "Hab ich das jetzt richtig verstanden?" ... Und Jim Carrey lebt in dieser Rolle förmlich zu Höchstleistungen auf. Ein Film, den man sogar alleine anschauen kann und trotzdem Spaß hat.

  • andy did you hear about ....
    Sehr guter Film, auch wenn ich Mr Kaufmann davor nur aus "Man on the moon" von R.E.M. kannte. Alleine die Filmmusik (Mighty Mouse!) macht den Film schon gut! Sehr fein!

  • sehenswert
    Und noch ein Beweis dafür, dass die Amis ab und zu auch wirklich gute und eindrucksvolle Filme mache können! Milos Forman erzählt uns die Geschichte eines Komikers der kein Komiker sein wollte, sich aber auf seine Art trotzdem für ein Genie hielt. Jim Carrey spielt die Rolle des Andy Kaufman als ginge es um sein Leben. Das sein Engagement von der Acedemy zum zweiten Mal nach The Truman Show unbeachtet blieb ist schon etwas merkwürdig, aber damit muss man Leben!
    Kurz: Ein sehenswertes Portrait eines Komikers, der nicht lustig sein wollte und sein Leben (und Sterben?) selbst inszeniert hat(Bewertung ****°).

  • Man on the moon....
    .....gab Jim Carrey zum 2ten Mal die Gelegenheit, zu beweisen, zu was für großartigen schauspielerischen Leistungen er fähig sein kann.
    Wobei er meiner Meinung nach mit der Darstellung von Andy Kauffman er sein schauspielerisches Genie fast noch besser zum Ausdruck bringen konnte, als letztes Jahr in der Truman Show.
    Ich hoffe stark Carrey wird sicher ab jetzt weiterhin solchen guten Rollen widmen, und davon abkommen Filme wie Ace Ventura oder degleichen zu drehen.
    Denn von seinen frühen Rollen war meiner bescheidenen Meinung nach nur "Dumb and Dumber" wirklich sehenswert. Ansonsten hat er sich einfach unter seinem Wert verkauft. Soll mir aber
    auch nur recht sein, denn durch diese frühen Filme konnte er sich zum dem hinaufarbeiten, was er jetzt darstellt. Eine ernstzunehmende und
    sehr glaubwürdige Größe des US Kinos.
    Mit einem Wort, schaut euch diesen Film an, er ist einer der besten des vergangenen Jahres. Besonders im englischen Original zu empfehlen!

  • wo hört sich der spass auf?
    freunde der berieselung und der filme im stereotyp-stil wird "der mondmann" wahrscheinlich weniger beeindrucken!
    im undurchsichtigen wechselbad der stimmungen, ladet dieser "sehenswerte" film, in erster linie das perspektivenreichere publikum, zum interpretationsaustausch ein.

    kurz: sehr überraschend, beeindruckend, sehenswert!

    ps: gehen genie und wahnsinn hand in hand?

    europäisches kino vs hollywood
    ein kurzer beitrag zu einer alten diskussion. in einer europäischen zeitschrift (dazed) wurde dieser alte konflikt neu entfacht. und das ergebnis der abhandlung: das europäische kino ist das bessere weil es noch immer kunst und nicht kommerz ist und sich selbst treu bleibt. das ist ein blödsinn und außerdem eine grauslich arrogante diskussion überhaupt! frage: werden filme nur in hollywood und europa produziert?
    gibts nicht auch filme aus lateinamerika, asien, afrika usw.? große filme werden überall produziert. rock´n roll and soul - das ist alles warum es sich dreht, auch im film. und so schließe ich mein gebet für das kino mit einem filmtip: ´gods and monsters´ startet diese woche mit einer verzögerung von mehr als 2 Jahren(!) in unseren säalen. aber ein wunder, daß er es überhaupt in unsere müde und konservative heimische kinowelt geschafft hat. zu diesem einzigartigen film werd ich mich noch äußern. heut will ich nicht. heut mach ich nur was ich will.:o)

  • Mein Meinung
    Wer von Euch kannte Andy Kaufman vor dem Film? Wer in Europa? Nun ja,
    wahrscheinlich nur wenige. Der Film wirft einen überblicksartigen Blick in das Leben
    (und Sterben) von Andy Kaufman. Eine Biographie ist es nicht wirklich geworden.
    Das Publikum in Österreich wird zweifelsohne unterschiedlichster Meinung sein, ob
    dieser Film jetzt supertoll oder abgrundtief schlecht war. Jim Carrey tut sein bestes
    und macht in diesem Film gute Figur (beste Darstellung seit Ace Ventura). Die
    anderen Darsteller sind aber auch gut!

    Die ins sarkastisch-zynische übersteigerten Performances von Andy Kaufman sind
    -und waren- nicht jedermanns Sache. Genauso wird es den Zuschauern bei diesem
    Film gehen. Und selbst wenn man die Handlung mag, der Kaufmansche Humor
    ist nicht jedermans Sache (obwohl ich finde, daß da ein paar geniale Einfälle dabeiwaren).

    (Meine Wertung: 2 ODER 8 von 10 Punkte)

  • Interessante Studie
    Nie zuvor von einem Andy Kaufman gehört, schwer abzuschätzen wen uns da Jim Carrey wirklich präsentiert. Was wir sehen ist ein sogenanntes verkanntes Genie, zumindest ist es das wofür sich Kaufman offensichtlich selbst hält. Carrey führt uns einen "Komiker" vor, der keiner sein will, der bei seinen Performances hauptsächlich auf seinen eigenen Spaß Wert legt und den direkten Draht zum Publikum nie wirklich findet bzw. nach kurzem Aufflammen schnell wieder verliert. Seine Art von Humor gründet sich darauf, sein Publikum zu täuschen und zu provozieren. Ein Humor den heutige Satiriker durchaus (erfolgreich) teilen. Kaufman jedoch ist sich seiner Rolle nicht bewußt und übersteigert sie ins abgründig Negative. Der Fall ist vorprogrammiert. Eine interessante Studie, ein kleines Drama. Die Frage die der Film aufwirft, ist die nach dem Genie. Wo liegen die Grenzen und wer steckt sie in Wirklichkeit ab? Ist der Erfolg gleichbedeutend mit dem Genie? Ist man nur dann Genie, wenn man auch als solches anerkannt wird? Macht erst die Fähigkeit sich selbst erfolgreich zu "verkaufen" genial? Im Pressetext wird uns Kaufman als berechnender "Scharlatan" beschrieben. Sogesehen bietet Carrey eine wunderbare Performance, der man nie die Antwort nach dem "wahren Ich" Kaufmans abgewinnen kann. Er bleibt ein Mann without a true sense of self.

  • FEHLER IM SYSTEM?!
    Hey, also entweder mein Browser spinnt und ich bekomm alle möglichen Filmkritiken
    von anderen Filmen hier rein, oder YUMYUM hat das System/Datenbank versaut!!!

    BITTE RICHTEN!!!

  • Re:Die Mumie
    Es gab viele Schreckszenen, weil die Mumie immer vom Dunkeln ins Helle zur Kamera springt z.B. Wie der Mann zum Fenster geht und die Mumie durchs Fenster gesprugen kommt! Das beste war wie die der eine in die Erde gezogen wird! Im Groß und Ganzen war er ein guter Film!

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