Duell der Degen

 F/I/D 1997

Le bossu

Abenteuer, Action 128 min.
7.00
Duell der Degen

Frankreich, Anfang des 18. Jahrhunderts: Degenkünstler Lagardère (Daniel Auteuibpfreundet sich mit dem Herzog de Nevers (Vincent Pérez) an. Doch als der Herzog und dessen Frau von dem intriganten Cousin Gonzague (Fabrice Luchini) ermordet werden und Lagardère nur noch ihre Tochter - ein Baby - retten kann, kennt der Degenfechter nur noch ein Ziel:

Vergeltung für den Tod seiner Freunde. Zudem muss der alte Haudegen das Kind großziehen, ohne bekannt werden zu lassen, dass es noch eine Erbin für das Vermögen des Herzogs gibt.

Details

Daniel Auteuil, Fabrice Luchini, Vincent Pérez, Marie Gillain, Philippe Noiret, u.a.
Philippe de Broca
Philippe Sarde
Jean-François Robin
Philippe de Broca, Jean Cosmos

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Bucklige
    Abgesehen von der hübschen Alliteration ist der deutsche Titel weitgehend sinnfrei. Das Original heißt ‘Der Bucklige‘. Und so kann man über Glück und Unglück einer solchen Ausstülpung am Rücken trefflich philosophieren. Das tut man auch. Daniel Auteuil als Titelfigur sprüht nur so vor schauspielerischer Lust und beweist wieder einmal sein Können. Egal ob hier als Amme oder serviler Diener äußerlich à la Uriah Heep, er ist der großartige Seigneur ohne Furcht und Tadel. Er erscheint in Verkleidung als eine Mischung aus Cyrano und Quasimodo. Und um noch weitere geistige Väter zu nennen, ist er fechtmäßig fast so gut wie alle drei Musketiere zusammen.
    Es dauert zwar etwas bis der Kostümfilm in die Gänge kommt, aber dann erleben wir ein wunderschön bebildertes Szenario mit genug Action, in dem sich die Liebe eines Vaters in die eines Mannes verwandelt und zwar zu der schönen Aurore (Marie Gillain). Der Ziehvater beherrscht den Degen wie Scaramouche und kennt den tödlichen ‘Nevers-Stoß‘. Den kann er dann auch beim Erzbösewicht Gonzague (Fabrice Luchini) als finale Rache anwenden. Zur Freude der malträtierten Blanche (Claire Nebout) und dem in einer Nebenrolle aktiven Philippe Noiret. Die Handlung entwickelt sich fast im shakespeareschen Sinne – vor allem das Ende – und zum klassischen Adagio kommen alle Personen ‘just in time‘ noch einmal zusammen. Manchmal etwas bedächtig und mitunter in aller Ruhe erklärend, aber dennoch gute Unterhaltung.