Es beginnt heute

 Frankreich 1998

Ça commence aujourd'hui

Drama 117 min.
7.50
film.at poster

Eine Stadt im Norden Frankreichs mit einer extrem hohen Arbeitslosenquote. Dort ist Daniel Lefebvre Direktor einer Vorschule.

Mit "Es beginnt heute" schuf Bertrand Tavernier einen engagierten, außergewöhnlichen Film. Seine brisante Forschungsreise in eine auch von den Franzosen ignorierte Region machte in Frankreich Furore und gewann etliche Preise. Tavernier schrieb das Drehbuch zusammen mit dem Lehrer Dominique Sampiero, der Vorbild für die Figur des Daniel Lefebvre wurde und dessen Erfahrungen den Stoff für den Film lieferten. Schule und Klasse sind authentisch, sie spielen nicht, sie leben ihre Geschichte. (ARD)

Details

Philippe Torreton, Maria Pitarresi, Nadia Kaci, Françoise Bette, Nathalie Bécue, Betty Teboulle, u.a.
Bertrand Tavernier
Louis Sclavis
Alain Choquart
Dominique Sampiero, Bertrand Tavernier

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Es liegt an den Eltern
    Eine realistische Sozialstudie, die Regisseur Tavernier geschrieben hat. Im Mittelpunkt steht Daniel, der Leiter einer Vorschule (überzeugend Philippe Torreton), die in einem sozialen Brennpunkt liegt. Er kämpft gegen Behörden, die sich hinter Bestimmungen verschanzen, Politiker, die leere Sprechblasen produzieren aber auch gegen die Eltern, die gewisse Vorschriften nicht beachten. Dabei ist er ein herzensguter Idealist, der im Grunde für die Kinder alles tut, damit es ihnen gut geht.
    Die Botschaft ist klar: die Wurzel allen Übels ist das Versagen der Eltern. Sie erziehen ihre Kinder nicht mehr, sondern parken sie vor dem Fernseher und selbst kleinst Selbstverständlichkeiten in Kommunikation und Umgangsformen müssen in der Vorschule eingeübt werden. Der Titel weist darauf hin, dass man sofort handeln muss, bevor es zu spät ist. Einige Figuren erhalten deutlichere Konturen, wodurch Betroffenheit hervorgerufen wird. Ultimative Kurzschlussreaktionen werden nachvollziehbar dargestellt, ohne dem Voyeurismus zu frönen. Neben den Landschaftsbildern aus dem nicht so malerischen Nordfrankreich, hört man als Kontrast noch aus dem Off lyrische Passagen von Daniel.