Elsewhere 1-6

 Österreich 2001
Dokumentation 120 min.
film.at poster

Insgesamt 12 Episoden über das Leben an den extremen "Rändern" der urbanen Welt

Ein Mann findet ein gefrorenes Rentier ohne Kopf. Eine Frau verbringt Stunden um für ihre Schweine zu kochen. Zwei Männer, die zwischen Eisbergen sitzen, beschweren sich über Brigitte Bardot und träumen von nackten weißen Frauen. Kinder spielen Nintendo im Regenwald, Kurze Momente von Anderswo.

Nikolaus Geyrhalter und sein Team sind jeden Monat des Jahres 2000 an einen anderen entlegenen Drehort gereist. Jede der dabei entstandenen Episoden ist 20 Minuten lang. Begegnungen an Orten fern der urbanen Welt, mit Menschen, die oft in Gegenden mit extremen klimatischen Bedingungen leben: Wüste, Schnee, Dschngel, Eis , Berge und Meer. Menschen mit unterschiedlichen Traditionenen und Sprachen: Tamashek, Sami, Ojihimba, Korowai, Kalaallisut, Kunwinjku, Ladakhi, Chantisch, Moso, Sardisch, Nisga'a und Faliasch.

Länge
240 Minuten, 12 Episodenab 6 Jahren

Details

Nikolaus Geyrhalter
Nikolaus Geyrhalter
Silvia Burner, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • keine Oberflächlichkeit bei Kulturen
    Oberflächlickeiten in einem Film existieren. Wir können andere Kulturen nie richtig kennenlernen, solange wir nicht selbst dort lebten. Ich denke einfach, das die Kultur von Urvölker nicht leicht zu verstehen ist. Sie wird auch nie so einsichtig sein wie Amerika oder Europa an sich, da so vieles passiert ist, die Menschen könen sich nicht mehr vollständig öffnen. Darum kann ein Dokumentationsfilm nur Oberflächlich sein

  • hm.
    Ich kenne Nikolaus Geyrhalter nicht persönlich, habe aber einige seiner Filme gesehen.
    elsewhere ist sicher der spektakulärste, aufwendigste. Ich mag die Art, wie er auf Menschen zugeht. Er selbst bleibt stets im Hintergrund, greift nicht ein, lenkt nicht. Er lässt Wiederholungen zu, lässt seinen Protagonisten Raum, gibt ihnen Zeit.
    Im krassen Gegensatz zu anderen ZeitgenossInnen, die in diesem genre arbeiten, führt er die Menschen nicht vor wie Zirkustiere, begeilt sich nicht an ihrer vermeintlichen Einfacheit. Nikolaus Geyrhalters Blick ist geprägt von der Liebe zu den Menschen, nicht von der Suche nach Skurrilem.

    Elsewhere ist ein wichtiger Film. Wahrscheinlich nicht epochemachend, aber richtungsweisend. Kein Jahrhundertwerk, aber ein Lehrstück in Sachen Achtung, Wertschätzung und Respekt. Eine gute Gelegenheit zu erkennen, dass wir alle eine grosse Famlie sind. Und ein Augenschmaus obendrein.

    Einmal kam ich auf einer kleinen griechischen Insel, auf der es weder Autos noch Strassen gibt mit meiner Videokamera dazu, als eine Frau mit ihrem alten Turnschuh einem Huhn auf den Hals trat und mit einem stumpfen grossen Messer ohne Genuss, aber mit großer Selbstverständlichkeit den Kopf abschnitt. Das Huhn flatterte, das Blut ergoss sich auf Schuh und Sand, während die Griechin mit dem Messer gestikulierte und froh von Gott, der Zeit und Wind erzählte.
    Das ist jetzt 14 Jahre her, aber die Erinnerung an diesen erhabenen Moment ist jetzt wieder ganz frisch.

    hingehen, erleben.

    cheers, brn

  • So was oberflächliches...
    Ich habe noch nie eine Dokumentarfilm gesehen der so oberflächlich ist. Es schient nicht zu dieser Jahrhundert zu gehören ... solche Filme hat man in den 1920'er Jahre gemacht um Leute zu beeindrucken/begeistern durch die Darstellung der Exotischen in fremden Kulturen. 'Elsewhere' macht nichts anderes, er wird keine Kulturelle Hintergrund gezeigt,... die Fremde antworten nur bestimmte Fragen und dadurch widerholte sich einige sachen, sie sind dargestellt als 'objekte' ohne /Hintergrund/Geschichte. Ich finde es typisch Eurozentrisch. Ausserdem hat Geyrhalter ca. 12 filme gemacht in 12 Monaten (sehr kurze Zeit für so viele verschieden Kulturen) durch herumreisen... und hat sehr wenig von jeder Kultur mitbekommen und weiter gegeben. Die Bilder sind toll... aber sonst nicht viel!

  • la vida es un viaje - disfrutalo!
    ein wahnsinnig toller film: man hat das gefuehl, mittendrin zu sein, im leben der indigenen voelker. leider sind die 4 stunden viel zu schnell vorbei, der film macht lust auf mehr, v.a. mehr reisen!

    sehr schoene bilder, momente & geschichten! absolut empfehlenswert!!!