Don't Come Knocking

 D/F 2005
Tragikomödie 26.08.2005 125 min.
film.at poster

Ein abgehalfterter Hollywoodstar erfährt, dass er womöglich ein Kind hat und entdeckt ein ganzes Leben, das ihm bisher entgangen ist.

Hollywoodstar Howard Spence hat schon bessere Zeiten gesehen. Heute lebt er nur noch von seinem früheren Ruhm. Nach einer weiteren durchzechten Nacht flieht er eines Morgens vom Set des Westerns, den er gerade dreht, und reitet auf und davon, wie einer der Helden, die er sein Leben lang gespielt hat. Nach 30 Jahren kehrt er in seinen Heimatort zurück und erfährt von seiner Mutter, dass er womöglich ein Kind hat, von dem er nie etwas wusste. Dies erscheint ihm das wie ein Hoffnungsstrahl und er macht sich auf den Weg nach Montana um dort nach seinem Kind zu suchen. Vielleicht war sein Leben doch nicht völlig sinnlos, vielleicht gibt es doch irgendwo einen Ort, wo er hingehört. So lässt er alles hinter sich und macht sich auf die Suche nach diesem Sohn oder dieser Tochter - und entdeckt ein ganzes Leben, das er bisher verpasst hat - und eine Liebe, die er verloren glaubte.

Details

Sam Shepard, Jessica Lange, Tim Roth, Gabriel Mann, Sarah Polley, Fairuza Balk und Eva Marie Saint
Wim Wenders
UIP

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • *gähn*
    einer der langweiligsten filme, den ich seit langem im kino gesehen habe ..

    nach million dollar hotel habe ich mich wirklich schon auf einen neuen film von wim wenders gefreut, aber ich hatte bei diesem film wirklich mühe nicht nach der hälfte schon aufzustehen und aus dem saal zu gehen.

    die story is dünn, die geschichte wird so unspannend und langsam erzählt dass einem nach jeder szene beinahe die augen zufallen und herausragende wendungen oder unvorhersehbare momente braucht man sich gar nicht erst erwarten (was man nach einiger zeit des gesehenen sowieso nicht mehr vorhat)

    die filmweise, die aufnahmen und die typische handschrift wenders in den szenenwechsel sind das einzige was man dem film noch positives abgewinnen kann.

    dennoch stellte sich mir nach 1,5 stunden (und noch immer keiner aussicht auf ein ende) die frage: warum, um gottes willen, macht man aus so wenig handlung einen film IN ÜBERLÄNGE?

  • nix besonderes
    trotz eininger netter szenen und ästhetisch gelungener aufnahmen ist der film als ganzes von der story her unzureichend und zudem ausgesrochen langweilig. man möchte ja gerne die netten bilder genießen aber der klischeehafte mit platitüden gespickte mühsame plot dringt immer wieder durch und ruiniert in seiner gewolltheit jedes aufkommende flair. ich möchte betonen, dass es nicht das die geschwindigkeit des films oder auch nicht das (was auch immer genau) er uns mit dem film erzählen will was anstrengt, sondern die billige und schlichtweg nervende art in der er dies tut. für mich zu mindest ist der film in seiner inkonsistenz und entfremdung zeugnis für wenders schwierige, wenn auch unasugereifte beziehung zu den USA. es mag menschen geben denen dieser film gefällt, aber ich habe den leisen verdacht dass es sich um unausstehliche selbsternannte kulturexperten handelt von denen sich der reifere verstand besser fernhält.

  • Don´t come knocking-soo boring
    also ich kann nur sagen, ich liebe ruhige atmosphärische Filme genauso wie schräge lustige wenn sie denn gut sind und ich habe in meinem Leben wirklich schon sehr viele Filme gesehen- ABER: so sehr meine Freundin und ich uns auch bemühten dem Film Irgendetwas an Gehalt abzuringen- es gelang nicht. Somit gehörte auch ich zu denen die den Film vorzeitig verliesen, meine Freundin hielt wacker durch . Dafür gebührt ihr das goldene Kinoverdienstabzeichen der Republik!!
    Die Klisches waren einfach nur platt, jedes Wort, jede Szene vorhersehbar, eine Phrase nach der Anderen. Anscheinend reicht es Wim Wenders zu heissen um bei einem Filmfestival prämiert zu werden.

    Mein Kinotip der Woche: spart euch das Geld und kauft euch dafür ne Cola und Popcorn, zwar nicht gesund , aber gehaltvoller!

