Die Passion Christi

 I/USA 2004

The Passion of the Christ

Drama 19.03.2004 
7.10
Die Passion Christi

Der letzte Leidensweg Christi in nie zuvor erlebter, bewegender Nähe.

Bereits bevor der Film das erste Mal gezeigt wurde, hat Mel Gibsons einzigartiges
Leinwandepos weltweit für immenses Aufsehen gesorgt. Der in Latein und
Aramäisch gedrehte, bewegende Monumentalfilm zeigt die letzten 12 Stunden im
Leben Jesu Christi (Jim Caviezeb~ Basierend auf historischen Quellen ruft uns
der Film in ergreifender Authentizität und mit überwältigenden Bildern den Tag der
Kreuzigung in Jerusalem ins Gedächtnis.

Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er widersteht der Versuchung des Bösen.

Verraten von seinem Jünger Judas Ischariot wird Jesus kurze Zeit später festgenommen. Die Anführer der Pharisäer bezichtigen ihn der Gotteslästerung und verlangen seinen Tod.

Jesus wird dem römischen Statthalter in Palästina, Pontius Pilatus, vorgeführt. Dieser hört sich die vorgebrachten Anschuldigungen an und erkennt schnell, dass es sich hier um einen politischen Konflikt handelt. Um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen, übergibt Pilatus die Angelegenheit an König Herodes. Auch dieser scheut ein Urteil und lässt Jesus zum Statthalter zurückbringen.

Pontius Pilatus überlässt es nun der aufgebrachten Menge Jerusalems, offen zwischen dem Angeklagten Jesus von Nazareth und dem Verbrecher Barrabas zu entscheiden, welcher der beiden begnadigt werden soll. Das Volk entscheidet sich für Barrabas.

Jesus wird den römischen Soldaten übergeben und von ihnen gefoltert. Schwer verwundet wird er wieder zu Pilatus gebracht, der ihn erneut der Menge vorführt als wolle er sagen: "Ist dies nicht genug?" Und abermals entzieht er sich dieser Verantwortung: Er befiehlt schließlich seinen Männern, dem Verlangen der Massen nachzugeben, die weiterhin den Tod Jesu fordern.

Der weitere Leidensweg ist besiegelt: Jesus muss selbst das Kreuz durch die Straßen von Jerusalem bis nach Golgatha tragen. Dort wird er schließlich an das Kreuz geschlagen. Im Angesicht des Todes stellt sich Jesus seiner letzten Versuchung: der Angst, von seinem Vater aufgegeben worden zu sein.

Mel Gibson, der als Regisseur und Produzent bereits mit BRAVEHEART das
weltweite Publikum begeistert hat, ist mit DIE PASSION CHRISTI ein einzigartiges
Meisterwerk gelungen. Seine Umsetzung der "wichtigsten Geschichte der
Menschheit" zeigt dem Publikum in nie zuvor erlebter, bewegender Nähe den
letzten Leidensweg Christi.

Details

Jim Caviezel, Monica Bellucci, Sergio Rubini, Rosalinda Celentano ua.
Mel Gibson
Lisa Gerrard, Rachel Portman
Caleb Deschanel
Benedict Fitzgerald, Mel Gibson
Constantin Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • jesus on the cross
    Es gibt keinen Skandal. All die Anschuldigen von Rassismus und Gewaltverherrlichung, die uns seit Monaten in den Medien begegnen, sind eine unbegründete Hetzjagd. Mel Gibson hat mit ¿Die Passion Christi¿ den kraftvollsten Film über den Leidensweg Jesu gedreht, den er zu machen wusste. Für ihn wird es auch der ehrlichste sein. Gibson hat seinen Glauben uneingeschränkt offen gelegt. Wenn der eventuelle Zuschauer durch eine andere Weltanschauung den Film ablehnt, ist dies nicht die Schuld des Regisseurs.

    Ich war durch etliche Reviews abgeschreckt, ins Kino zu gehen. Ich mag keine Gewalt, muss sie aber als Übel dieser Welt akzeptieren. Und wenn Film als Metapher fürs Leben gelten soll, kann ich mich nicht davon abwenden. Dieser Film ist nicht unerträglich. Er ist nicht das ¿Texas Chainsaw Massacre¿.

