Exile Family Movie

 A 1994
Dokumentation 29.09.2006 92 min.
6.00
Exile Family Movie

Ein Film über Exil und Heimat, über Eltern, Großeltern, Geschwister und all die anderen nahen und fernen Verwandten einer persischen Großfamilie.

Eine iranische Familie, die seit fast zwei Jahrzehnten im politischen Exil in Europa und Amerika lebt, beschließt ein heimliches Treffen mit dem im Iran verbliebenen Rest der Familie. Trotz aller Gefahren findet dieses lang erwartete Wiedersehen in einem kleinen Hotel in Saudi Arabien statt. Das Familientreffen erweist sich als Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen, aber auch als ein berührendes Wiederaufleben der engen Familienzusammengehörigkeit, - ein Überschwang an Herzlichkeit, Lachen, Tränen und gemeinsamer Erinnerung.

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Arash T. Riahi
Karuan
Arash T. Riahi
Arash T. Riahi
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User Kritiken

  • Zielpublikum?
    Liebe Exiliraner!
    Ich sehe das ganze, wie könnte es anders sein, nicht ganz so polarisiert wie Ihr!
    Vorab: Ich finde diesen Film Weltklasse! So nah an einer Familiengeschichte teilnehmen, über ein Jahrzent gefilmt, die Charaktere älter werden sehen...

    Das Leid des Exils und die Freude am Wiedersehen ist so hautnah gezeigt!

    An alle NICHT EXILIRANER: Film ansehen, selber urteilen, statt urteilen lassen!

    Dies ist ganz einfach, ob mans will oder nicht, die wahre Geschichte einer Famile. Verfilmt und ins Kino gebracht. Wie das bei Konofilmen nun mal ist, sehen sich diesen viele Menschen an und haben noch mehr Meinungen dazu.
    Weiters glaube ich nicht, dass der Filmemacher einen Film von Exiliranern FÜR andere Exilirander gemacht hat! Vielmehr ist er für mich EIN Einblick in Eure Kultur, oder einen Teil davon, obs Euch passt, oder nicht.

    Und eines hat Arash geschafft: Ihr diskutiert kontroversiell über Euer Heimatland...

    Ich halte nichts von Monarchien, Diktaturen, Geheimnisskrämerein, Folter und Terror. Ich habe nichts gegen den Islam, genauso wie gegen die katholische Kirche. Da und dort gibt es Schattenseiten, v.a. wenns um Macht geht.
    Woher soll ein nicht Exiliraner filmische Informationen über das Land erhalten, die nicht Propanandamaterial oder Tourismusscheisse sind?

    Tatsache ist, das Leben im Iran ist anders als in Österreich. Kein besser, kein schlechter. Legitim ist jedoch, dass sich Menschen, die dort geboren sind, vielleicht ein Leben ausserhalb DIESER Heimat wünschen, zumal das Recht auf Meinungsfreiheit dort scheinbar anders gesehen wird, als bei uns.

  • ungewöhnlich, mutig u wertvoll
    Dieser Dokumentarfilm porträtiert auf sehr emotionale, da autobiographisch-personifizierte Weise die Komplementarität von einerseits tiefer Trauer, Weltschmerz, Verzweiflung über ein übermächtiges System und andererseits Liebe, ja bedingungsloser Liebe, Lebensfreude, menschlicher Schönheit, Komik, anhand einer Familiengeschichte, die Hand in Hand geht mit der neueren Geschichte Persiens.

    ...
    Vielen Dank für die Rezensionen, nicht besonders hilfreich, muss ich sagen! Wie es aussieht, muss sich wohl jeder selbst den Film ansehen, da die Meinungen weit auseinander gehen. Ich habe keine besonderen Kenntnisse bezüglich der iranischen Politik, vielleicht animiert mich dieser Film dazu, mich damit intensiver zu beschäftigen.

    Allerdings möchte ich hier was anmerken, und zwar ist mir aufgefallen, dass jede negative Kritik auf persönliche Angriffen und Unterstellungen gestoßen ist, was ich nur schwer verstehen kann, denn jeder hat eben eine andere Vorstellung von einem guten Film!?! Meine iranische Freundin und ihre Familie, die übrigens so viel ich weiß keiner politischen Partei angehörten, schwermten nur so von der vorrevolutionärer Zeit, etwas, was ich im Grunde oft bei den Persern, die ich nachher flüchtig kennengelernt habe, beobachten konnte.

