Ein Hauch von Sonnenschein

 H 1999

The Taste of Sunshine

Drama 04.02.2000 180 min.
Ein Hauch von Sonnenschein

Oscarpreisträger István Szabó erzählt die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie, die drei Generationen hindurch trotz gesellschaftlicher Barrikaden zusammenhält.

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors (Ralph Fiennes) in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte: Oscarpreisträger István Szabó (Mephisto) erzählt die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch - von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 - gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält. Hollywoodstar Ralph Fiennes (Der englische Patient) verkörpert die drei Hauptrollen.

Details

Ralph Fiennes, Jennifer Ehle, Rosemary Harris, William Hurt
István Szabó
Maurice Jarre
Lajos Koltai
Israel Horovitz, István Szabó

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Drei Generationen Sonnenschein
    Es ist großartiges Erzählkino. Mit eindrucksvollen Bildern erzählt Istvan Szabo die Geschichte der jüdischen Familie Sonnenschein über drei Generationen hinweg. Der besondere Kick ist, dass Ralph Fiennes jedes Mal die Hauptfigur darstellt. Der zeitliche Bogen spannt sich vom ersten Weltkrieg bis zum Ungarnaufstand 1956 und enthält eindrucksvolle Beispiele des Familienlebens, das von den politischen Ereignissen beeinträchtigt wird. Mit viel Geschick steigen die Sonnenscheins in jeder Epoche sozial auf, müssen aber auch Opfer bringen. Meistens stehen sie auf der Seite der Machthaber, nivellieren soziale Tabus und nutzen jede Chance, die sich bietet. Sie erfahren aber auch, dass Recht nicht immer Gerechtigkeit ist, welche Kraft ein Familienverband hat und dass alles vergebens ist, wenn man nicht authentisch bleibt, sondern von maßlosem Ehrgeiz getrieben, seine Wurzeln verleugnet. Sehenswert.

  • coal
    des is echt a guata füm
    monche leit glaubm es geht nur ums einibuan oda sunstwas.
    in wirklichkeit gehts nur ums FICKEN!!!!!!

  • Nachhilfe in Zeitgeschichte
    Ralph Fiennes in gleich drei Rollen zu besetzen, war sicherlich in erster Linie eine ökonomische Überlegung. Wäre der Film mit hierzulande unbekannten ungarischen Schauspielern gedreht worden, hätte er wohl kaum den Weg in österreichische Premierenkinos gefunden. Und das wäre schade! Denn die Thematik des Films ist gerade heute, gerade in Österreich leider nur allzu aktuell.


    Leider gerät István Szabo die Aufklärungsarbeit etwas zu lehrbuchhaft. Die Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn über fast hundert Jahre hinweg mag brauchbares Thema für einen dicken Roman, eventuell für eine Fernsehserie sein. Über drei Stunden lang im Kino ihre Geschicke und Missgeschicke zu verfolgen ist harte Kost! Durch die Beschränkung der Handlung auf jeweils wenige Menschen aus jeder Generation, mit der Figur der Valerie Sonnenschein/Sors als Klammer und Bindeglied wird zwar das Abgleiten ins Episodenhafte vermieden, es bleiben aber dennoch zu viele Stränge als dass der Eindruck der Geschlossenheit entstünde.

    Dennoch: hervorragende Schauspielkunst bis zu den Nebenfiguren und überdurchschnittliche aber solide Regiearbeit machen die drei Stunden zu einer guten Investition. Ein Film, an den man sich lange erinnern wird, Freunden der Schauspielerei genauso zu empfehlen wie an Zeitgeschichte interessierten.

    P.S.: Die Hauptperson jeder Generation mit demselbem Schauspieler (mit stetig abnehmender Barttracht) zu besetzen mag spleenig erscheinen, wirkt aber stimmig, wenn man die Handlung nicht als drei Geschichten dreier Menschen betrachtet, sondern als Entwicklung einer sozialen Gruppe, der sich zunehmend assimilierenden Juden der ehemaligen k.u.k Monarchie. Zudem ist glücklicherweise Ralph Fiennes schauspielerisches Potenzial groß genug, um drei verschiedene Charaktere differenziert und glaubhaft darstellen zu können.

  • ein fesselnder Film
    richtig mitreissend, der Familie über mehrere Generationen durch die letzten zwei Jahrhunderte zu folgen. Besonders der Realismus gefiel; jeder hat seine Fehler und Schwächen, kämpft bisweilen auf der falschen Seite, aber gerade das macht erst das Mitleben möglich, worin eine der Stärken des Films liegt.