    Gibson stellt die Leiden Jesu in aller Härte und Genauigkeit dar. Die Schläge und die Hautfetzen, die von seinem Körper gerissen werden, tun weh. Doch irgendwann verwandelt sich die sichtliche Gewalt in enorme Trauer und wir weinen wegen all dem Hass in unserer Welt. Und wir weinen um Maria, die nicht verstehen kann, wie lange ihr Kind sich diesen Qualen aussetzt. Im Vordergrund ist das Blut und der Tod und dann nimmt uns Gibson an der Hand und zeigt, worum es ihm wirklich geht.

    In vielerlei Hinsicht ist es großartiges Handwerk, das von allen Beteiligten zu dem Projekt gebracht wird. Caleb Deschanels Kamera fängt von Beginn an eine verheerende und düstere Grundstimmung ein. Jedes der beeindruckenden Bilder hat eine Last zu tragen. Das Orchester an orientalischen Trommeln, das der Soundtrack beisteuert, erledigt den Rest. Die Erzählweise ist also nicht subtil. Man arbeitet mit klassischen Mitteln der Zuschauermanipulation und setzt diese wirkungsvoll ein. Doch das soll kein großer Kritikpunkt sein. Dieser Film könnte anders nicht funktionieren.

    Die pompöse Herangehensweise ist gleichzeitig seine Stärke und seine Schwäche. Zum einen erweckt sie starke Emotionen im Zuschauer, denen man sich nur durch unangebrachten Zynismus entziehen könnte. Andrerseits wandelt Gibson zeitweise auf dem schmalen Grat der Selbstparodie. Ich bin sicher nicht der einzige, dem ¿Monty Pythons Life Of Brian¿ in den Sinn kommt. Wenn Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung viermal in Slow Motion über Stiegen in den Sand fällt, kann man sich ein Stirnrunzeln nicht verkneifen. Außerdem wirkt der übertriebene Gebrauch von Horrorelementen etwas befremdlich. Aber wie gesagt, der Film ist nicht subtil, wenn es um Effekte geht.

    Die Geschichte, die erzählt wird, ist nicht revolutionär. Nicht nur jeder Katholik wird die einzelnen Stationen der Passion mitbeten können. Doch kein anderer Film über Jesus hat bisher diese Gefühle hervorgerufen. Martin Scorseses ¿The Last Temptation Of Christ¿, der in vielen Aspekten ein reiferer Film ist, hat mehr den Intellekt stimuliert. ¿The Passion Of The Christ¿ fährt direkt ins Herz. Die Bilder und die Gesichter der Darsteller bleiben in Erinnerung. Ob ich jede Einzelheit daran glaube, erscheint mir nicht so wichtig. Mel Gibson wird davon überzeugt sein und hat mit diesem Film einen der besten des Jahres gemacht.

    http://www.dc-upgrade.biz/filmreviews

    Re:jesus on the cross
    @ subhash

    ich verstehe, was du meinst. ich hab mich wahrscheinlich auch ein wenig unglücklich ausgedrückt. dass jesus sein leiden freiwillig auf sich genommen hat um jene, die an ihn glauben zu retten, nimmt natürlich eine schlüsselposition in unserem glauben ein. das würde ich nie anzweifeln.

    mir gefällt nur nicht, wie mel gibson dieses ereignis verkauft. der film ist doch wirklich gewalttätig bis an die schmerzgrenze und weckt stimmungen, die in so sensiblen zeiten wie diesen fast gefährlich sein können.
    und dann diese stereotypen: der verschlagene, bösartige jude (judas) und die brutalen römischen schlächter. mir stellen sich echt die nackenhaare auf, wenn ich sehe, wie manchen beiteiligten dieser geschichte pauschal die mütze des bösewichts übergestülpt wird. und die leute kaufen das ab, weil sich niemand die mühe macht, nachzufragen, warum römer brutal waren oder das jüdische volk vielleicht lieber nach einem radikalen revolutionär anstatt nach einem friedfertigen prediger verlangt hat. auch mel gibson gab sich diese mühe nicht. er hält sich strikt an das neue testament und judas ist mal wieder der "bad guy" obwohl er seinen ruf als verräter vielleicht nur einer fehlinterpretation des griechischen wortes "paradidomi" verdankt.
    deshalb ist dieser film auch keine offenbarung wie viele fanatische amis behauptet haben. er kaut einfach nur stur wieder, was in der bibel steht. wie gesagt, dieses glaubensbekenntnis ist zu simpel...

