Die Eiserne Lady

 GB 2011

The Iron Lady

Drama, Biografie 02.03.2012 ab 12 105 min.
6.40
Die Eiserne Lady

Der Film erzählt die Geschichte von Margaret Thatcher, der ersten weiblichen Regierungschefin Europas, und gibt ein überraschendes und intimes Porträt einer komplexen Persönlichkeit.

Margaret Thatcher kam aus einfachem Hause: Ihr Vater war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin.

Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus, politischer Haltung, bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt. Ein Mythos.

Der Film erzählt auch eine Geschichte über die Macht in der Politik, und welchen Preis man dafür bezahlen muss. Gleichzeitig ist er ein überraschendes und intimes Porträt einer außergewöhnlichen und komplexen Frau.

Details

Meryl Streep, Jim Broadbent, Alexandra Roach, Harry Lloyd
Phyllida Lloyd
Clint Mansell, Thomas Newman
Elliot Davis
Abi Morgan
Filmladen
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • perfekt gespielt - 1
    Wer ist Margaret Thatcher:

    Der 103 Minuten lange Film basiert auf dem Drehbuch von Abi Morgan den ich nicht kenne. Ich möchte bevor ich mal da was zum Film schreibe, etwas über die berühmteste britische Premierministerin, die es je gab, Margaret Thatcher schreiben. Nichts Besonderes nur ein paar Worte, damit man sich auskennt, oder ich mich, weil ich eben mir mehr merke wenn ich schreibe.

    Am 13.10.1925 wurde Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven geboren. Sie war Chefin der Konservativen Partei und von 1979 – 1990 war sei eben englische Premierministerin. Ein Begriff der mir nicht so sehr vertraut erscheint. Im offiziellen Amtsdeutsch ist ein Premierminister der ranghöchste Minister der Regierung des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Also eine Menge Aufgaben was der hat. Wer jetzt noch weiterlesen will, der Titel Premierminister ist ja nur die Kurzfassung, ja so was gibt es. Wie z.B. die Kurzfassung von Bundeskanzler für mich persönlich Trottel ist. Aber egal, Offiziell war Margaret Prime Minister, First Lord of the Treasury and Minister for the Civil Service of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Premierminister, Erster Lord des Schatzamtes und Minister für den Staatsdienst des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland).

    Ja irre lange was. Sie ist dafür zuständig an Zeremonien teilzunehmen, überall da zu sein, sie ist so was wie die englische Angela Merkel, sah ihr auch etwas ähnlich nur hat sie viel mehr Chuzpe gehabt und viel mehr Charakter als Angela, meiner Meinung nach. In England gibt es ein Kabinett kein Parlament, und sie ernennt dann die Abgeordneten, also so was wie Nationalratspräsidentin bei uns.

    Vor 1714 gab es ja den obersten Schatzmeister in England, seit der Zeit hat man dann den Premierminister eingeführt. Er ist in England eigentlich fast Staatsoberhaupt und für alles verantwortlich, wie der Diakon in der katholischen Kirche. Und wie alle vor ihm wohnt er in der 10 Downing Street in London, wo alle Premierminister vorher wohnten, wie der Papst im Petersdom. Z.B. der neue Premierminister den man ja kennt, Tony Blair, der wohnt in 11 Downing Street, weil ihm das besser gefällt.

    150.000 britische Pfund stehen ihm zu, seit neuestem dem Sparkurs nur 142.500 britische Pfund, Samt seinen Bezügen als Abgeordnete des House of Commons die ja 65.737 Pfund betragen. Aktuell verdient er 176.000 €.

    Zurück zu Margaret, sie hat eine Schwester, wuchs ärmlich auf, war Chemikerin, und hat das Softeis mit entwickelt. Sie war 1 x verheiratet hat 2 Kinder, die Zwillinge Carol und Mark, und lebt nicht mehr. Sie studierte Rechtswissenschaft und war als Anwältin tätig dann ging es 1953 oder so in die Politik, also vom Interesse her.

