Der Name der Leute

 F 2010

Le nom des gens

Romanze, Komödie 104 min.
7.20
Der Name der Leute

Eine charmante Politaktivistin hat nach dem Motto "Make love, not war" ihren eigenen Weg gefunden, die Welt zu verbessen.

Die junge attraktive Bahia (Sara Forestier) trägt ihren außergewöhnlichen Namen mit Stolz, kämpft mit aufbrausender Leidenschaft für alle gerade verfügbaren Randgruppen und dürfte für ihren Geschmack ruhig ein bisschen weniger französisch aussehen. Auch sonst hat die charmante Politaktivistin ihren eigenen Weg gefunden, die Welt zu verbessern: Ganz nach dem Lebensmotto ihrer hippiebewegten Eltern, "Make love, not war", schläft sie mit politisch rechts stehenden Männern, um sie ideologisch umzudrehen. Eine Ausnahme macht sie allerdings für den bekennenden Linkswähler Arthur (Jacques Gamblin), der sich eigentlich ganz wohl dabei fühlt, mit seinem konservativen Allerweltsnamen in der anonymen Masse unterzutauchen. Doch Bahia stellt sein bis dahin geordnetes und zurückgezogenes Leben völlig auf den Kopf. Und so muss sich Arthur plötzlich nicht nur mit Bahias mitreißendem Idealismus, sondern auch mit der wahren Geschichte seiner Familie auseinandersetzen.

Details

Sara Forestier, Jacques Gamblin, Carole Franck, Zinedine Soualem, Michèle Moretti, Jacques Boudet, Lionel Jospin
Michel Leclerc
Jérôme Bensoussan, David Euverte
Vincent Mathias
Baya Kasmi, Michel Leclerc
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Kritiken

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User Kritiken

  • Die Sexterroristin
    Die Grundidee von der linken Frau, die mit allen Faschos schläft, um die zu bekehren, ist ganz nett. Und über weite Strecken kann der Film auch unterhalten. Dabei schwankt er zwischen Sexklamauk und Ernsthaftigkeit, zwischen Lehrstück und Liebesklamotte hin und her. Manchmal geht der Tiefgang zu tief, so tief, dass er brummt. Wenn bei jüdischen Eltern nicht das Wort ‘Lager‘ oder ‘Ofen‘ verwendet werden darf, ist das weder lustig noch unterhaltsam. Sara Forestier gibt diese Bahia recht unverklemmt und hüllenlos. Sie versteht sich als politische Hure und es dauert bis fast zum Ende des Films bis der biedere Vogelseuchenforscher Arthur (Jacques Gamblin) zu ihr sagt ‘Verschwinde aus meinem Leben!‘. Das hat der Zuschauer die ganze Zeit schon gedacht. Als der Handlung der Saft ausgeht, kommen noch solche Anhängsel wie Ehe und Geburt. Das wirkt etwas aufgesetzt. Auch als Bahia nach einem Fick mit einem Araber plötzlich als Muslima mit Schleier daherkommt, beeindruckt das kaum. Eher schon die Tatsache, dass der echte Jospin als Überraschungsgast auftritt. Ein netter Einfall der Regie ist es, wenn Arthur oder Bahia als Kinder beziehungsweise Jugendliche neben sich stehen und mit sich selbst reden oder mit ihren Eltern. Die sind Einwanderer und/oder Mischlinge und haben sich in Frankreich integriert. Diese, wie es heißt, ‘hybride Vitalität‘ ist ein ehrenwerten Ansatz: Namen sind Schall und Rauch und wenn die Menschen sich öfters abstammungsmäßig vermischen würden, gäbe es nur Mischlinge. So einfach ist das. Gut gemeint ist auch daneben.