    Wie auch immer, ich werde mir demnächst den Film anschauen und hier davon berichten. Meinen ersten iranischen Film.

    LG
    P.S: Sehr geehrter Herr Aufdecker! Sollte meine Meinung nicht positiv ausfallen, möchte ich Bond heißen, James Bond ;-)

    Sachliche Antworten Teil 2
    ...und weiter gehts:

    7. Sie nennen mich verächtlich einen ¿friedlich sozialistischen Moslem¿. Ich muss sie enttäuschen, mit Moslems habe ich nichts am Hut, bin auch kein Modjahedin oder Tudeh-Anhänger. Wenn ich von Sozialismus spreche, dann sicher nicht von verfehlten Vorstellungen irgendwelcher sowietabhängiger Gruppierungen, denn die Sowietunion war eine stalinistische Diktatur und daher ebenfalls abzulehnen. Ich spreche von Sozialismus im Sinne einer sozial gerechten freien Demokratie.
    8. Und überhaupt sollten wir nicht einen Diskurs darüber führen ob der Shah besser war oder die Mullahs, sondern uns eher den Kopf zerbrechen wie man die Mullahs endlich los wird!
    9. Um auf diesem Weg aber weiter zukommen müssen Sie noch eine grundlegende Vergangenheitsbewältigung bezüglich des Shahregimes vollziehen. Hier eine kleine Hilfe in Sachen Shah und seine Verbindungen zu Amerika sowie seine glorreiche wirtschaftliche Erfolgsbilanz:
    Quelle Wikipedia:
    ¿Mossadegh wurde in der Operation Ajax, ausgeführt durch die CIA im Auftrag der damaligen US-Regierung unter Eisenhower, gestürzt. Die Royalisten unter dem Militär wurden gezielt unterstützt und eine Woche nach dem Exil des Schahs in Italien war das Ende der Regierung Mossadegh besiegelt. Mossadegh wurde verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. In der nachfolgenden Zeit war Schah Reza Pahlewi einer der brutalsten Autokraten der Nachkriegszeit ¿ und zugleich Amerikas treuester Vasall im Nahen Osten. Der Schah herrschte mit Sondergesetzen und unterdrückte Parteien und Bewegungen... ¿ 1953 ¿ 57 In dieser Zeit wurden Anhänger der neuen nationalen Bewegung...verhaftet und teilweise hingerichtet. Die Geheimpolizei SAVAK, 1957 mit Hilfe der USA aufgebaut, wurde zum berüchtigten Instrument eines diktatorischen Regimes, das jeden Widerstand brutal unterdrückte.¿
    ¿Dennoch zeitigte das autokratische und korrupte Regime kaum Erfolge: Es herrschten Elend, Hungerlöhne und soziale Verwahrlosung. Die Hilfsgelder aus Washington dienten nur der Bereicherung der Elite. Der Großteil der Bevölkerung lebte unter erbärmlichen Bedingungen auf dem Land und in den wachsenden Slums der Vorstädte.¿
    ¿So wurde der Aufbau der Streitkräfte größtenteils durch amerikanische Militärberater durchgeführt, deren Zahl in den 70er Jahren auf 25.000 geschätzt wurde. Exorbitante Militärausgaben ruinierten allerdings die Staatsfinanzen und die Inflationsrate schnellte nach oben.¿
    P.S. Er war wirklich nicht so super, der Shah!