    Unter Ihrer Legislaturperiode stieg die Arbeitslosenquote auf 12,5 % und sank dann wieder. Durch die die steigenden Ölpreise wurde die Regierung unter ihr ziemlich schwach um wieder stark zu werden und befindet sich jetzt auf Abwärtskurs. Beim berühmten Falklandkrieg 1982 gegen Argentinien hat Thatcher ziemlich an Popularität gewonnen. Weltweit berühmt ist der 1984 gemachte Ausspruch “I want my money back“. Und sie hatte von der Zeit an, so um 1984, einen Feind, Bundeskanzlers Helmut Kohl, der sie gar nicht mochte.

    1990 oder so bekam sie den Order of Merit, das ist eine Auszeichnung um besondere Verdienste in Wissenschaft oder so, und 1995 bekam sie den Hosenbandorden, das ist der höchste englische Orden den es gibt, 1.000 Leute haben ihn ungefähr aktuell 2012.

    Gutes Biopic - 4
    Sie jedenfalls hat den Premierminister John Major in die Politik gebracht, der war ja Ihr Wunschkandidat. Und eben zwischen alle dem sieht man im Film Ihr Leben, was meiner Meinung nach wie gesagt viel zu kurz gefilmt war, wichtige Dinge, auf die wird nicht eingegangen. Der Film ist viel zu narrativ. Leider. Übrigens Ihr Ehemann wird von Jim Broadbent gespielt.

    Was wir denken das werden wir, meinte sie, hat Ihr Vater immer zu Ihr gesagt. Nun der Film hat super Dialoge und Sprüche, dass verdient Höchstwertung, Meryl Streep sowieso aber trotzdem kann ich dem Film nicht mehr als 85 Gesamtpunkt geben, oder 85,15 weil er mir einfach zu langweilig war, sie trug den ganzen Film die Streep, aber das war es auch schon, es fehlt einfach zu viel, es war einfach viel zu ruhig, aber mir hat der Film letztendlich doch sehr gefallen aber mehr als 85,15, 'ne sicher nicht.

    es fehlt etwas Spannung - 3
    Man hätte viel mehr darauf hinzeigen können wie sie mit Schwierigkeiten in der Männerwelt zu kämpfen hatte, man sah wiederum viel mehr Ihre Dialoge mit Ihren Bekannten, man hat wenig erfahren wie sie ins Unterhaus gewählt wurde, zur Abgeordneten ernannt, wie sie die Orden bekommen hat, der Film legt mehr Hauptaugenmerk auf andere Dinge die Privater Natur sind, Ihre Persönlichkeit usw. Ich mag generell Biografien im Kino, ich kann mich noch erinnern wie herrlich Filme waren wie „Die Asche meiner Mutter“ oder „Gandhi“ oder „Lawrence von Arabien“ oder „In einem fernen Land“ oder „Ben Hur“ mein Lieblingsfilm aber leider hat der Film viele Fehler gemacht, oder nicht gerade Fehler, vieles nicht gezeigt was in einen Film gehört.

    Sachen wie Essen Trinken, Sex und Crime, Verschwörung und Erklärung der englischen Politik, hätte der Film ruhig einflechten können. Zeit genug ist dazu gewesen. Ich hätte gerne mehr gesehen vom Wirtschaftskrieg gegen die BRD, vom Falklandkrieg, von den Auseinandersetzungen die ich so gerne sehe wenn ich mir 'ne Parlamentarische Sitzung angucke, ja das war alles nicht da.

    Cool war wieder als sie da so saß und erklärte dass sie keine Haare ändern möchte, Ihre Stimme nicht ändern möchte und dass sie so bleiben will wie sie ist, sie weiß das sie nicht akzeptiert wird, aber sie kämpft trotzdem für Anerkennung. Ich hätte viel lieber mehr über Margaret gesehen wie sie wirkt, was sie so macht und was weiß ich. Phyllida Lloyd die ja den Film „Mamma Mia“ mit ihr machte hat sich eben entschieden was anderes dieses Mal zu machen. Das Drehbuch umzusetzen dauerte sehr lange, war ja nicht so einfach. Und das fürs Kino umzusetzen, sicher nicht einfach. Was dem Film auch fehlt ist das Besondere, Super Kameraeinstellungen oder vielleicht Super Landschaft, ja das war alles nicht da.