    Re:jesus on the cross
    @martl

    >million von menschen leiden selbst heute auf unserem erdball,
    >und ich möchte gar nicht davon anfangen, wieviele einen noch
    >grausameren tod gestorben sind, als christus!

    Es geht auch nicht um das Leiden, sondern wie du als Leidender damit umgehst. Meiner Meinung nach zeigt der Film eindrücklich, dass Christus den Automatismus von Gewalt-Vergeltung-Vergeltung der Vergeltung durch sein Annehmen durchbrochen hat. Darin scheint mir die "Erlösung von den Sünden" zu liegen. "Mutter, siehe ich mache alles neu" ist für mich ein Schlüsselsatz. Ein anderer: "Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre." Das ist die Erlösung von persönlicher Schuld. Alles, was geschehen ist, war Gottes Wille, ebenso wie alles was jemals geschehen ist, Gottes Wille war und ist. (Das beinhaltet natürlich sowohl die Zustände wie den Widerstand dagegen.) So war auch Christi Annehmen nicht *sein* Annehmen, sondern ebenso Gottes Wille, wie auch die Folterknechte seinen Willen taten.
    Diesen Gedanken auszuloten bis er "dein" Tun verändert, das ist die "Erlösung der Menschheit".

    --> http://satsang.subhash.at

    Re:jesus on the cross
    ich kann deine euphorie für diesen film nicht wirklich teilen, sorry. mit einigen dingen magst du ja recht haben, etwa was die detailgetreue ausstattung oder die guten darsteller angeht, aber ansonsten sehe ich das ganze etwas anders.

    was hätte man aus diesem stoff für einen tollen film machen können! das leben jesus' ist so voller wunderbarer geschichten. denn, und davon bin ich überzeugt, es waren sein leben und seine werke, welche den christlichen glauben ausmachen.
    aber mel gibson beschränkt dies alles nur auf sein grausames ende und hat ein schlächterepos sondergleichen geschaffen. dieser film ist so manipulativ und schreit so laut nach bekehrung, dass es fast weh tut. der einfache christ erschaudert in demut und scham, wenn er mitansieht, welche qualen christus für jeden einzelen von uns auf sich genommen hat. und wenn sich maria magdalena und die mutter jesus' madonnenhaft vor schmerz krümmen und jesus das fleisch in fetzen herunterhängt, soll der schock über das unfassbare unsere herzen öffnen für gott. sorry, aber dieses glaubensbekenntnis ist mir etwas zu einfach.

    es war nicht sein leid, das christus zu unserer leitfigur gemacht hat. (million von menschen leiden selbst heute auf unserem erdball, und ich möchte gar nicht davon anfangen, wieviele einen noch grausameren tod gestorben sind, als christus!). Es ist sein leben, sein mut und die unglaubliche botschaft seiner lehre von liebe und vergebung, die in einer zeit des hasses und der gewalt wahrhaft revolutionär gewesen sein muss. mel gibson film wird dieser außergewöhnlichen gestalt nicht einmal ansatzweise gerecht.
    einziger pluspunkt: noch nie zuvor habe ich die figur des teufels überzeugener empfunden. mit durchdringendem blick und vollkommen geschlechts- und alterslos wirkt er in diesem film um ein vielfaches überzeugender, als sämtliche seiner "kollegen" mit ziegenfuß und hörnchen.

  • Re:Leider wie erwartet schlecht
    hallo Cine_chris, danke für deinen beitrag und deine antwort an mich. ich sehe, du kennst dich ganz sicher besser aus, was die historie betrifft. da kann ich jetzt nicht wirklich was sagen, weil ich mich nicht auskenne. aber ich nehme deinen hinweis mit, es ist eher keine doku. darf dir und anderen einen tollen anderen film empfehlen: gegen die wand. wirklich spitze! sollte es hier interessenten für eine ins-kino-geh-gemeinde geben?