    Sachliche Antworten Teil 1
    Lieber Exiliraner,
    1. Ich verstehe nicht warum Sie den Shah verteidigen aber beleidigt sind wenn man sie einen Monarchisten nennt?
    2. Sie fragen warum der Vater des Regisseurs unter dem Shah sein Land nicht verlassen hat? Die einfache Antwort gibt ihnen ja der Film: der arme Mann konnte nicht aus dem Land weil er im Gefängnis gesteckt ist. Ich glaube ein Leben im freien Westen wäre ihm lieber gewesen als 15 Jahre Haft und Folter!
    3. Sie schreiben, dass Sie sich totlachen, dass ein Verwandter von mir unterm Shah im ausländischen Exil war. Nun, er hat das ganze weniger lustig gefunden. Inzwischen wurde er vom Mullahregime hingerichtet.
    4. Sie haben natürlich Recht, dass die Anzahl der Flüchtlinge und Hinrichtungen unter den Mullah gestiegen ist, aber was bringt es, einen brutalen Diktator wie den Shah zu verteidigen, nur weil nach ihm ein noch brutaleres System gekommen ist? Die Lösung wäre doch eine freie Demokratie und nicht die Rückbesinnung auf 3000 Jahre Monarchie.
    5. Sie schreiben, ¿dass die Weltbank zw. 1959-1978 eine 9,6 prozentige Wachstumsrate für den Iran bestätigt hat!¿. Nun die Schüssel-Regierung hat auch wirtschaftlichen Wachstum aufzuweisen gehabt und ist trotzdem abgewählt worden. Wirtschaftlicher Wachstum von dem nur die privilegierten Menschen der Gesellschaft profitieren ist eben nicht genug.
    6. Sie zweifeln, dass der Shah eine amerikanische Marionette war? Hier ein Zitat des amerik. Diplomaten George Ball (11.12.1978) (Quelle Wikipedia): ¿Wir haben den Schah zu dem gemacht, was er nun ist. Wir haben seine Vorliebe für grandiose weltpolitische Entwürfe genährt, wir haben seine Fantasien beflügelt. Wir haben ihn so sehr zum Pfeiler unserer Interessen im Nahen Osten gemacht, dass wir von ihm abhängig sind. Jetzt zerfällt sein Regime unter dem Druck der aufgezwungenen Modernisierung, und wir haben keinerlei Alternative.¿

    Teil 2 meiner sachlichen Antworten mit mehr Zitaten zu Ihrer Freude kommen gleich in einem neuen Posting

    Re:ungewöhnlich, mutig u wertvoll
    Also ich bin schockiert, wie hier ein Iraner auf den anderen losgeht. Der erste Schritt in Richtung Dialog und Miteinander scheint mir das nicht zu sein. Ich bin Österreicherin. Meine Kenntnis über den Iran bzw. Iraner beschränkt sich auf eine sehr wohlhabende Clique junger Leute, die Anfang der 80er Jahre mit mir gemeinsam aufs Gymnasium gegangen ist. Diese Iraner hatten tolle Kleider und fuhren mit sagenhaft teuren Autos zur Schule. Dann verfüge ich noch über Informationen aus Reportagen und Dokumentationen im TV und von einem Bekannten, der während des Iran/Irak Krieges in Teheran war. Insofern war es für mich sehr schön, hier mehr über den Iran zu erfahren. Diese subjektive Wahrheit einer für mich sehr sympathischen Familie, in der jeder sein darf, wie er ist, in der jeder den Anderen respektiert und achtet. Das hat mich sehr berührt. Ich habe dank dieses Films auch zum ersten Mal verstanden, was es bedeutet, wenn jemand nicht in seinem Land leben darf, seine Familie nicht sehen kann, sich einsam und allein fühlt in sehr bewegenden, einschneidenden Momenten. Diesen Schmerz konnte ich zum ersten Mal wirklich nachfühlen. Ich wusste im Kopf natürlich immer, dass das schwierig ist, aber hier habe ich es auch übers Herz begriffen. Den Eintrag mit den auswendig gelernten Dialogen verstehe ich überhaupt nicht, man sieht ja sofort, dass das hier kein Film im Sinne Hollywoods ist, mein Eindruck war viel eher, dass ein Sohn der Familie Geschehnisse mit der Kamera festhält, um alles - anfangs - für die Familie selbst zu dokumentieren. Das war alles. Also mich hat die Menschlichkeit dieser Familie berührt, die Emotionen, ich konnte wirklich Einsicht gewinnen, was es heisst, wenn du gezwungen bist, wegzugehen, in ein fremdes Land, wo du dich nicht immer willkommen fühlst und das oft von manchen Leuten auch nicht bist, von Leuten, die keine Ahnung haben, was es heisst, im Gefängnis zu sein, flüchten zu müssen, weglaufen zu müssen, nicht daheim sein zu können. Ich würde gerne viel mehr über dieses faszinierende Land wissen, die Landschaften kennenlernen, die Menschen, es muss ein faszinierendes Land sein. Was ich als Österreicherin glaube zu begreifen, ist, dass weder das Regime des Schah noch das Mullah-Regime eine glückliche Fügung für den Iran war/ist. Man kann natürlich diskutieren, was das größere Übel ist, und da gewinnt wohl die Mullah-Diktatur. Aber ich maße mir wahrlich kein Urteil an. Im Gegenteil. Ich fände es schön, wenn wir alle frei von Urteilen, Anmaßungen und Aggressionen friedlich miteinander leben könnten, auf einer Erde ohne Grenzen. Irgendwann wird es, das hoffe ich von Herzen, dem iranischen Volk gelingen, eine bessere Regierung zu bekommen. Ich wünsche ihnen und der ganzen Welt das wirklich. Kein Konflikt wegen Irananreicherung, Erdöl oder was weiß ich, sondern ein friedliches Land mit offenen Grenzen, wo Menschen wie sie wollen ein- und ausreisen können, in Freiheit, mit einem Lächeln im Gesicht. PS: Ganz besonders gefallen hat mir die junge Ärztin, sie ist intelligent, witzig, nimmt sich kein Blatt vor den Mund und hat eine tolle Ausstrahlung!

