Die letzte Mätresse

 Frankreich / Italien 2007

Une vieille maîtresse

Drama, Erotik, Kostümfilm 104 min.
6.30
film.at poster

Die bevorstehende Hochzeit zwischen Ryno de Marigny und der Adeligen Hermangarde zieht die ganze Pariser Gesellschaft in ihren Bann, denn der Bräutigam hat seit Jahren eine Affäre mit einer Kurtisane.

Catherine Breillats großartige Adaption des autobiographischen Romans von Jules Barbey d'Aurevilly mit Asia Argento in der Hauptrolle:

Auf Ryno de Marigny (Fu'ad Aït Aatou) wartet eine märchenhafte Partie: Die Marquise de Flers (Claude Sarraute) möchte ihm ihre Enkelin Hermangarde (Roxane Mesquida) zur Frau geben. Allerdings wird in der feinen Pariser Gesellschaft über den Bräutigam erzählt, dass er schon seit zehn Jahren eine Affäre mit der Kurtisane Vellini (Asia Argento) hat. Getrieben von Zweifel und Neugier fordert ihn die Marquise zur Aussprache auf. Im Verlauf einer ganzen Nacht enthüllt Ryno ihr das wechselvolle Abenteuer seiner besessenen Liebe zu Vellini, der unehelichen Tochter einer italienischen Prinzessin und eines spanischen Matadors.

Seine Erzählung beginnt mit der ersten Begegnung, bei der ihn Vellini sofort fesselt. Bald darauf wird Ryno im Duell um sie von seinem Rivalen, ihrem älteren Ehemann, schwer verletzt. Nun lässt sich auch Vellini in die Liebschaft ein, die, mal von Liebe und Leidenschaft, mal von Hass und Intrigen angeheizt, das Paar bis in den Sadomasochismus treibt. Nun aber, vor der Hochzeit mit Hermangarde, will Ryno de Marigny sich vom Bann der schönen Kurtisane lösen. Ob Vellini ihn aber gehen lässt?

(Text: 3sat)

Details

Asia Argento, Fu'ad Aït Aatou, Roxane Mesquida, Claude Sarraute, Yolande Moreau, Michael Lonsdale, Anne Parillaud, u.a.
Catherine Breillat
Catherine Breillat, nach Jules Barbey d'Aurevilly

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die armen Männer
    Mitte des 19. Jahrhunderts überredet die Großmama den zukünftigen Schwiegersohn zu einer Lebensbeichte. Vor allem, weil es um sein früheres ausschweifendes Leben an der Seite einer Mätresse geht. Es folgen endlos lange Monologe / Dialoge, nur unterbrochen von ein paar unerotischen Bettszenen mit unbequemen Stellungen. Die Mätresse langweilt sich letztlich und leidet, weiß aber nicht, was ihr fehlt. Der Zuschauer auch nicht.
    Was will uns Catherine Breillat, das Enfant Terrible des französischen Films, hier sagen? Die Männer sind schwach. Heiraten eine Schöne, Kühle, Wohlhabende, die sich in der Beziehung aufopfert und zu allem schweigt? Aber lieben tun sie eine Wilde, Feurige, nicht standesgemäße, die uns bis an den Rand des Sadismus quält. Sie bereitet uns die höchste Lust. Na so was. Wer hätte das gedacht. Männer sind Opfer ihrer eigenen Sexualität. Willenlose Werkzeuge der Frauen. Unglaublich!