Der Zauber von Malèna

 USA/I 2000

Malèna

Drama, Romanze 109 min.
7.50
Der Zauber von Malèna

Die wunderschöne Malèna zieht in einem kleinen sizilianischen Dorf während des zweiten Weltkriegs alle Augen auf sich. Der heranwachsende Renato ist von der einsamen Strohwitwe besessen.

Zweiter Weltkrieg in einem kleinen sizilianischen Dorf: Der Ehemann der schönen Malèna (Monica Bellucci) ist Soldat, und so spaziert sie täglich alleine durch den Ort. Die eifersüchtigen Augen der andern Frauen und die ganze männliche Dorfbevölkerung beobachten sie. Der 12jährige Renato (Giuseppe Sulfaro) entwickelt eine ganz besondere Obsession für Malèna. Tagsüber radelt er ihr nach, in der Nacht verfolgt sie ihn in seinen Phantasien.
Als Malènas Mann fällt, sieht sie sich mit den aggressiven sexuellen Avancen der Männer ihres Dorfes konfrontiert. Gleichzeitig beschuldigen sie die Frauen, die erotische Unruhe zu provozieren.
Der neue Film von Guiseppe Tornatore (Cinema Paradiso)ist gleichzeitig eine Entwicklungsgeschichte und eine Allegorie über die verlorene Unschuld Italiens.

Details

Monica Bellucci, Daniele Arena, Giovanni Litrico, Giuseppe Sulfaro
Guiseppe Tornatore
Ennio Morricone
Lajos Koltai
Guiseppe Tornatore

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Malträtierte Schönheit
    Mit allen seinen Filmen hat uns Giuseppe Tornatore verzaubert. Hier ist ihm ein ganz besonderer Film gelungen. Mit Monica Bellucci in der Hauptrolle hat er eine umwerfend schöne Frau gefunden, die aber hier auch durch ihr schauspielerisches Talent überzeugt. Was die bigotte Dorfgemeinschaft ihrer Schönheit antut, ist in unvergessliche Bilder umgesetzt. Dass ganz nebenbei der Faschismus in Italien kritisch beleuchtet wird ist ebenso von Bedeutung wie die Vergötterung durch den pubertierenden Jungen. Äußerst unterhaltsam die Umsetzung seiner sexuellen Sehnsüchte in s/w Szenen aus filmischen Klassikern der Antike oder dem wilden Westen. Um die Perfektion zu vollenden kommt auch noch Komik mit hinzu. Die Musik von Ennio Morricone rundet diesen grandiosen Film wunderbar ab und so wirkt der Zauber von Malena auch auf die Zuschauer.

  • Malträtierte Schönheit
    Mit allen seinen Filmen hat uns Giuseppe Tornatore verzaubert. Hier ist ihm ein ganz besonderer Film gelungen. Mit Monica Bellucci in der Hauptrolle hat er eine umwerfend schöne Frau gefunden, die aber hier auch durch ihr schauspielerisches Talent überzeugt. Was die bigotte Dorfgemeinschaft ihrer Schönheit antut, ist in unvergessliche Bilder umgesetzt. Dass ganz nebenbei der Faschismus in Italien kritisch beleuchtet wird ist ebenso von Bedeutung wie die Vergötterung durch den pubertierenden Jungen. Äußerst unterhaltsam die Umsetzung seiner sexuellen Sehnsüchte in s/w Szenen aus filmischen Klassikern der Antike oder dem wilden Westen. Um die Perfektion zu vollenden kommt auch noch Komik mit hinzu. Die Musik von Ennio Morricone rundet diesen grandiosen Film wunderbar ab und so wirkt der Zauber von Malena auch auf die Zuschauer.

