From this Day Forward

 USA 1946
Drama, Romanze, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 95 min.
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«Alle Bräute sind wunderschön. Weil sie jung sind und etwas vom Leben erwarten. Da strahlen sie von innen heraus.» Susan weiß, wovon sie redet, denn sie will demnächst ihren Bill heiraten. Ob sich allerdings alle ihre Erwartungen erfüllen, bleibt zunächst fraglich - denn Bill schlittert von einer beruflichen Krise in die nächste. Die Produktionsgesellschaft RKO hatte die Rechte an dem Roman von Thomas Bell, der darin die Zeit der großen Depression im New Yorker Stadtteil Bronx beschreibt, bereits 1940 erworben. In der Bearbeitung durch die Autoren Garson Kanin und Hugo Butler wurde die Handlung jedoch in die Nachkriegszeit verlegt - so konnte man auf die aktuelle Stimmungslage der heimkehrenden und Arbeit suchenden GIs Bezug nehmen. Obwohl Joan Fontaine den Film in ihrer Autobiografie «No Bed of Roses» gerade einmal mit einem dürren Satz bedachte, aus dem hervorgeht, dass sie ihn für ein nicht weiter bemerkenswertes Melodram hielt, erweist sich From This Day Forward doch als ein eher ungewöhnliches Drama, das sich durchaus ernsthaft darum bemüht, einen realistischen Blick auf das nicht immer einfache Leben der «kleinen» Leute zu werfen. Vor allem spiegelt der Film die Gemütslage der Männer nach dem Krieg ziemlich gut wider: Bill ist ein ständig zweifelnder, mit den Realitäten des Lebens leicht überforderter Charakter, der sich schnell gedemütigt fühlt, weil er zum Lebensunterhalt nur wenig beitragen kann. Den bestreitet nämlich die patente Susan, die ihren Mann mit ihrer Energie, ihrem Optimismus und ihren Zukunftsplänen immer wieder aufrichten muss. Die Situation des Paares findet ihre Entsprechung in der Ehe von Susans Schwester Martha, deren Ehemann Hank, ein ausgesprochener Tunichtgut, ebenfalls arbeitslos ist. Das Nachkriegspublikum konnte sich in diesen Figuren offensichtlich problemlos wiederfinden und machte From This Day Forward - trotz mittelmäßiger Kritiken - zu einem Kassenerfolg. (Lars Penning)

(Text: Viennale 2006)

Details

Joan Fontaine, Mark Stevens, Rosemary DeCamp, Harry Morgan, Wally Brown, Arline Judge, Renny McEvoy
John Berry
Leigh Harline
George Barnes
Hugo Butler

Kritiken

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