  • Nie zuvor in meinem langen Leben konnte ein Streifen mich so beeindrucken!Nicht wegen der Brutalität,denn:"Es ist,wie es war!",soll ein höchstrangiger Kirchenmann ja richtig gesagt haben.
    Was mich wesentlich mehr berührte war die Inszenierung der jeweiligen Charaktere.Ein wunderbarer Soundtrack und kaum Abweichungen vom Drehbuch,welches ja eigentlich vor 2000 Jahren verfasst wurde.
    Das Herumreiten auf angeblich nicht authentischen Details reduziert das Filmerlebnis m.E. auf einen jämmerlichen rationalen Status!
    Wie es wirklich war,und zwar im Detail,kann niemand wissen außer dem Schöpfer selbst.Darum geht es auch als letztes in diesem Meisterwerk von Mel Gibson,dem ich diese Leistung niemals zugetraut hätte.
    Alleine die Tatsache der extremen Polarisierung rechtfertigt allemal die Existenz dieses Films.
    Mein aufrichtiges Mitleid gilt den verbissenen Kritikern,die mich in abgeschwächter Form sehr stark an Kaiphas & Konsorten erinnern.
    Ihr Tunnelblick behindert weniger die anderen,vielmehr beeinträchtigt er ihre eigene seelische Gesundheit.
    Ihnen gilt aber ebenso meine Dankbarkeit,denn erst deren massive Kritik brachte mich dazu,mir den Streifen anzusehen und damit eine der größten Bereicherungen meines Lebens zu erfahren,ebenso massenhaft Diskussionsstoff.
    Aus meiner Sicht kann ich nur sagen:Unbedingt anschauen!Wen dieser Streifen kalt läßt,der muß schon einen ganz dicken Panzer um sein Herz haben!

    Re:
    ich kann ewolf nur zustimmen und gehöre nicht gerade zu denen, die jeden sonntag scheinheilig in die kirche laufen, um ihren heiligenschein zu polieren. allerdings bin ich der meinung, dass man zum glauben keine kirche, aber einen gott, oder etwas ähnliches braucht.
    auch mich hat dieser film sehr berührt und nur wer sich über diesen film nur oberflächlich gedanken macht, wird den sinn darin auch nicht verstehen...

    Re:
    Ja,Du hast m.E.vollkommen recht mit Deinem letzten Satz.Auch ich habe mich schon lange vom kath.Glauben distanziert,was mir aber noch lange nicht das Recht gibt,ihn pauschal zu verurteilen.(Und ich spreche bzw.schreibe nur von mir!)
    Ich habe viele Jahre gebraucht,um zu erkennen,daß in JEDER Glaubensrichtung aufrichtige u.eben andere Menschen am Werk sind.Das Gift darin ist m.E.der jeweilige Anspruch,die Wahrheit für sich gepachtet zu haben.Es ist immer leicht,andere aufgrund verschiedenster nicht ins Konzept passender Meinungen zu verurteilen.
    Eine aufrichtige Toleranz(welche natürlich Grenzen haben muß)ist nach meiner Erfahrung der Schlüssel zum friedlichen Dialog,aber meine Erfahrung hat auch gezeigt,wie schwierig das sein kann.
    Es bedeutet nämlich für den,der ehrlichen Herzens ist,u.a.ein Stück von seinem Stolz abrücken zu müssen,was einen ungemein schmerzhaften Prozess darstellt.Es führt zu dem heute ganz & gar unmodernen Wort "Demut",welche wiederum die einzige Möglichkeit darstellt,Frieden auf lange Sicht zu erhalten.
    Obwohl ich versuche,es zu leben,bin ich eher pessimistisch für die Entwicklung in globaler Richtung,aber:
    Niemals kann ich andere verändern,wenn ich nicht bei mir selbst anfange!
    Und wer hat uns das in Perfektion vorgelebt?Demut & kompromisslose Annahme der anderen,so wie sie sind?
    Aus meiner Sicht konnte das nur Jesus in Vollendung.
    Alles was ich beitragen kann ist mein ehrliches Bemühen,welches alle Fehler & Irrwege beinhaltet.
    Deshalb kann ein Film m.E.auch immer nur so gut sein wie ihn der jeweilige Betrachter aufgrund seiner Geschichte erlebt.
    Davon abgesehen ist für mich jeder Film,der derartig zu polarisieren vermag,ein Pflichttermin,was aber nicht zwangsläufig bedeuten muß,daß ich ihn dann auch gut finde.Es bedeutet für mich lediglich,daß er außergewöhnlich sein muß,was heutzutage schwierig genug ist.
    Jedenfalls bedanke ich mich für Deine Antwort,ich versuche auf vielen Ebenen zu lernen...

