Immer Drama um Tamara

 GB 2010

Tamara Drewe

Komödie 30.12.2010 111 min.
6.20
Immer Drama um Tamara

Aufreizend, witzig, frisch: Mit trockenem britischem Humor und jeder Menge Sex-Appeal zelebriert Stephen Frears einen ebenso komischen wie frivolen Rachefeldzug und wirft einen hintergründigen Blick auf das ach so heile Landleben und das gefährliche Gefühlschaos, in das sich Männer und Frauen stürzen.

Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset - ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Aus dem hässlichen Entlein von einst ist Jahre später eine attraktive und erfolgreiche Kolumnistin geworden. Die Bewohner von Ewedown können ihren Augen kaum trauen, schnell verstricken sich alle in ein Katz-und-Maus-Spiel aus Verlangen, Lust und heimtückischen Intrigen...

Nach dem Cartoon von Posy Simmonds, inspiriert von Thomas HaLügengespinste, in denen sie sich Männer und Frauen heillos verwickeln und Liebesfallen, in die Alt und Jung blindlings geraten.

Mit viel Situationskomik und noch mehr schamlosen Wortwitz trifft Frears voll ins Schwarze, zielt dabei auf Verstand und Lachmuskeln. In der Hauptrolle brilliert das ehemalige Bond-Girl Gemma Arterton ("Prince of Persia", "James Bond 007: Ein Quantum Trost").

Details

Gemma Arterton, Roger Allam, Bill Camp, Dominic Cooper, Luke Evans, Tamsin Greig
Stephen Frears
Alexandre Desplat
Ben Davis
Moira Buffini
Lunafilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tamara mischt sie alle auf
    Diesmal hat sich Stephen Frears eine graphical novel als Vorlage genommen und - wie nicht anders zu erwarten - daraus ein kleines Meisterwerk geschaffen. Mit viel leisem Humor und überzeugendem Lokalkolorit der walisischen countryside hat er locker flockig diese Dramödie inszeniert. Abgesehen von den vielen kleinen erfüllten und unerfüllten Liebesträumen stehen diesmal die Schriftsteller mit Schreibblockade im Mittelpunkt. Darüber lässt sich trefflich ablästern. Und es passiert Ungewöhnliches im Dörfchen, was keine Langeweile aufkommen lässt. Das reicht von einem schmalzigen Händchenhalten mit Bassett-Blick und einem gehauchten ’Bleib bei mir!’ bis zum westernmäßigen, tödlichen Auftritt einer Rinderherde. Gute Unterhaltung für Genießer, die das Publikum nicht in Scharen in die Kinosäle treibt. Da hat der deutsche Titel - reim dich oder ich fress dich - wohl auch keine grosse Magnetwirkung.