Fata Morgana (2013)

A, 2013

IndependentAvantgarde

Mit nicht weniger als der Frage nach dem Sinn von Sein sind die drei Protagonisten des Films 140 Minuten lang beschäftigt.

Min.140

Ein Mann, eine Frau, beide vom Leben gestreichelt wie gegerbt. Mal sind
sie in einer Wüste, meist aber in einem verfallenen Haus in einer
Landschaft, unwirklicher als die dunkle Seite des Mondes. Sie sprechen
miteinander, füreinander, aneinander vorbei, zueinander, umeinander. Sie
sprechen von ersten und letzten Dingen, mäandernd, sich rückversichernd,
forschend, fragend,in Bekenntnissen und Reminiszenzen, einander
umkreisend, und immer in Gedanken-, Satzfragmenten. Wonach suchen sie
dabei? - Vielleicht: einem Wort, Gefühl, durch das man ruhiger dem
Ewigkeitsschrecken begegnen kann. Das alles in einem kristallinen
Schwarz-Weiss, in Bildern wie Monolithen, voller Töne klar und hart.


Peter Schreiners Werke haben sich immer schon allen Definitionen
verweigert - sie sind stets Hybride, Spiel-, Dokumentar-,
Experimentalfilme in einem; genauer wäre es zu sagen: Sie sind
unentfremdet, gestaltet exakt entsprechend seinen Bedürfnissen wie
Wünschen. Für Schreiner ist das Kino ein Weg zum Menschen, ein Angebot
zur Begegnung, damit auch eine Aufforderung zur Konfrontation mit sich
selbst. FATA MORGANA ist mit das Schönste, wie Notwendigste, was das
Kino der letzten Zeit hervorgebracht hat - ein Werk der
Selbstentäusserung, -befragung, erfüllt von einer ganz raren, sinnlichen
Spiritualität. (Olaf Möller, 2013)

  • Schauspieler:Awad Elkish, Christian Schmidt, Giuliana Pachner

  • Regie:Peter Schreiner

  • Kamera:Peter Schreiner

  • Autor:Peter Schreiner

  • Musik:Johannes Schmelzer-Ziringer

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