Fenster zum Sommer

 D 2011
Drama 18.11.2011 96 min.
6.40
Fenster zum Sommer

Ein Film über eine Liebe, die sich nicht an die Grenzen der Zeit hält, und die so groß ist, dass sie nach einer zweiten Chance verlangt.

Ein Sommer in Finnland. Juliane (Nina Hoss) verbringt den ersten gemeinsamen Urlaub mit ihrer großen Liebe August (Mark Waschke), für den sie ihren langjährigen Freund Philipp (Lars Eidinger) verlassen hat. Ganz plötzlich wacht sie, wie durch einen Zeitsprung, wieder im verschneiten Berlin auf. War der Sommer nur ein Traum? Hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen macht Juliane sich erneut auf den Weg in die Zukunft ...
Lässt sich das Schicksal austricksen? Und wie verhält man sich, wenn man seine Zukunft schon zu kennen glaubt?

Details

Nina Hoss, Mark Waschke, Lars Eidinger, Fritzi Haberlandt
Hendrik Handloegten
Timo Hietala
Peter Przybylski
Hendrik Handloegten
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Reise nach Finnland
    Regisseur Handloegten spielt mit der Zeitschiene und zwar recht intelligent. Anfangs mag es ja noch reichen, wenn er einer seiner Figuren den Satz in den Mund legt ‘Der Verstand kann keine Sache des Herzens erklären‘. Typisch Romantiker! Doch wie er dann die Handlung zeitlich mischt, wiederholt und neu knüpft macht eine Allerweltsgeschichte zu einer interessanten Psychostudie. Juliane (Nina Hoss großartig wie immer in ihrer ganzen weiblichen Mystik!) trägt den Film, in dem sie aus der Zeit fällt. Sie gerät in eine andere Umgebung mit lauter vertrauten Gesichtern. Es wird entblättert: zwei Männer gibt es: Philipp (Lars Eidinger) quasi ihr Mann und August (Mark Waschke) quasi ihr Zukünftiger. Und den Unfalltod ihrer Freundin Emily (Fritzi Haberlandt).
    Diese drei Pfähle stehen fest auf der Piste von Julianes Leben. Sie umfährt sie auch schon mal aus verschiedenen Richtungen. Mal erkennen sie sie (dann sind wir in der Vergangenheit), mal erkennen sie sie nicht, dann sind wir in der Zukunft oder Gegenwart.
    Die Zeitpfeile gehen in verschiedene Richtungen z:B. ‘Am 8. Mai werde ich mich in dich verlieben‘, schreibt Juliane August oder ‘Es gab eine Zeit, da waren wir ein Paar‘.
    Dramatisch wird es, als Juliane versucht in die Zukunft einzugreifen, weil sie die Vergangenheit kennt. Das geht natürlich schief. Aber sonst kann man sich die Liebesgeschichte zusammenreimen.
    Durch das Verlassen einer fest vorgegebenen Zeitebene verliert man die Bodenhaftung und schwebt mit den Akteuren für kurze Zeit davon, bis man mit Juliane und August wieder gemeinsam landet und das Fenster zum Sommer wieder schließt.