Dolores

 USA 1995

Dolores Claiborne

Drama, Thriller 132 min.
7.40
film.at poster

Eine junge Frau wird mit ihrer verdrängten Vergangenheit konfrontiert - nach einem Roman von Stephen King.

Über 15 Jahre hat Journalistin Selena (Jennifer Jason Leigh) ihre Heimatstadt Little Tall Island in Maine nicht mehr gesehen, und sie hatte auch gar nicht vor, jemals zurückzukehren. Da erhält sie einen alarmierenden Anruf: Ihre Mutter Dolores (Kathy Bates) wird des Mordes an ihrer Arbeitgeberin Vera Donovan verdächtigt. Widerwillig macht Selena sich auf den Weg nach Hause, um ihrer Mutter, zu der sie seit dem Tod des Vaters jeden Kontakt abgebrochen hatte, mehr oder weniger beizustehen. Schnell wird ihr klar, daß der ermittelnde Detective John Mackey (Christopher Plummer) eine Art privaten Rachefeldzug gegen Dolores führt. Vor fünfzehn Jahren konnte er ihr den angeblichen Mord an ihrem Ehemann nicht nachweisen, dafür will er sie nun mit allen Mitteln des Mordes überführen. Selena holt ihre Mutter übers Wochenende aus der Untersuchungshaft nach Hause, aber schon nach wenigen Stunden geraten die Frauen in Streit. Insgeheim glaubt auch Selena, daß Dolores für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Ist Dolores tatsächlich eine Doppelmörderin? Was ist damals wirklich passiert? Selena begibt sich auf eine schmerzensreiche Reise in die Vergangenheit und macht dabei eine schreckliche Entdeckung...

Details

Jennifer Jason Leigh, Kathy Bates, Judy Parfitt, Christopher Plummer, u.a.
Taylor Hackford
Danny Elfman
Gabriel Beristain
Tony Gilroy nach Stephen King

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mutter-Tochter Drama
    Das geniale an dieser Stephen King Verfilmung ist nicht die Verknüpfung von angeblichen Morden mit einem dramatischen Mutter-Tochter Verhältnis, in dem die Vergangenheit so erdrückend wird, dass sie nach Aufarbeitung schreit. Es ist auch nicht die außergewöhnliche schauspielerische Leisung von Kathy Bates und Jennifer Jason Leigh, sondern es ist das Fehlen des üblichen Horrorszenarios wie er sonst im Genre gang und gäbe ist. Hier knistert es zwischen Mutter und Tochter, sehr sensibel aufgezeigt und fein dosiert. Barsch prallen die verletzten Emotionen aufeinander bis hin zur Selbstzerstörung. Natürlich fehlen nicht die tatkräftigen Schlag-Zu-Szenen. Und außerdem ist es ein Frauenfilm, der die Botschaft enthält „Du musst ein Miststück sein, um zu überleben!“ Die männlichen Rollenträger kommen hier eher suboptimal weg. Und auch die Erzählweise tut ein übriges um Spannung zu erzeugen, oft mit Hilfe von technisch gut gemachten Rückblenden.
    Packend, erschütternd, unerbittlich!