Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht

 D 2013
Drama 03.01.2014 225 min.
8.10
Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht

Im Mittelpunkt des Films steht Jakob, jüngster Sohn einer Bauern- und Handwerkerfamilie, der sich in die Ferne Brasiliens träumt und eines Tages zusammen mit seiner Freundin auswandern will.

Ein Dorf im Hunsrück in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit, in der die Lebensumstände die Menschen vor gravierende Entscheidungen stellen: Sollen sie ihre Heimat für immer verlassen oder bleiben. Die Sehnsucht nach Freiheit und einer unbegrenzten Zukunft lässt sie Abenteuer wagen und auf neues Lebensglück hoffen.

Im Mittelpunkt des Films steht Jakob, jüngster Sohn einer Bauern- und Handwerkerfamilie, der sich in die Ferne Brasiliens träumt und eines Tages zusammen mit seiner Freundin auswandern will. Doch sein Vorhaben wird jäh in Frage gestellt, als sein älterer Bruder aus dem Militär zurückkommt und das Schicksal ihm andere Wege weist.

Details

Werner Herzog
Edgar Reitz
Michael Riessler
Gernot Roll
Edgar Reitz und Gert Heidenreich
Concorde

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die armen Leute von Schabbach
    Im Mittelpunkt stehen die Dorfbewohner von Schabbach im Hunsrück. Wir sind Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Not viele Menschen zwang nach Südamerika auszuwandern. Stimmungsvolle s/w Bilder, die gelegentlich pointiert mit Farbtupfern versehen werden, schaffen eine Atmosphäre, die von gemeinsamem Leid und der Kraft des Familienverbandes bestimmt wird. Die Laiendarsteller reden Dialekt. So seziert Edgar Reitz mit dokumentarischer Präzision den Alltag der Leute, der von Armut und unterdrückter Lebensfreude geprägt ist. Sogar eine vormärzliche Stimmung kommt auf. Doch es geht letztlich neben Tod und Suizid um die Liebe. Jakob (Jan Dieter Schneider) schreibt die Geschichte des Dorfes auf und verliebt sich in Jettchen (Antonia Bill). Doch die wird von Jakobs Bruder Gustav (Maximilian Scheidt) geschwängert und muss ihn heiraten. Eine Liebesnacht im Wald ist Jakob und Jettchen dennoch vergönnt, bevor diese mit ihrem Mann auswandert. Da feiern die Emotionen fröhliche Urstätt. Das Ambiente des Dorfes wirkt authentisch und nicht gebaut sondern gewachsen. Die beiden Drehbuchautoren Reitz und Heidenreich haben gewissenhaft recherchiert und erwähnen liebevolle Details wie die Indianersprache. So gerät der Zuschauer im Verlauf der dreieinhalb Stunden in einen Sog der Ereignisse, die die Gefühle keineswegs außen vor lassen. Ein Meisterwerk!