    Das letzte Biopic das ich sah was unglaublich gut war und mir sogar besser gefallen hat ist dass mit dem stotternden König, der Titel fällt mir gerade nicht ein, uff der Film war gut.

    Die Gewerkschaft war entstanden um die Arbeiter zu beschützen und nicht um sie zu verhindern oder zu belästigen, es ist Zeit arbeiten zu gehen und dem Wort Großbritannien das Wort Groß zurückzugeben. Ja da kommt Freude auf wenn sie das sagt, eine Art ELISABETH Klon, was für 'ne Tolle Frau.

    Leider sah man auch nicht viel von Korruption, wichtige Dinge auf dem Planeten werden nur kurz angeschnitten, ich hätte mehr gerne von Krise und Verschwörung gesehen und man erfährt auch was von der IRA, einem Bombenanschlag, ja das war nicht übel, da hätte ich auch gerne mehr gesehen. Ein Film über die IRA wäre super.

    Anfangs wollte ja Thatcher gar nicht die Partei führen sondern nur dabei sein aber sie hat Anfragen bekommen dass sie dafür geeignet wäre ja das ist sie auch, sie war und ist es, die Eiserne Lady.

    Anfangen tut der Film sehr unspektakulär als sie einkaufen war, keiner kennt sie mehr, und man sieht sie wie sie Halluziniert, sie spricht und isst mit Ihrem 2003 verstorbenen Ehemann Denis. Als sie ein Buch signieren soll, schrieb sie Margaret Roberts statt Margaret Thatcher. Das war Ihr Geburtsname.

    Nachdem sie nach 1959 einen Parlamentssitz hatte, sprach sie dann bald für den Parteivorsitz der Conservative Party vor, was natürlich Ihrem konservativem Ehemann gar nicht gefällt. Ich hätte auch gerne mehr gesehen um die Luftschlacht um England, wo es sogar einen Film gleichen Titels gibt ja sie hat ja den Krieg miterlebt, da hätte man auch was zeigen können von Ihrer Kindheit.

    Leider etwas zu ruhig - 2
    Sie ist derzeit am 16. Platz unter den 100 größten Briten aller Zeiten und hat das billigste Gesundheitssystem in Europa mitgeschaffen wo man z.B. auf 'ne Niere 1 Jahr warten muss und bis zu 50.000 € zahlen muss oder so, ja genau weiß Ich das auch nicht.

    Sie lebt immer noch in England, sie ist alt, sie ist leicht senil, sie hat gesundheitliche Probleme und nun wurde ihr endlich ein würdiges Filmwerk gewidmet, ein Film mit der wohl besten Schauspielerin der Welt, Meryl Streep, die eine Rolle spielt die sich einfach einem ins Hirn prägt, die niemand hätte bessre spielen können auf dem Planeten außer Thatcher selbst, Thatcher hat nun ein Denkmal gesetzt bekommen das seinesgleichen sucht, einen Film der nicht so super spannend ist, mir zu politisch etwas, aber so hervorragend von Streep in Szene gesetzt das man beim halben Film einfach in Freudentränen ausbrechen muss, dazu die Musik, die Handlung ,die Vorgehensweise wie sie spielt, ja ich bin hin und weg, 100 Punkte für Streep.

    So jetzt zum Film:

    Wie sollen Lehrer unterrichten wenn sie kein Geld haben für Heizung im Unterricht und wessen Schuld ist das? Natürlich der obersten der Politiker, und dass hat sie echt vorgetragen, und Ihr war es egal ob sie 'ne Frau war oder beschimpft wurde als kreischende Hexe, und als Frau mit schriller Stimme.

