Die Liebe seines Lebens

 GB/CH/AUS 2013

The Railway Man

Drama, Biografie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 26.06.2015 116 min.
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7.10
Die Liebe seines Lebens

Basierend auf der gleichnamigen Autobiografie von Eric Lomax zeichnet der Film das einfühlsame Porträt einer ganz großen Liebe.

Eric Lomax (Colin Firth) ist kein Mann der vielen Worte. Züge und Bahnstrecken interessieren ihn mehr als Menschen, und auch das Lachen gehört nicht zu seinen Stärken. Das ändert sich, als er die ebenso schöne wie warmherzige Krankenschwester Patti (Nicole Kidman) kennen lernt. Die beiden verlieben sich, und zum ersten Mal seit vielen Jahren hält das Glück Einzug in Erics Leben.
Zwar spürt Patti, dass ihm etwas auf der Seele lastet, aber sie wagt nicht, Eric damit zu konfrontieren.
Doch auch nach der Hochzeit kann Eric sich nicht öffnen. Er wird von Alpträumen geplagt und verschließt sich ausgerechnet vor der Liebe seines Lebens.
Erst Erics alter Freund Finlay (Stellan Skarsgård) erzählt Patti, was ihren Mann quält: Es sind die düsteren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, als die beiden britischen Soldaten in japanische Gefangenschaft gerieten und als Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen beim Bau der Eisenbahn von Birma nach Thailand mitwirken mussten. Patti nimmt sich vor, Eric ein für allemal zu erlösen. Doch als Eric erfährt, dass sein einstiger Peiniger Nagase (Hiroyuki Sanada) noch am Leben ist, bricht er voller Hass und Rachegefühle auf. Patti muss sich fragen, ob ihre Liebe wirklich stark genug ist...

Details

Colin Firth, Nicole Kidman, Stellan Skarsgård, Michael MacKenzie, Jeffrey Daunton, Jeremy Irvine
Jonathan Teplitzky
David Hirschfelder
Garry Phillips
Andy Paterson, Frank Cottrell Boyce
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Kritiken

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User Kritiken

  • Der Eisenbahn Fan
    Was da der deutsche Verleiher mit dem Originaltitel gemacht hat (von ‘Der Eisenbahnfan‘ (So nennt sich Lomax selber) zu ‘Die Liebe seines Lebens‘) ist ebenso verwerflich, wie dem Film sogleich das Etikett ‘Schmonzette‘ anzuheften. Klar, dass sich inhaltlich die ‘Brücke am Quai‘ aufdrängt, obwohl auch der Vergleich hinkt. Im Film von 1957 ging es viel distanzierter, distinguierter, einfach viel Englischer zu. Damals genügte es bereits Alec Guinness der gnadenlosen Sonne bei Entzug von Nahrung auszusetzen. Hier kommt die Folter direkter, akustisch unterstützt, dass es das Publikum aus den Sitzen brettert. In beiden Filmen ging es um Ehre, Menschlichkeit und Mut, um Verrat und Vorteilsnahme. Hier gibt es aber noch zwei weitere Ebenen: eine Liebesgeschichte und eine Psychostudie. Erstere mit zwei großartigen Darstellern: Nicole Kidman und Colin Firth liefern eine schauspielerisch reife Leistung ab. Mimisch minimalistisch, glühen sie innerlich. Und dazu noch die Message ‘Durch die Liebe kann man von einer posttraumatischen Störung geheilt werden‘. Den Gegenpol verdeutlicht Stellan Skarsgard. Die ausbleibende Rache wird durch menschliche Größe ersetzt. Täter und Opfer verschmelzen in ihrem Schmerz, der sie verbindet. Das ist meilenweit entfernt von der üblichen Westernmoral.
    Es bleibt ein beeindruckender Film, der sich auf die Memoiren von Eric Lomax stützt und der den Zuschauer mit einem flauen Gefühl im Magen entlässt. Wir fragten uns ‘Warum wohl?‘ Dabei hat der Film doch alles, was einen erfolgreichen Film ausmacht: Action, Liebe, Psycho-Kram.