    Re:
    Also was mich wundert ist doch, dass religiöse Menschen und ein solcher scheinst Du Ewolf ja zu sein, diesen Film der uns einen Rachelüsternen Gott zeigt (ich sage nur Rabe) gutheißen können... Darin liegt doch die Unlogik an dem ganzen, oder es zeigt ganz einfach das einige unserer frommen Katholiken eben ganz und gar nicht Versöhnung und Vergebung predigen, wie es eigentlich geschrieben steht, sondern eben Rache! Ich selbst bin katholisch erzogen worden, wenngleich ich den Glauben nicht mehr praktiziere. Ehrlich gesagt: Ich fühle mich durch dieses Filmmachwerk sowohl aus theologischer als auch historischer aber auch Filmtheoretischer Sicht betrachtet in meiner Haltung zu 100% bestätigt! Wäre ich praktizierender Katholik, ich würde nach diesem Streifen beleidigt sein!

    Re:
    Genau da liegt das Problem.Ich bin NICHT der Meinung,daß mein persönliches Erleben & damit meine Kritik die Passion betreffend die einzig Gültige auf dieser Welt darstellt.
    Scheinbar ist es tatsächlich eine Passion,eine zu meiner Meinung konträre Stellungnahme stehen zu lassen,ohne den Verfasser ebendieser zu verletzen.
    Jesus wußte ganz genau,was er sagte,als er uns aufforderte:
    Liebet Eure Feinde!
    Indem wir es nicht tun,erhalten wir das Resultat..........

    Re:
    Also sei mir net bös aber ein halbwegs kritisch denkender Mensch der wenigstens über ein bisschen Grips verfügt kann erkennen das dieser Film mit Verlaub gesagt wirklich der letzte Dreck ist... Und wenn ich mir deine Rezesion so durchlese ist diese ohne weiteren Kommentares (da unwürdig hiefür) ins selbe Eck zu stellen! PS: Ich erfreue mich bester seelischer Gesundheit und kann dennoch von Kunstwerk und Machwerk unterscheiden...

  • Re:Leider wie erwartet schlecht
    Vorweg einmal muß ich sagen ich finde den Film wirklich gut.
    Vorallem alles was du hier so anprangerst fand ich genau richtig in Szene gesetzt. Die Zeitlupensequenzen, die überfrachteten Farben, all das macht den Film doch erst so richtig sehenswert. Schließlich ging es nicht darum die Xte Jesusverfilmung mit peinlichen Dialogen zu verfilmen sondern einen Movie auf die heutige Film-Zeit zugeschnitten. Das hierbei der Sound und die dazugehörigen MTV-Ästhetik zum Vorschein kommt ist doch ganz normal. J. Caviezell war schlichtweg genial und vor allem fand ich M. Morgenstern als Maria phantastisch. Belluchi muß ich dir recht geben war absolut fehlbesetzt und der Russe als Pontius Pilatus war leider wegen des schrecklichen Akzents nicht wirklich gut. Also wie gesagt ich finde diese Überzeichnungen des ganzen Themas macht diesen Film erst wirklich sehenswert. Selbst die Schockeffekte, obwohl der bei Judas schon übertrieben war, sind meiner Meinung nach gut gewählt. Der Teufel, Satan, whatever ist nur als Figur eingebaut worden um seine Versuchung, einen Gegenpart darzustellen.
    Was die Antisemitschen Vorwürfe betreffen, finde ich diese mehr als lächerlich. Aber wie wiedereinmal bewiesen wurde, über solche 'Aufreger' wenn sie gut gestreut werden lassen sich Filme verkaufen. Das Kaiphas nicht gut wegkommt ist einfach logisch und geschichtlich bedingt. Komisch das sich das Römer nicht über die Darstellung ihrer Vorfahren aufregen :-). Finde aufjedenfall, egal wie man zu diesem Thema des Filmes steht, handwerklich ist er überrragend gemacht.

