Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa

 USA 1993
Drama 118 min.
7.80
Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa

Ein Junge, dessen Leben durch seine bizarre Familie bestimmt wird, lernt unverhofft ein Mädchen kennen.

Gilbert Grapes Leben ist seine Familie: die Mutter, fast bewegungsunfähig durch ihre ständig expandierende Leibesfülle nach dem Selbstmord ihres Mannes; Bruder Arnie, geistig retardiert, bedarf ständiger Überwachung; die Schwestern pubertieren oder haben den Altjungfern-Komplex. Und das alles in einem winzigen Nest in Iowa.
Daß das Leben auch anders sein kann, merkt Gilbert, als er ein Mädchen kennenlernt, das mit der jährlich vorbeiziehenden Wohnmobil-Karawane in den kleinen Ort geschwemmt wird.

Details

Johnny Depp, Juliette Lewis, Leonardo Di Caprio, Mary Steenburgen.
Lasse Hallström
Peter Hedges

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ende einer Familie
    Ein großartiger Film, den eine ebenso grandiose Crew zu einem Erlebnis macht. Die Atmosphäre eines verschlafenen Provinznestes wird wie immer bei Hallström in wunderschönen Farben erzählt, die die Tristesse zwar abmildern, aber nicht völlig verschwinden lassen. Von den hier dargestellten Charakteren bleiben von allen die unglaublich dicke Mutter (Darlene Cates) und natürlich die Titelfigur Johnny Depp im Gedächtnis. Im Original fragt sich der Autor Peter Hedges, was wohl an Gilberts Seel nagt? Das ist die Verantwortung für seine vaterlose Familie und hier vor allem für den überragenden, damals noch jungen Arnie (Leonarde DiCaprio). Der spielt den leicht debilen Bruder so überzeugend, dass man versucht ist, ihn tatsächlich für behindert zu halten.
    Am Ende wartet ein typisch amerikanischer Schluss auf uns, der nicht nur wegen der Feuerbestattung der Mutter gelungen ist, und auch nicht als Sinnbild für eine mobile Gesellschaft steht, sondern der als Symbol für einen neuen Anfang gelten kann. Gilbert Grape hat einen Reifeprozess durchgemacht und bricht zu neuen Ufern auf. Von einem tiefen Ernst, der berührt, aber nicht runterzieht.