    Du schon wieder?
    Du "Kein Exiliraner" nennst dich auch gerne "Anna Rohrer", stimmts, dein posting kommt einem anderen verdächtig ähnlich vor,-), nur dass beim letzten mal du noch 8 Euro zum Fenster rausgeworfen hast und diesmal schon 10 Euro! Ich habs ja schon immer gewußt, der Euro ist ein Teuro, und ich frag mich wo du immer diese teuren Kinos findest! Nichts für ungut aber wenn man im Web searched um sich verschiedene Meinungen zu diesem Film zu holen, dann kommen einem permanent solche Zitate in die Quere:

    Das vielleicht schönste Bekenntnis zu Menschlichkeit und Toleranz seit langem. (allesfilm.com)

    Der erfrischendste österreichische Film des heurigen Jahres! (Tiroler Tageszeitung)

    Ein Pflichtfilm...unterhaltsam und humorvoll. (Oberösterr. Nachrichten.at)

    Das seltene Beispiel eines vielschichtigen Dokumentarfilms. (Kurier.at)

    Ein Familienfilm, der nichts mit heile Welt Klischees, aber dafür alles mit Liebe, Respekt und Weltpolitik zu tun hat. (Skip.at)

    Höchste Empfehlung! (DerStandard.at)

    Die müssen wohl alle dämlich sein, diese Kritiker,-) Nein ich weiß schon warum sie das schreiben, die können sich nämlich den Film gratis in der Pressevorführung ansehen und dafür zeigt man sich halt dankbar. Ich finde du solltest auch Filmkritiker werden...

