Eat Drink Man Woman

 Taiwan/USA 1994

Yin shi nan nu

Romanze, Independent, Tragikomödie 123 min.
7.80
Eat Drink Man Woman

Der verwitwete Meisterkoch Chu hält seine Familie zusammen, in dem er seinen drei erwachsenen Töchtern jeden Sonntag ein opulentes Mahl auftischt

Chu (Sihung Lung), ein früh verwitweter Meisterkoch in Taipeh, hat mit seiner Lebensfreude auch seinen Geschmackssinn verloren. Jeden Sonntag bittet er seine drei erwachsenen Töchter zum Festschmaus. Doch die Tage dieses Rituals scheinen gezählt, denn die jungen Damen streben nach Selbstständigkeit.

Ich habe meinen Film wie ein Festessen für mein Publikum zubereitet. Manchmal scheinen die Zutaten nicht richtig zusammenzupassen, doch das ist nur ein Trick, um den Geschmacksnerven der Zuschauer ständig etwas Neues bieten zu können. Zu guter Letzt werden sie jedoch feststellen, daß das ganze Mahl wunderbar harmoniert. In EAT DRINK MAN WOMAN wird die Familienmahlzeit auf ein reines Ritual reduziert, auf eine Form ohne Inhalt. Der Film beschreibt, wie dieses Ritual die Menschen versammelt, gleichzeitig aber verbirgt, was sie voneinander trennt. Auch wenn es im Grunde genommen das Geschlecht ist, das den Film unterschwellig bestimmt, so bleibt das Essen trotzdem sein Hauptanliegen. (Ang Lee)

Details

Lung Sihung, Yang Kuei-Mei, Wu Chien-Lien u.a.
Ang Lee
Mader
Jong Lin
Wang Hui-Ling, Ang Lee, James Schamus;

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mister Wok
    Meister Lee hat eine unterhaltsame Familienkomödie abgeliefert. Hier steht der älterer Koch Chu (Sihung Lung) im Mittelpunkt, umgeben von drei Töchtern. Sowohl deren berufliche Orientierung als auch ihr unterschiedliches Alter sind gut ausgewählt. Die Handlungsführung geht vom Wok aus, beleuchtet den ganz persönlichen Bereich der vier Mitglieder der Familie Chu und kehrt letztendlich zum Wok zurück. Ang Lee wandelt hier fast unbemerkt auf Shakespeares Spuren. Lässt aber das Tragische (König Lear) beiseite und endet in einer Triple-Hochzeit. Ende gut, alles gut.
    Die flinke, farbenfrohe Zubereitung der Speisen in der Großküche und auch am heimischen Herd lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, die Geschmacksnerven werden aktiviert. Aber auch menschliche rührende Aspekte kommen vor. Schnelle, unorthodoxe Schnitte wechseln von Liebesszenen im Bett zum Truthahnaufblasen als Kochvorbereitung. Bevor wir diese heile Welt verlassen, überrascht uns Chu mit einem unerwarteten Heiratsangebot. Auch über die Folgen werden wir noch kurz unterrichtet. Das mit dem verlorengegangenen Geschmack ist auch ein netter Gag, der ins Bild passt. Charmant, hübsch und sehr unterhaltsam.