  • Eben kirchentreu!
    Ich habe den Film nicht gesehen! - Das zum Anfang! Die Ausschnitte im TV als Werbebotschaften haben mich davon abgehalten. Denn wenn man schon recht real diverse Gewaltszenen ins Bild rückt, sollte man den Realismus im gesamten Film beibehalten und nicht folgende "Schnitzer" bringen:
    1.) Jesus trägt "sein" Kreuz zur Kreuzigungsstelle - ja aber wir alle wissen doch, daß er in Wirklichkeit nur einen Balken trug (nachzulesen in Originaldokumenten über die römischen Strafpraktiken). Ach übrigens im Film "Die letzte Versuchung Christi" mit Willem Dafoe ist die Szene gut dargestellt. Wirklich ein sehr guter Film!
    2.) Seine Hände wurden nicht in den Handtellern durchbohrt, sondern in den Handgelenken - auch eine gängige Praktik, die übrigens sehr praktisch war, denn dadurch wurde der Gekreuzigte stabilisiert und die Arme konnten sein Gewicht besser tragen. Auch zum Beweis "Das Turiner Grabtuch".
    Realistisch beschrieben ist die Szene auch im Buch "Agonie. Oder wie Jesus erfuhr, dass er ein Gott ist".
    Was ich damit sagen will: Beeindrucken kann mich der Film sicher nicht, unwahre oder falsch dargestellte Brutalitäten brauche ich mir nicht im Kino anzusehen, nur damit Hollywood saniert wird und Mel Gibson sich durch solche Hascherei in seinem Ruhm sonnt und die Geldscheine zählt. Es gibt wahrlich Besseres!

    Re:Eben kirchentreu!
    Richtig und sachlich kommentiert, meiner Meinung nach! Ich hätte mir diesen Film auch sparen sollen.Zum Glück hat der Film in Österreich keine Massenhysterie ausgelöst wie in den USA.

  • Re:Leider wie erwartet schlecht
    Ich habe den Film nicht gesehen! - Das zum Anfang! Die Ausschnitte im TV als Werbebotschaften haben mich davon abgehalten. Denn wenn man schon recht real diverse Gewaltszenen ins Bild rückt, sollte man den Realismus im gesamten Film beibehalten und nicht folgende "Schnitzer" bringen:
    1.) Jesus trägt "sein" Kreuz zur Kreuzigungsstelle - ja aber wir alle wissen doch, daß er in Wirklichkeit nur einen Balken trug (nachzulesen in Originaldokumenten über die römischen Strafpraktiken). Ach übrigens im Film "Die letzte Versuchung Christi" mit Willem Dafoe ist die Szene gut dargestellt. Wirklich ein sehr guter Film!
    2.) Seine Hände wurden nicht in den Handtellern durchbohrt, sondern in den Handgelenken - auch eine gängige Praktik, die übrigens sehr praktisch war, denn dadurch wurde der Gekreuzigte stabilisiert und die Arme konnten sein Gewicht besser tragen. Auch zum Beweis "Das Turiner Grabtuch".
    Realistisch beschrieben ist die Szene auch im Buch "Agonie. Oder wie Jesus erfuhr, dass er ein Gott ist".
    Was ich damit sagen will: Beeindrucken kann mich der Film sicher nicht, unwahre oder falsch dargestellte Brutalitäten brauche ich mir nicht im Kino anzusehen, nur damit Hollywood saniert wird und Mel Gibson sich durch solche Hascherei in seinem Ruhm sonnt und die Geldscheine zählt. Es gibt wahrlich Besseres!

  • Re:Nichts für schwache Nerven!!
    Du meinst wohl, WIR ordnen unsere eigene Menschlichkeit den "Führern" unter.

    Re:Nichts für schwache Nerven!!
    Hallo Willi ! Hast recht mit deiner Meinung, aber einen Menschen auszupeitschen und an`s Kreuz zu nageln, ist halt eine brutale Sache. Und wenn es Jesus gegeben hat, bzw. wenn er tatsächlich am Kreuz gestorben ist, dann war das sicher keine lustige, "cleane" Sache. Also für die Menschen unter uns, die an Jesus glauben, ist es sicher nicht schlecht, wenn sie sehen, auf welche Art er für sie gestorben ist. Ich finde, der Film ist, abgesehen von den üblichen Ausrutscher in Sachen Ausstattung, durchaus gelungen. Das dabei einige Juden und Römer schlecht wegkommen ist kein Grund zur Kritik - seit damals hat sich vieles geändert, eines ist aber gleichgeblieben: Der Politik und dem persönlichen Machtstreben unserer "Führer" wird einfach alles untergeordnet, und zu aller erst das was man Menschlichkeit nennt !