    Oh Mann, ich wie nicht wie sie das gemacht hat aber Frau Streep ist so ziemlich – ja der absolute Wahnsinn, echt irre. Aber mal zum Film.

    Sie bekam natürlich den Oscar für 2012, den 3. Oscar für Streep, ein Weltrekord, Ihre 17. Nominierung, ein absoluter Weltrekord, nur Walt Disney hatte mehr. Der Film gewann 2 Oscars, wurde für 15 Nominierungen festgeschlagen und hat noch 12 weitere Preise gewonnen. Und das für einen Film der 13 Millionen US $ gekostet hat und 30 Mille in Amerika nur eingespielt hat, aber vom Anspruch her, von dem her was einen guten Film ausmacht, viel mehr wert als so mancher andere Film.

    Klar ist der Film nichts Besonderes, es ist einfach ein weiteres Biopic in der Liste der langen Biopics die Hollywood ins Kino bringt, aber dieses Mal über eine Frau über die man wenig weiß, und ehrlich gesagt, ich will gar nicht mehr wissen über sie und als ich aus dem Film kam oder fertig war, dachte ich mir ja der Film hat mein Leben nicht verändert, auch wenn Meryl Streep super spielt, aber es ist für mich persönlich nicht so interessant eine Frau zu sehen oder die Geschichte einer Frau die Ich nicht persönlich kannte und die für mich absolut uninteressant war.

    Anfangs dachte ich mir dass der Film eine Art Biographie ist, man sieht leider sehr viel von der Zukunft und hat Rückblicke in die Vergangenheit. Man sieht sie wie sie mit Alzheimer lebt und sich an früher erinnert, das ist schon ein guter Anfang, doch leider habe ich das Gefühl dass es umgekehrt besser wäre, einfach von der Geburt auf was zu zeigen, von Ihrer Zeit als Chemikerin usw. Szenen wie der Heiratsantrag vom Millionär Thatcher, ja das hat schon was, da bebt das Herz, da ist super Musik, das ist so was von cool gemacht, so richtig stark gefilmt, aber leider ist dass der Film nicht.

    Er hat viele ruhige Bilder, es fehlen die Spannungsmomente, dafür hat man herrliche Dialoge, eine Super Schauspielerin die ohne gleichen spielt und einfach eine gute Biografie, die etwas wirkt wie die Biografie von J.Edgar Hoover die Clint Eastwood verfilmt hat, die mir auch zu langweilig letztendlich war. Was daran liegt dass diese Leute viel Langweiliges erlebt haben.

  • EmTi und DiTi
    Der Film ist um historische Objektivität bemüht, dabei witzig und geistreich und außerdem noch herzerwärmend sentimantal. Das liegt zum einen an der genialen Schauspielkunst von Meryl Streep, zum anderen an den nicht minder gelungenen Schnitten. Anders als bei anderen Streifen zuschneiden sie die Handlung nicht, sondern vertiefen und erklären sie völlig unaufgeregt. Die Zeitbezüge sind für das Verständnis der Eisernen Lady ebenso wichtig wie ihre Herkunft und die Tatsache dass in den 70er Jahren eine Frau als Premierministerin praktisch undenkbar war.
    Es wird Maggie Thatchers politische Bedeutung ebenso gut dargestellt wie ihre persönliche Tragik. Dabei wird besonders an den Krankheitsverlauf äußerst behutsam herangegangen. Das geht unter die Haut. Man kann von ihr halten, was man will, der meschliche Faktor obsiegt. Auch ihr Mann Dennis, den sie liebevoll DiTi nennt, so wie er sie EmTi, erhält durch Jim Broadbent einen Darsteller von Format. So gelingt es, dass er hier zu Recht besser aussieht, als ihn die britische Presse Zeit seines Lebens dargestellt hat.
    Zeitgenössisch ziemlich genau, höchst unterhaltsam und informativ stimmen Ambiente und Atmosphäre. Und außerdem überstrahlt Meryl Streep alles und alle.
    Ein grandioser Film!