    Monarchist?!!
    selbst wenn ich ein goldumrandetes bild vom Shah im Haus hängen hätte, würde es bloß meine dankbarkeit gegenüber seiner person zum ausdruck bringen. ich, im gegenteil zu ihnen, bleibe sachlich und werfe nicht mit dem wort "monarchist" um mich herum. wenn sie mich monarchist nennen, dann müssten sie wohl alle iraner im iran, der nun mal seit drei jahrtausenden mit kleinen unterbrechungen königreich war, "monarchisten" nennen! ich muss Sie enttäuschen, diese Etikette klebt nicht mehr, viele Iraner, die sich immer mehr mit der vergangenheit auseinandersetzen, haben pseudointellektuelle lügner schlichtwegs satt und haben die nase gestrichen voll, wegen lügen und propaganda dergleichen wie in diesem "film" zu millionen die heimat verlassen zu müssen. ich würde gern diesen in österreich aufgewachsenen "regisseur" fragen, warum sein veehrter vater nicht unter dem Shah seine Heimat verlassen musste?!! Sie und ich wissen die Antwort, ein Österreicher, der sich diesen Film reinzieht, nicht. Ein verwandter von ihnen musste unter dem Shahregime das Land verlassen? wahrscheinlich auch, weil er auch ein falsches buch gelesen hat, stimmt's? Ich lach mich tot, das hat aber nichts mit der unfassbaren realtät zu tun, dass die Zahl praktisch von null auf sechs verdammte Millionen gestiegen ist und weiter steigen wird. Wir wollen hier nicht von verwandten und bekannten sprechen, lieber herr "anderer exiliraner", sondern von Fakten, Ihre und meine subjektiven "Erfahrungen" sind irrelevant, es sind Zahlen und Fakten, die zählen und sparen Sie sich bitte ihre pseudohöfliche verlogene iranische art von wegen "Landsmann". ich bin nicht ihr Landsmann, mir ist ein Österreicher, der mir ins Gesicht sagt, wo es ihn juckt, um Galaxien lieber als ein "Landsmann", der stumpfsinnig und verbittert alles auf die längst vergangene Pahlavi-Dynastie abwälzt, die für die Modernisierung des Landes, Einführung einer Verfassung statt islamischer Gesetzgebung und Rettung der Frauen aus dem Mittelalter verantwortlich ist. Fakt ist, dass die Weltbank zw. 1959-1978 eine 9,6 prozentige Wachstumsrate bestätigt hat! Fakt ist, dass die wachstumsraten Irans höher waren als die der wohlhabenden OECD Staaten. Fakt ist, dass es auf Shahs persönlicher Rechnung geht, dass der Ölpreis von ca. 1.70 US pro Barrel im Jahr 1971 auf 11,75 im Jahr 1973 gestiegen ist, was den europäern und amerikanern mächtig auf den keks gegangen ist (unter anderem ein grund wieso sie ihm den rücken gekehrt haben), interessant dazu: http://www.youtube.com/watch?v=DKYlvyZwHHU&mode=related&search= (klingt wirklich nach einer amerikanischer marionette!!) er wollte einen fairen preis fürs Öl und herr mosadegh tat nichts anderes als seine pflicht als iranischer ministerpräsident, nicht mehr und nicht weniger! Eine andere Tatsache ist und bleibt, dass das prokopfeinkommen der iraner nur ein Jahr, nachdem Shah iran verlassen hatte, um 35% gesunken ist! heute noch, nach 28 jahren, konnte der lebenstandard von damals nicht erreicht werden, im gegenteil, nach eigenen angaben der islamisch-barbarischen republik iran leben 40% unter der armutsgrenze. "sozialisten" sagen Sie? wen wollen sie auf den arm nehmen? meinen Sie die sozialisten, die die provinzen west- und ost-azarbayjan zu gunsten der sowijets abspalten wollten und nun nach dem zerfall der Udssr plötzlich sozialisten heißen? dass ich nicht lache! Auch eine Tatsache ist, dass ein iranischer Staatsbürger außer für die "sozialistischen" staaten in südamerika und für Udssr KEIN Visum brauchte. Heute ist unser Pass den Wert von Toilettenpapier! Verbreiten Sie lügen, aber schreiben Sie sich das hinter die ohren, wir "monarchisten" sind unverbesserlich, ja! Wir "monarchisten" und ihr "friedliche sozialistische Moslems" lol ...


    Ich liebe iranische Filme und sehe alle, die hier gezeigt werden, mit Begeisterung, aber ich fand den Film ¿Exile Family Movie¿ zutiefst langweilig, die Charaktere wirkten auf mich gestellt und nicht überzeugend, die Gespräche auswendig gelernt und unnatürlich, die Gefühle unecht. Sollte nicht unbedingt in einem Film passieren, ich persönlich fühle mich bei so etwas leicht zum Narren gehalten. Ich sah etliche Male während des Films auf die Uhr, doch die Zeit verging einfach nicht. Nach etwas mehr als einer Stunde ging ich dann, weil ich merkte, interessanter oder spannender würde es nicht. Also mein Resümee: Wer zehn Euro für die Eintrittskarte unbedingt wegwerfen möchte, der kann sich diesen Film gerne ansehen. Der Rest sollte mit dem Geld doch eher etwas trinken gehen. ;-)