  • Re:Leider wie erwartet schlecht
    @Chris
    Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, und ist doch
    so reizvoll. Die Aussage es stehe so in der Bibel kann ich nicht zustimmen. Es gibt vier verschiedene(offizielle) Versionen der Geschichte (die vier Evangelien). Gibson hat ein "cruelst of" daraus gemacht. Und er hat andere nicht offizielle Quellen verwendet. (die
    Schmerzensvisionen einer extrem antisemitischen Nonne) Keiner der
    vier Evangelisten war dabei, oder hat Jesus gekannt. (sie wurden
    so zwischen 70 u. 110 nach Christus verfaßt) Diese Evangelien wollen
    die Leute vom christlichen Glauben überzeugen, und nicht einen geschichtlichen Vorgang wiedergeben! Also kann nicht von einem Dokudrama gesprochen werden. Nun zum Antisemitismus? Es ist so,
    daß die Juden die Hinrichtung des Juden Jesus fordern. Doch so steht
    es auch in mind. zwei der vier Evangelien. Es gibt eine lange Tradition
    des christlichen Antisemitismuses (die Juden die Gottesmörder)!
    Der Film ist das religiöse Dokument eines extrem konservativen
    Katholiken, und das sieht man dem Film an. Mich konnte der Film nicht
    berühren. Ich empfand, daß aus einer Frohbotschaft(Evangelium) eine
    Hassbotschaft wurde. Außerdem denke ich, daß Gibson ein handwerklich
    eher beschränkter Filmemacher ist. Der beste Film über Jesus ist für
    mich das "Evangelium nach Matheus" von Pier Paolo Passolini (einem
    schwulen atheistischen Marxisten)

  • Re:Leider wie erwartet schlecht
    Wollte bei deiner 'Darstellung des Filmes auch laut auflachen, vor allem, weil ich ihn, Gott sei dank, bereits gesehen hatte (norm. Weise lese ich die Kommentare vorher) Kingt alles, als ob du ein gewisses amerikanisches (rothschildsches) Magazin einfach überstzt hättest. Wer sich mit der damaligen Zeit etwas beschäftigt hat, weis, dass dieser Film ziaemlich gut die Wahrheit trifft. Abgesehen natürlich von gewissen Sequenzen die ein Holywoodfilm, anscheinend, einfach haben muss (in diesem Punkt muss ich Recht geben).
    Ich persönlich finde die Erzählung, mit all ihren Schwächen ganz gut (was bei mir ein Kompliment ist) und im Vergleich zu anderen Monumentalfilmen eich Spitze!

  • ...
    Wenn man bedenkt, was der Sinn des Films war, dann find ich ihn net soo schlecht, wie die Hälfte der Welt tut.
    Von Anfang an sollte es, meiner Meinung nach, eine realistische Darstellung des damaligen Geschehens sein. Dies wurde ja gut getroffen. Die Uniformen und die Kleidung könnten authenischer sein, aber pingelig sollte man bei Produktionen dieser Art nie sein. Ich finde, Mel Gibson hat sein Ziel erreicht, nämlich eine möglichst authentische Version der Leidensgeschichte auf die Leinwand zu bannen.
    Klar, dass einige Bugs zu finden sind. Jesus hat nie das Ohr geheilt, das Petrus abgeschlagen hat. Und meines Wissens nach hat Maria Magdalena auch nie das Tuch von der Frau des Pilatus bekommen. Jossef von Arimathea hat das Kreuz auch (so das NT) freiwillig getragen und es gab am Kreuzweg keine Palmen mehr. JOhannes sagt auch andauernd "Mutter" zu Maria, der Mutter Jesu. Dies war erst nach der Kreutzigug der Fall. Aber das sind Sachen, die bibelfesten Menschen auffallen. Nicht zu erwähnen die Nägel, die falsch eingeschlagen wurden und die Position am Kreutz, die, zurn damaligen Zeit, eher eine sitzende war, als eine stehende.
    Im Gegensatz zu anderen Monumentalfilmen allerdings (10 Gebote, Letzte Versuchung Christi,....) ist dieser Film der realistischste.
    Ich stimme vielen neg. Kritiken zu, allerdings sollte man sich überlegen, welcher Monumentalfilm jemals besser war. Und dieser Film ist eindeutig in diese Klasse einzuordnen, und nicht in die Kategorie Propagandafilm. Ich glaube als das wurde er gedacht, und als nichts anderes. Propaganda gabs fürs Christentum genug.

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