  • Wim Wenders hat mich gebeten..
    ...klingt jetzt aufschneiderischer, als es sein soll. Irgendwie stimmts ja.

    Ich hatte heute das große Glück, noch eine Karte für die Österreichpremiere von Wim Wenders neuem - und das will ich gleich vorweg nehmen - wunderschönem Film "Don´t Come Knocking" zu bekommen.
    Er selbst, Tim Roth und Peter Schwartzkopff, der Produzent waren auch in Wien und haben sich den Film selbst noch mal ganz angesehen. Tim Roth sogar das erste mal.
    Und weil er mich so beglückt hat, habe ich mich beim Regisseur persönlich für diesen tollen Film bedankt. Jetzt kommt der Moment, an dem ich die Überschrift rechtfertige - Wim Wenders hat mich dann gebeten, fleißig weiter zu erzählen, wie sehr er mir gefallen hat. Und ich habe versprochen, noch heute Abend einen Artikel zu verfassen, was ich hiermit tue.

    Über den Film möchte ich gar nicht soviel erzählen, weil ich Geschichten immer am liebsten habe, wenn ich überhaupt nicht weiß wohin sie mich mitnehmen und noch tragen werden. Und dieser Film hat wirklich eine sehr sehr schöne Geschichte. Zum weinen und lachen und vor allem, um mit einem erfüllten Herzen aus dem Kino zu gehen, voll der lichtdurchfluteten Bilder aus dem amerikanischen Cowboyland, voll der angenehmen Ruhe, die diese sorgsam fotografierten Bilder zurück lassen, voll der Freude über die Schönheit, die alle menschliche Unvollkommenheit in sich tragen kann, wenn es der spannend unterhaltsame Plot und alle beteiligten so wollen. Und hier wollen alle: Sam Shepard, der mit diesem Script auch gleich sein neues Buch vorlegt (natürlich versehen mit etlichen wunderbaren Fotos vom Film und zusätzlichem Material), Shepard, der - weil Tim Roth so phantastisch war - auch noch mal eben eine herrliche Keksszene für ihn und die Hitchcock Schauspielerin, Eva Marie Saint aus dem Ärmel zaubert; Wim Wenders selbst, der während der Dreharbeiten, nach eigenen Aussagen ungewöhnlich gut geschlafen hat (wo ein Regisseur für gewöhnlich da gar nicht schläft), weil er wusste was für grandiose Zutaten ihm für diesen Film zur Verfügung standen; nicht zuletzt die außergewöhnlich gute Schauspielerriege: Sam Shepard, dem die Windungen des Lebens authentisch von Wüstensonne und Jack Daniels in die Gesichtsfalten gebrannt sind, Tim Roth der jeden Keks wert ist, Eva Marie Saint die nach dieser Rolle nur eine Steigerung kennt (ihr nächstes Projekt ist Supermans Mutter), Gabriel Mann und Fairuza Balk, die den Rock´n Roll in den Western bringen, schließlich Sarah Polley, die als strahlender Engel, im richtigen Moment diesen kleinen, notwendigen schups der Liebe zu versetzen vermag, und allen voran Jessica Lange, die hinter ihrem Lächeln aber auch jede scheinbar verborgene Gefühlsregung bis ins Detail spürbar macht, doch dort noch lange nicht aufhört. Natürlich sind die Bilder von Franz Lustig göttlich, der Soundtrack von T Bone Burnett gelungen und manchmal sogar zum niederknien (Bono (U 2) und Andrea (The Corrs steuern den Titelsong bei), und selbst das Filmplakat lässt kaum Wünsche offen...
    Ich kann dem Film nur den Erfolg wünschen, den er verdient.

    Auch dieser Film scheint allerdings nicht für jeden zu funktionieren, sogar bei der recht wichtig wirkenden Premiere (Viel Security und roter Samt, bei vollkommen freundschaftlich gelassener Atmosphäre im Saal selbst), haben einige Gäste das Kino vorzeitig verlassen. Wer also bereit ist, sich auf Wenders langsames Tempo einzulassen, keine MTV-Schnitte braucht um unterhalten zu werden und auch bereit ist, die Dramatik mit zu bekommen, die einem nicht werbemäßig aufbereitet aufs Auge gedrückt wird...

    ... Unbedingt ansehen!

    Und wer jetzt immer noch nicht genug weiß:
    http://www.dontcomeknocking.com/
    (Auf die Titelschrift im Foto klicken!!!)

    Boris Pietsch