Endstation Sehnsucht

 USA 1951

A Streetcar Named Desire

Drama, Literaturverfilmung 122 min.
8.10
Endstation Sehnsucht

Schauspiel-Duell, Generationen-Treffen, Geschlechter-Kampf: Die kultivierte Südstaaten-Prinzessin Vivian Leigh tritt gegen ihren working class Film-Schwager Marlon Brando an.

Eine neurotische Frau, die ihre weniger schöne Vergangenheit im Alkohol zu ertränken sucht, will bei ihrer Schwester unterkommen. Deren derb-brutaler Ehemann vergrault ihr einen Freund, wird immer zudringlicher und vergewaltigt sie schließlich ...

Schauspiel-Duell, Generationen-Treffen, Geschlechter-Kampf: Die kultivierte Südstaaten-Prinzessin Vivian Leigh, bemüht, den Schein besserer Tage zu wahren, tritt gegen ihren working class Film-Schwager Marlon Brando an. Brando ging im Unterschied zu Leigh, Hunter und Malden bei der damaligen Oscar-Verleihung für die Verfilmung von Tennessee Williams' Familien-Destruktions-Drama leer aus. (Isabella Reicher, Stadtkino)

Details

Vivian Leigh, Marlon Brando, Kim Hunter, Karl Malden, Rudy Bond, u.a.
Elia Kazan
Alex North
Harry Stradling
Oscar Saul, Tennessee Williams, nach dem gleichnamigen Stück von Tennesse Williams

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Kino für die Ewigkeit
    Bereits der deutsche Titel und der des Originals wetteifern um die beste Etikettierung dieses unglaublichen Films und treffen beide voll ins Schwarze. Elia Kazan schafft als Rahmen eine wirkliche Realität für die Straßenbahn mit dem seltsamen Namen. Ein Meilenstein der Literaturverfilmung (1951)! Das Drehbuch verwendet die Vorlage von Tennessee Williams fast wörtlich und der Regisseur verdichtet die Optik zu einer schwül beklemmenden Südstaatenatmosphäre. Dazu passt nur diese schwarz-weiß Fassung.
    Vivien Leigh (Blanche) und Marlon Brando (Stanley) in unerreichbarer Bestform in diesem intensiven Kammerspiel, in dem die Charaktere voller verletzlicher Sensibilität sind, aber auch mit hemmungsloser Gewalt agieren. Sie spielen zeitlos grandios – einfach in einer anderen Liga. Da wird einer zum Tiger mit scharfen Krallen und kurz darauf zum verheißungsvollen Liebestempel. Dann wieder zur uneinnehmbaren Festung, die darauf wartet sturmreif geschossen zu werden. Die Psychoduelle sind ein Seelenstrip für die Ewigkeit. Dabei steuert die Handlung in Richtung menschliche Katastrophe, in der Vivien Leigh langsam die Bodenhaftung verliert und im Nirwana landet. Dabei sollte aber nicht die zartfühlende zum Scheitern verurteilte Nebenromanze vergessen werden, die sie mit Karl Malden (Mitch) beginnt. Hier werden noch altmodische Ideale und brav-biedere Einfalt zusätzlich abgehandelt, was sogar zu vorrübergehender Komik führt. Aber es ist vor allem und immer wieder Vivien Leigh, die hochgradig neurotisch und äußerst narzisstisch überspannt dramatische Akzente setzt. Sie ist das Zentrum, um das die anderen Figuren kreisen. Ein echt tragisches Zentrum, in dessen Mitte auch noch vier Oscars stehen. Sicher ein Platz im Filmolymp! Das Remake in die Hutablage.