Flags of our Fathers

 USA 2006
Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 19.01.2007 132 min.
7.10
Flags of our Fathers

Clint Eastwood erzählt von den Hintergründen einer berühmten Kriegsfotografie: sechs Männer hissen im 2. WK die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima.

Dieses Foto aus dem Pazifikkrieg hat sich uns unauslöschlich eingeprägt - ein kurzer Augenblick, auf Film verewigt: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.

Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität während der zermürbenden Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich das Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen die ungeheure Übermacht zu behaupten, sofort zum Inbegriff von Heldentum.

Da das Foto diesen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden "Fahnenhisser" von der Front abgezogen und nach Hause in die Staaten geschickt, um diesem Gefühl neue Nahrung zu geben: Sie sollen weiterhin ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge.

Nur drei kehren lebend zurück - sie spielen die Heldenrolle perfekt - unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln die richtigen Hände, finden vor dem Mikrofon die richtigen Worte... allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden sie völlig anders - sie spüren, dass ein Teil ihrer Seele auf dem schwarzen Sand von Iwo Jima zurückgeblieben ist... zusammen mit ihren gefallenen Freunden und Kameraden.

Details

Ryan Phillippe, Jesse Bradford, Adam Beach, John Benjamin Hickey, Barry Pepper u.a.
Clint Eastwood
Clint Eastwood
Tom Stern
William Broyles Jr., Paul Haggis
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • solide
    mit viel menschlicher Wahrheit, harter Realität und kritischem Blick auf Heldentum, Patriotismus und Politik zeigt uns Clint Eastwood seine Sicht vom Krieg. Im Stil von "Saving Private Ryan" und "Million Dollar Baby" gedreht, mangelt es dem Film jedoch an Originalität und auch ein wenig an Inspiration. Filmkenner würden ihn womöglich sogar als unnötig bezeichnen, mich eingeschlossen. Im Vergleich zum durchschnittlichen Niveau der diesjährigen Filme ist er dennoch sehenswert; für Fans von Eastwood auf jedenfall...