Elegy oder die Kunst zu lieben

 USA 2008

Elegy

Drama, Romanze 14.08.2008 108 min.
6.80
Elegy oder die Kunst zu lieben

Eine ebenso leidenschaftliche wie tragischen Beziehung zwischen einem College-Professor und seiner Studentin, beruhend auf dem Kurzroman "Das sterbende Tier" von Philip Roth.

Die Spanierin Isabel Coixet, die bereits mit ihren eindringlichen Filmen MEIN LEBEN OHNE MICH (2003) und DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE (2005) international für Furore sorgte, ist die erste Filmemacherin, die sich einer literarischen Vorlage des ebenso gefeierten wie umstrittenen US-amerika-nischen Schriftstellers und Pulitzer-Preisträgers Philip Roth zuwandte.

So nachdrücklich, wie es vielleicht nur einer Frau möglich war, erzählt Isabel Coixet von Liebe, Vergänglichkeit und der Angst davor, eigene Wünsche und Gefühle zu formulieren. Spaniens größter weiblicher Kinostar, die bereits für den Oscar nominierte Penélope Cruz, und der britische Oscar-Preisträger Sir Ben Kingsley glänzen in den Hauptrollen.

Details

Penélope Cruz, Ben Kingsley, Dennis Hopper, Patricia Clarkson, Peter Sarsgaard u.a.
Isabel Coixet
Jean-Claude Larrieu
Nicholas Meyer nach Philip Roth
Tobis

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Das sterbende Tier
    Bei diesem ’Klagelied’ nach dem Roman von Phillip Roth hat sich Isabel Croixet
    sehr eng an die literarische Vorlage angelehnt. Das kommt der hohen Qualität der Dialoge zugute. Im Mittelpunkt steht das Liebesverhältnis zwischen David einem Professor (Ben Kingsley) und seiner Studentin Consuela (Penelope Cruz). Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen Jugend und Schönheit auf der einen Seite und Alter und Weisheit auf der anderen. Dadurch wird er gezwungen über sein Leben nachzudenken. Sie ist für ihn ein Kunstwerk und besitzt ’eine gewisse elegante Ernsthaftigkeit’. Er erschrickt über die Erkenntnis, dass er sich bisher stets verhalten hat wie ein Teenager. Und natürlich ist er besitzergreifend und eifersüchtig. Leise und sehr gefühlvoll kommen sich die beiden näher. Viele Großaufnahmen zeigen ihre Gesichter als Spiegel innerer Seelenkämpfe. Die Zukunft macht ihm jedoch Angst. Eine Vertrauenskrise entzweit die beiden. Er muss feststellen, dass sein Verhältnis zu Consuela ein Fehler war. Er hat das Unmögliche herausgefordert. Nach Jahren kommt sie zurück und hat Brustkrebs. Es kommt zu einem letzten Versuch, ihre Schönheit auf einem Aktfoto zu konservieren. Nach der OP zieht sich die Kamera diskret zurück. Wenn es eine echte Elegie ist, dann war’s das. Eine Klage über die verlorene Liebe oder über die Vergänglichkeit der Männlichkeit? Bei Roth steht allerdings David im Mittelpunkt: ‚Das sterbende Tier’. Nicht schlecht.