Hotel (2004)

 A/D 2004
Drama 01.04.2005 82 min.
5.40
film.at poster

Die Rezeptionistin eines Hotels bemerkt, das ihre Vorgängerin auf mysteriöse Weise verschwunden ist.

In ihrem zweiten Spielfilm widmet sich Jessica Hausner ("Lovely Rita") der Welt der Märchen, Sagen und Mythen. Schauplatz ihres Mystery-Thrillers ist das Hotel Waldhaus, in dem die junge Irene (Franziska Weisz, "Shooting Star" bei den Berliner Filmfestspielen 2005) als Rezeptionistin zu arbeiten beginnt.

Irene, die neue Rezeptionistin eines Hotels in den österreichischen Bergen, entdeckt, dass die junge Frau, deren Stelle sie angetreten hat, auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Ihren Fragen nach ihrer Vorgängerin begegnen die anderen Angestellten des Hotels teils mit Gleichgültigkeit, teils mit Feindseligkeit. Irene beginnt zu begreifen, dass sie ihrem eigenen Schicksal entfliehen muss.

Details

Franziska Weisz, Birgit Minichmayr, Marlene Streeruwitz, Rosa Waissnix, Christopher Schärf, Peter Strauß, Regina Fritsch
Jessica Hausner
Martin Gschlacht
Jessica Hausner
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ich werde Regisseur
    Schön wieder einmal 82 min. meines lebens verschwendet. Vollkommen überambitionierter versuch einen mystery thriller zu produzieren. Der Verzweifelte Versuch spannung zu erzeugen, wurde durch die unglaublich gefühllose schaupielerische leistung zu nichte gemacht. So etwas passiert wenn man sich an ein genre ranwagt von dem man nichts versteht. Typisch komischerweise das solche Filme von Filmkritikern hochgelobt werden. Die Zahlen der Kinokassen sprechen allerdings Bände.

  • Kritiken
    Es ist mir ein Rätsel wie dieser Filmversuch von der Qualität einer durchschnittlichen Filmakademie-Hausübung zu guten Kritiken kommt. Der Film ist durch und durch bemüht Spannung zu erzeugen und einen mystischen touch zu bekommen. Die stillistischen Elemente sind einfallslos und unzusammenhängend zusammengewürfelt. 08/15 thrill-Elemente und das Fehlen jeglicher Handlung. Einfach fad, keinen Cent Wert.
    Sind die Kritiker an den Einspielerlösen beteiligt oder wie kommt es dazu, dass mir so ein Mist empfohlen wurde?

    Re:Kritiken
    Tja, willkommen in der Bananenrepublik Österreich! Wir zerreissen uns alle zurecht das Maul über diesen in der Tat sauschlechten Film, aber eigentlich ist es mehr der Zorn auf scheinbar wirklich völlig unqualifizierte Jurymitglieder und Verteiler von Fördergeldern, die offenbar keinen blassen Schimmer Ahnung haben was einen guten Film wirklich aus macht. Man hat wirklich den Eindruck es mit kompletten Dilletanten zu tun zu haben. Oder aber kochen sich gar die Herr- und Damenschaften hier untereinander ihr eigenes Süppchen...? So scheint es mir jedenfalls und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da! Das Problem: Man kann diesen Leuten nicht wirklich etwas beweisen (ihr wisst vielleicht was ich meine...), denn das Argument wird immer sein das "Kunst subjektiv ist" und im Auge des Betrachters liegt und blablabla... Da kann es schon mal vorkommen das innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Schrottfilme einer bestimmten Produktionsfirma gefördert werden, während andere, viel bessere und vorallem mutigere Projekte abgewiesen werden... Woher ich das weiss? Ganz einfach, ihr denkt doch nicht ernsthaft das ein so grottenschlechter Film wie "Hotel" tatsächlich das österreichische Festivalighlight dieses Jahres gewesen sein soll? Ich für meinen Teil (und ich bin nicht der einzige) habe jedenfalls die Konsequenzen aus diesem Vorgehen bestimmter Personen gezogen und werde Veranstaltungen wie die Diagonale in Zukunft meiden. Genauso wie ich in Zukunft wieder mehr auf die Userkritiken hier achten werde (gerade wenns um österreichische Produktionen geht) denn so einen Schmarrn wie diesen Film tu ich mir sicher nicht mehr an! Schad um die Zeit, schad ums Geld und dank offensichtlicher Freunderlwirtschaft reiben sich hierzulande die falschen die Hände... Nämlich die die`s ganz offensichtlich eben NICHT können!
    Es sei jedem vergönnt Preise oder Förderungen für Filme zu bekommen! Aber nicht wenn es auf meine Kosten geht und ich dafür aber 80 Minuten lang mit amateurhaften Blödsinn den meine 12 jährige Schwester genauso hingekriegt hätte verarscht werde! Ne, mit uns nicht mehr!!

