Free Rainer

 D/A 2007
Tragikomödie 23.11.2007 129 min.
6.70
Free Rainer

Nach seinem großen Erfolgsfilm "Die fetten Jahre sind vorbei" entwirft Regisseur Hans Weingartner die Utopie einer geistig befreiten Gesellschaft.

Der TV-Produzent Rainer, furios gespielt von Moritz Bleibtreu, ist ein Zampano des »Unterschichtenfernsehens«: Unaufhörlich koksend, entwickelt er Shows der stumpfesten Sorte. Dann wird er von einem jungen Mädchen angefahren, frontal und mit voller Absicht. Pegah (Elsa Sophie Gambard) will sich für den Tod eines geliebten Menschen rächen, und Rainer begreift, dass er für Einschaltquoten über Leichen gegangen ist. Ein paar Alpträume später beschließt er, sein Leben zu ändern und macht sich auf einen Guerilla-Feldzug gegen die quotenbesessene Unterhaltungsindustrie.

Die fetten Jahre sind vorbei. Jetzt beginnt das wahre Leben...

Details

Moritz Bleibtreu, Elsa Sophie Gambard, Milan Peschel, Gregor Bloéb, Simone Hanselmann, Franziska Knuppe u.a.
Hans Weingartner
Adem Ilhan, Andreas Wodraschke
Christine A. Maier
Hans Weingartner, Katharina Held
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ambitioniert, bissi zu lang
    Der Anfang mit der Rasereifahrt, das war echt saugut. Am Ende bin ich aber eingeschlafen, der Film war zu lang. Weniger ist oft mehr. Auch beim Anecken.

    Das mit der Soziophobie vom Peschel fand ich gut. Auch die Spannung, was da mit den Quoten los ist und was dahinter steckt fand ich gut. Nur war das zu ausführlich dargestellt, dass mit dem Dekoder und bei dem was die Helfer gemacht haben und die Auswirkungen, dass muss auch rascher abgehandelt werden (z. B. wie bei 2 Millionen Dollar Trinkgeld, die Nebenfigur des Stanley Tucci gezeigt wurde). Es ist ja sehr ambitioniert, ein eigenes deutsches Format, dass sich von Hollywood unterscheidet zu zeigen. Die Menschen sind aber nunmal seit mindestens 20 Jahren an das amerikanische Format gewöhnt. Die weichen, schnellen Filme gewinnen, siehe Keinohrhasen oder 7Zwerge von Warner bzw. Universal. Der Herr Weingartner hat was drauf, für den Erfolg braucht's Kompromisse, natürlich mit ureigener Intuition des Regisseurs.

  • Naja...
    Bei allem guten Willen und der hohen Qualität der schauspielerischen Leistung ist dieser Film doch letztlich ziemlich einfältig. Das Story hat dermaßen ins Auge springende Lücken, dass es schon ärgerlich ist. Unglaubwürdig ohne Ende. Allein die Tatsache, dass sich einige skurille Typen tummeln und ein paar Lacher dabei sind, kann nicht zu dem Gefühl führen, gut unterhalten zu werden.

  • unterhaltung auf hohem niveau
    dass moritz bleibtreu nahezu jede rolle mit leben füllt, ist meiner ansicht nach unbestritten. allerdings lebt dieser herrliche film durchaus nicht nur von bleibtreus schauspielerischer leistung, sondern auch von situationskomik, gnadenlos schrägen typen, unerwarteten wendungen und witzigen ideen. die handlung mag realitätsfern oder platt sein - ich glaube jedoch nicht, dass man diesen anspruch unbedingt stellen muss. außerdem verringert das in keinster weise das filmvergnügen. in jedem fall ein garant für einen lustigen kinoabend auf hohem niveau!

  • Enttäuschung
    Mit "Die fetten Jahre sind vorbei" hatte Regisseur die Latte für einen neuen Film sehr hoch gelegt - umso trauriger, dass der neue Streifen an dieses Meisterwerk in keiner Weise anknüpfen kann.

    Die Geschichte selbst ist eher flach, die Hauptaussage, dass die Menschen durch niveauloses Fernsehen zunehmend an Intelligenz einbüsen, ist altbekannt und oft diskutiert. Die im Film gemachten Ansätze wirken meiner Meinung nach unglaubwürdig, wenngleich Moritz Bleibtreu einmal mehr sein schauspielerisches Talent eindrucksvoll unter Beweis stellt.

  • fernsehen macht blöd
    ... das ist die quintessenz von free rainer. also nicht viel neues unter der sonne. allerdings wieder einmal ein grandioser moritz bleibtreu, dem man die rolle des koksenden unterschichtenfernseh-produzenten, der an seiner aufgabe verzweifelt, absolut abnimmt.
    die story ist ziemlich platt und sehr unglaubwürdig. trotzdem nette, kurzweilige unterhaltung.