  • Große Klasse / 2
    Der Regiesseur schafft es mit unglaublicher Leichtigkeit eine unmenschliche Story mit einem sehr menschlichen Film zu erzählen. Tornatore liefert frechen Humor und unerträglichen Schmerz zur gleichen Zeit. MALENA ist ein mutiger Film und zeigt uns so ziemlich alles was einem jungen Burschen (der zum Mann werden will) passieren kann, wenn er sich das erste mal verliebt - ohne dabei peinlich zu werden. Und so ist MALENA unter anderem ein großartiger Film über das Heranwachsen geworden. Ganz klar - die größten Verbrechen bei der diesjährigen Oscarverleihung hat man in der Abteilung ´Beste weibliche Hauptdarstellerin´ begangen. Wo waren denn Björk, Gillian Anderson oder Michelle Yeoh? Monica Belluccis wunderschöne Vorstellung in MALENA ist eine weitere Sensation. Sie hat nicht viel zu sprechen in ihrer Rolle, aber allein ihre Körperhaltung und ihre Augen kehren ihr Innerstes nach Außen. Ihr stolzer Gang ist am Ende nur noch eine dünne Maske, die sie vor ihr kraftloses und gebrochenes Dasein hält. Man fühlt dies und noch vieles mehr mit jedem Augenaufschlag dieser herrlichen Schauspielerin. Bei den Oscars steht man es sich aber mehr auf die zweitklassigen Spaziergänge von Roberts und Binoche!? 9/10

  • Große Klasse / 1
    Giuseppe Tornatores (Cinema Paradiso) neuestes Werk MALÈNA ist wahres und großartiges Gefühlskino (und es ist doch nichts besser als das!). In den ersten Minuten wird die gemeine, langsame Hinrichtung einer Ameise auf die Kinoleinwand projeziert und diese (verspielte) Grausamkeit ist nur einen Schritt entfernt von der darauf folgenden Zermalmung eines verwundeten menschlichen Herzens. MALENA spielt zur Zeit des faschistischen Mussolini-Italien. Renato ist 13 Jahre alt und seine ganze Aufmerksamkeit gilt seiner ersten Schwärmerei - der wunderschönen Frau Malena. Er ist natürlich viel zu jung für die erwachsene Frau und so beginnt er sie heimlich zu beobachten. Wie der Junge wird auch der Kinobesucher ein Beobachter der unbarmherzigen gesellschaftlichen Isolation der stolzen Malena. Und genau wie der Junge Renato verliebt sich auch der Zuschauer in die fesche, gebrochene und einsame Malena. In Renatos Welt dreht sich alles um Malena. Für Malena, die in ihrer eigenen traurigen Gedankenwelt verloren ist, ist der Bub einfach nur ein Kind das sie nicht bemerkt. Renatos Verehrung ist erwachsener als die seiner Geschlechtsgenossen. Seine schützende Zuneigung ist romantisch und respektvoll. Malena und Renatos Leben trennen Welten, und obwohl der Eine das Leben des Anderen am Ende bedeutend geprägt und verändert hat, lernen sich die beiden nie kennen. In einigen Szenen kann man sekundenschnelle Augenkontakte vermuten - aber das reicht schon um den Kinosaal zum Beben zu bringen.

  • Tornatore lebe hoch!
    Ein wunderschöner Film von einem der besten Regisseure Italiens. Monica Bellucci ist eine
    wunderschöne anmutige Hauptdarstellerin.

  • Maléna
    Ein Film, der so zauberhaft beginnt, doch nicht nur süss und romantisch, auch Ironie hat ihren geräumigen Platz. Man wird sanft von der Geschichte hochgeschaukelt, gekitzelt, bis man lacht, und wird mit schönen Bildern in die kleine Welt dieses sizilianischen Dorfes entführt, wo man sich unheimlich wohl fühlt.... bis man schockartig aufgeweckt wird von der Realität, der Grausamkeit der Menschen und ihrer Unfähigkeit, mit Eifersucht und Neid umzugehen. Immer wieder interessant, wenn es einem Regisseur gelingt aufzuzeigen, wie sehr Moral und Religion missbraucht werden, um den niedrigsten menschlichen Regungen Rechtfertigung zu geben. Insgesamt ein wunderbarer Film, frei von Hollywood, frei von rosarot und himmelblau ¿ und in Monica Belluci verliebt man sich sogar als Frau. Das italienische Kino ist zurück. Gott sei Dank.