  • Augenkleber
    Mein Gott, ist das ein Augenkleber. Roland Düringer hat einmal (zu seiner besseren zeit) sinngemäß gesagt "Österreich und Filmemachen, das ist wie Holland und Schispringen. Das passt irgendwie nicht zusammen". Ich weiss, ich weiss, es muss einen Gegenentwurf zum bunten Hollywood-Detonations- und Effektekino geben, aber das ist er sicher nicht. Warum wird diese "neue" Regiegeneration nicht einfach Maler oder Dichter? Ein gewisser Billy Wilder (dem wir unterstellen können, dass er Kunst und Handwerk beherrschte) hat mal über die Verantwortung des Regisseurs gemeint: "Wenn ich Maler bin und ein Gemälde verhaue, dann sind Farben, Leinwand und sonstiges Material im Wert von 100,- Dollar beim Teufel. Wenn ich das bei einem Film mache, sind drei Millionen verpulvert."
    Was diese Regie-Generation, die von zehn Filmen neun in den Sand setzt (was aber nicht bemerkt wird, weil a) keiner diese Filme sieht und b) auf Festivals, wo eine abgehobene Meinungselite nachträglich durch Preise die Legitimation erteilt) nicht begreift: Malerei, Dichtung, Bildhauerei etc. sind Kunstformen, die auch funktionieren, wenn ich sie nur für mich selbst betreibe. Dramatische Kunst ist aber völlig wertlos, wenn sie sich nicht an ein Publikum wendet.
    Mit Filmen (oder besser gesagt, Filmversuche) wie "Hotel" wird die Schere zwischen Hollywood und heimischem Filmschaffen nur noch weiter aufgerissen. Mein Vertrauen in die nächste Moviemaker-Generation in Österreich ist dahin.

  • Prädikat: wertlos
    "Hotel", ein "Film" der von Magazinen wie Skip, Celluloid usw. als Mysterythriller eingestuft wurde - und von der "Regisseurin" Jessica Hausner wiederrum als "Antithriller" bezeichnet wird ist wieder mal ein Beispiel das in unserem Land Talent und filmisches Verständnis nicht unbedingt gegeben sein muss um einen Hauptpreis bei der Diagonale zu ergattern... Vielmehr scheinen es wohl die richtigen Kontakte zu sein, denn anders lässt sich das Vorgehen dieser Diagonalejury angesichts eines so dermassen schlechten Filmes bei aller Objektivität nicht erklären... Mit "Lovely Rita" schon gnadenlos gescheitert, versucht Hausner mal eben ein bissel Lynch und Kubrick zu kopieren und meint tatsächlich das es mit einer "im Nacken der Schauspieler sitzenden Kamera" getan ist Spannungsbögen zu schaffen. Fehlanzeige. Die Handlung zu beschreiben ist genauso Zeitverschwendung wie sich den Film anzusehen, denn es passiert 80 minuten lang genau: NICHTS! Gähnende Langweile im Kinosaal, etliche Zuseher verlassen nach quälenden 40 Minuten den Saal und man sitzt da und hofft und hofft und hofft --- aber es passiert: NICHTS. Am Ende - Oh wie originell - ein finsterer Schrei im Wald (Der Waldmythos wird ja so nett in der Inhaltsangabe beschrieben - hat aber weder thematisch noch mit der Geschichte nennenswert zu tun) und schwupp di wupp: aus ist das Machwerk... Was Lynch und Kubrick verstanden haben hat Hausner nicht kapiert. Nämlich das man offen bleibende Handlungsfäden/stränge (und hier bleibt wohlgemerkt die ganze Geschichte offen) durch entsprechend eingesetzte Symbolik und die richtige Struktur der Geschichte dem Zuseher zum quasi "weiterspinnen im Kopf" servieren muss. Ansonsten entsteht das was Hotel zeigt. Eine langatmige "Geschichte" ohne jeden Sinn mit mittelmäßigen Schauspielern die durch die Gegend gaffen und einem lächerlichen - sicherlich unfreiwillig komischen Ende. Ehrlichgesagt ich war sauer nach dem Film. Einerseits für so einen Mist bezahlt zu haben, andererseits das die Verteilung von Geldern aus den Förderungsanstalten offenbar äußerst merkwürdigen Gesetzen unterliegen... Gesetze die so wie die Preisvergabe bei der Diagonale in keinster Weise nachvollziehbar sind und den wenigen jungen -WIRKLICH TALENTIERTEN Filmemacherinnen und Filmemachern den Weg versperren WIRKLICH GUTE FILME an die Öffentlichkeit zu bringen... Danke...

  • Schönes Nichts
    Jessica Hausner hat fraglos Talent. Gemeinsam mit ihrem Kameramann entwickelte sie für diesen Film einen ganz eigenständigen und passenden Look.

    Es ist einfach schade, dass das Drehbuch dem Zuschauer nicht geben will, was er erwartet: spannende Wendungen und Szenen, die einem an die Nieren gehen. So plätschert der Film dahin und man wartet ständig, dass etwas passiert. Nur - es passiert nichts. Das Ende setzt dem Film die Krone auf: nachdem man sich 80 min "für einen Narren halten ließ" endet der Film mit einem spitzen Schrei. Da muss man wohl lange überlegen, bis man auf so ein unbefriedigendes Ende kommt.