    unverbesserliche Monarchisten
    Lieber Landsmann,

    leider hat Sie das goldumrandete Bild des Shah's, dass wahrscheinlich irgendwo in ihrer Wohnung hängt im Laufe der letzten Jahre und Jahrzente sosehr geblendet, dass sie die Wahrheit gar nicht mehr sehen können, auch wenn es ihnen im Kino vorgeführt wird. Sie sind so verbittert, dass sie ab dem Augenblick als sie im Film erkannt haben, dass in diesem Film auch Linke vorkommen, ihre Scheuklappen aufgesetzt haben und nur mehr dagegen waren. Ihr Enttäuschung keinen Propagandafilm für die Wiederkehr der Monarchie zu sehen muss so groß gewesen sein, dass sie gar nicht mehr erkennen wollten, dass dieser Film genau das macht was sie so scheinheilig fordern: zumindest einen persönlichen Aspekt der Wahrheit zeigen. Und was der Film nicht macht ist genau das was sie kritisieren und im selben Atemzug selbst machen, nämlich die Schuld auf die anderen schieben. Der Film respektiert sowohl die Monarchisten in der Familie (die in Amerika lebenden) als auch die friedlichen Moslems und natürlich auch die sozialistische Familie des Regisseurs.
    Diser Film handelt von Demokratie im wirklichen, tiefen Sinn, den er bahandelt die Menschen und sein Thema differenziert und nicht verallgemeinern wie sie mit Ausdrücken wie "...diese Pseudointellektuellen Unruhestifter...diese Möchtegerndenker...diese undankbaren Menschen..." Ihre Wortwahl bezeugt ihre Aroganz und Ignoranz, ihren mangelnden Respekt anderdenkenden Gegenüber. Sie nehmen allen ernstes einen erbarmungslosen Diktator wie den Shah in Schutz und behaupten er wollte 1979 die Menschen wählen lassen um eine Demokratie zu errichten? Warum wollte er wohl zufällig im Jahre 1979 eine Wahl, ist er plötzlich nach 25 Jahren aufgewacht und war ein Demokrat! Nein, sicher nicht, er sah darin seine letzte Chance an Macht zu bleiben nachdem es auf den Straßen schon brodelte.
    Wie sie sicherlich wissen, gab es im Iran Anfang der 50er eine demokratische Bewegung unter Mossadegh, der wurde aber mit der Hilfe von England und Amerika von ihrem "König" gestürzt. Reden sie also nicht vom Shah, als den Verfechter der Demokratie und geben sie sich selbst zumindest zu, dass ihr König nur eine Marionette von Amerika und England war. Unter dem Shah gab es nicht wie sie behaupten ein Paar "Ungereimheiten, Verzögerungen und Fehler", es gab eine erbarmunglose Diktatur, den in der ganzen Welt gefürchtetsten Geheimdienst (Savac), zigtausende Hinrichtungen politischer Gefangener...Und natürlich gab es in Europa auch iranischen Flüchtlinge, ich selbst hatte einen Verwandten, der politischer Flüchtling war! Die Diktatur des Shah hat uns diese, vielleicht noch unbarmherzigere Mullahdiktatur gebracht und nicht Intellektuelle wie der Vater des Regisseurs, die ein Leben lang für eine freie Welt gekämpft haben. Schämen sie sich nicht, einen Mann, der wegen des Lesens von Büchern zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde und erst nach der Revolution frei gekommen ist, als Täter hinzustellen, der Khomeini unterstützt haben soll (das kann man ja natürlich am besten aus einer Gefängniszelle!). Entweder sind sie zu Jung um die Wahrheit über unser Land erkennen zu können oder sie sind zu alt und verkorkst um die Dinge differenziert betrachten zu können, denn zumindest eines sollte inzwischen klar sein: es gibt keine
    einfachen Lösungen auf der Welt. Anstatt dem Regisseur Tipps zu geben wie er mit seiner Familie umgehen soll, lesen sie sich lieber ein paar objektive Bücher über die Shahzeit durch und hören nicht auf irgendwelche Behauptungen von verbitterten Monarchisten, die vielleicht etwas von ihrem Reichtum verloren haben...Und im übrigen bin ich der Meinung, dass der prozentsatz der guten und schlechten Iraner genauso ist wie die der guten und schlechten Menschen anderswo auf der Welt. In diesem Sinne wünsche ich noch good night and good luck und träumen sie schön von ihrer Monarchie,-)