    Was nützen die besten Ingredienzen - die Schauspieler sind toll - wenn daraus zwar ein hübsch anzusehender Kuchen wird, der aber nach gar nichts schmeckt?

    Re:Schönes Nichts
    Einen eigenständigen Look? Passend? Talent? Die Schauspieler sind toll? Jessica Hausner hat fraglos Talent?

    Arbeitest wohl beim "Pressebüro Pyrker" oder was?

    Hübsch anzusehender Kuchen??? Ich glaub ich wird schlecht...

  • mies
    Erstmal vorweg: Dieser Film ist der mit Abstand schlechteste Film, den ich jemals gesehen habe.
    "Irenes eigenes Schicksal beginnt sich mit dem ihrer Vorgängerin zu verweben - das Hotel und seine Belegschaft spielen dabei eine unheimliche Rolle. Bald sieht sich Irene von einer geheimnisvollen Gefahr bedroht, der sie verzweifelt zu entrinnen versucht."

    Dass bedeutet: Die stinklangweilige Darstellung wie ein junges Mädchen einen Job beginnt mit ab und zu noch langweiligeren Still Shots von langweiligem Fichtenwald in einem langweiligen Hotel, kann nur noch langweiliger gestaltet werden, wenn die einzige "unheimliche" "Verwebung" zwischen dem Mädchen und ihrer Vorgängerin eine Brille ist. Mysteriöses Verschwinden einer Kette, sowie nervige langsam lauterwerdende monotone sounds erzeugen genauso wenig Spannung und Unheimlichkeit, wie ein paar lächerliche Schreie aus dem Wald. Gerade die Letzteren geben dem Film aber eine gewisse Art von Komik.

    Noch lächerlicher: "Auf der Berlinale 2005 wurde Franziska zu österreichischen Shooting Star 2005 gewählt." Ich bin mir sicher hier ist der Begriff "Shooting Star" wohl im Sinne von Schiessbudenfigur gemeint.

    Abschliessend finde ich es sehr traurig, das solche Filme so eine Bühne bekommen und eine absolute Verschwendung der eh schon knappen Filmförderungsressourcen.

  • Was schaust denn so depat?
    Gleich vorweg: Dieser Film hält nicht was die Inhaltsangaben (Skip, Film.at usw.) versprechen. Es ist weder ein Psychothriller (Skip) noch ein Drama. Zum Beispiel erzeugt er in keinster Weise "ein Gefühl der Beklemmung und der Angst" (Zitat Skip), noch in irgendeiner Form Spannung und ist auch keinfalls bewegend oder dramatisch. Er ist einfach nichts. Bestenfalls ist er (unfreiwillig) lustig.

    Dialoge gibt es so gut wie keine. Man darf der Protagonistin dabei zuschauen wie sie unmotiviert in der Gegend herum gafft. (ein passender Filmtitel wäre gewesen: Was schaust denn so depat?)

    Dass dieser Film einen künstlerischen Anspruch erhebt, wird einem während der Betrachtung schmerzhaft bewusst, vorallem da keine der Gefühle, die durch den Schnitt oder andere Mittel erweckt werden sollten, aufkommen.

    Fazit: Es gibt WIRKLICH keinen vernünftigen Grund sich diesen Film anzusehen

    Re:Was schaust denn so depat?
    bin auch absolut einer Meinung. Dieser Film hat absolut null ahnung und im Endeffekt einfach keine Aussage. Vergeblich wartete ich bei dem Film, bis irgendetwas passiert. Aber nicht weil er so spannend gemacht ist, sondern einfach nur weil ich nicht glauben konnte, dass man einen Film machen kann, wo wirklich nichts passiert.
    Die Hauptdarstellerin schafft es den ganzen Film über nicht irgendeine Gefühlsregung zu zeigen und hat aber wegen der Handlung auch keinen Grund dazu.
    Unglaublich das so ein Film einen Preis gewinnen konnte...traurig...

    Re:Was schaust denn so depat?
    Muss Dir 100 % recht geben. Hab den Film auf der Diagonale gesehen und kann beim allerbesten Willen nicht verstehen wie so ein langatmiger, nichtssagender - und obendrein technisch wie auch dramaturgisch wirklich sehr schlecht gemachter Film den Hauptpreis erzielen konnte... Vitamin B???
    Ansich schätze ich ruhige Filme welche die Fantasie anregen, aber dieser Film lässt nicht mal Assoziationen aufkommen geschweige denn das man sich auch nur in irgendeiner Weise für die gezeigten Charaktere interessieren kann. Man darf gespannt sein auf Marco Kalantaris "Ainoa" und Kawo Relands "Katharsis", vielleicht verpassen die dem hinuntergekommenen österreichischen Film wieder einen Aufwind, denn insgesamt war das Programm ja mehr als dürftig dieses Jahr...