    Wir Iraner sind zu 70% schlecht und zu 30% gu

    einfach unfassbar
    Dieser "Film" ist ein wunderbarer beispielloser Film, ja geradezu perfekt! Aber nicht wegen seines Wahrheitsgehalts oder weil er die Realität wiedergibt und auch nicht wegen seiner Unterhaltsamkeit, sondern weil er wie kein anderer Film zuvor die schizophrene Haltung, die Arroganz, aber vor allem die Ahnungslosigkeit unseres Volkes zum Vorschein bringt. Das ist mit Sicherheit nicht das Ziel dieses Filmes gewesen. Natürlich mag dieser Film bei denjenigen, die sich mit dem Thema Iran nicht intensiv auseinandergesetzt haben, gut ankommen, doch einer, der was vom Thema versteht, wird den Kinosaal nach spätestens 15 Minuten verlassen! Es ist eine ungeheuere Beleidigung für viele Iraner, dass ein derart poltisch motivierter Film voller Falschinformationen auch noch einen Preis gewonnen hat! Es geht in dem ganzen Film nur darum, islamischen Fanatismus und Mullahdiktatur mit der Zeit davor (der Monarchie) gleichzusetzen, um von Taten dieser Pseudo-Intellektuellen, wie die von Herrn Papa im Film, abzulenken und sich selbst in einer schönen fehlerfreien Opferrolle zu zeigen. Was in diesem Film nicht verraten wird, ist, dass eben GENAU diese Möchtegern-Denker und Revolutionäre dieses wunderbare Land in die unumkehrbare Sackgasse geführt und seine Bevölkerung in Unglücklich und Elend gestürzt haben. Es wird nicht ehrlich zugegeben, dass diese heiligen Kämpfer gegen den Schah (König) diejenigen sind, die mit allen Mitteln Khomeini unterstützt haben, wonach sie dann allerdings von Khomeini und seiner Bande, nachdem der Erfolg erzielt wrude, massakriert wurden und aus dem Spiel geworfen haben. Sie sagen nicht ehrlich, dass wir unter der Monarchie, die daran drauf und dran war ihr Ziel, nämlich die konstitutionelle Monarchie, zu erzielen, keine politische Flüchtlinge im Ausland hatten, wogegen heute mittlerweile zwischen vier und sechs MILLIONEN Iraner ihre Heimat verlassen mussten und noch sehr viele Millionen folgen würden, wenn sich eine Möglichkeit für sie ergeben würde. Sie erwähnen nicht wahrhaftig, dass Iran als nächster Nachbar des Kommunismus mit existenziellen Problemen zu kämpfen hatte und dass die Oposition entweder exterm links und unter direktem Befehl der Sowjets stand oder aber die totale Islamisierug und Einführung der Scharia (islamische Gesetzgebung) forderte! Das waren die Alternativen und diese Pseudointellektullen Unruhestifter waren entweder von einem oder von anderem Holz geschnitzt, was wir auch bei der rot-schwarzen "Revolution" (Kommunisten und Islamisten) schlussendlich erlebt haben. Kommunisten waren nicht gerade die besten Freunde von westlichen Ländern wie Frankreich, Amerika, England, also wurden sie fallengelassen, Islamisten wurden mit aller Kraft unterstützt. Nun dürfen Sie, lieber Leser, drei mal raten, welche Hintergrundgeschichte und politische Gesinnung diese so arme und unterdrückte Familie wohl haben könnte. Es ist inzwischen eine iranische Eigenschaft geworden, alles den anderen in die Schuhe zu schieben, doch nie die eigenen Taten in Frage zu stellen! Es gab unter Schah Ungereimheiten, Verzögerungen und Fehler, keine Frage, der Schah hatte schlichtwegs das Pech, Kaiser eines so geopolitisch wichtigen Landes wie Iran mit äußerst abergläubischen, undankbaren Menschen wie uns Perser zu sein. Er hatte fürs Jahr 1979 Wahlen angekündigt und Iran wäre heute mit Sicherheit kein rückständiges Land gewesen, dessen Regierung alle möglichen Terrorgruppen mit Geld und Waffen versorgt, sonder ein demokratisches erfolgreiches Land, das ist ein Fakt, das nun selbst die eifrigsten Revolutionäre von damals eingestehen. Herr Arash spricht nicht die Wahrheit, weil es ihm in dem Film eigentlich gar nicht um die Wahrheit geht, sondern um die Wiederholung leerer Behauptungen, die jeder kennt. Der einzige sinnvolle Satz im Film war: Wir Iraner sind zu 70% schlecht und zu 30% gut. Was ich Herrn Arash raten kann ist, dass er ohne Vorurteile und ohne Überbewertung der politischen Gesinnung seiner Eltern arbeitet.