In the Mood for Love

 HK 2000

Ha yeung nin wa

Romanze, Independent 98 min.
8.10
In the Mood for Love

Im Hongkong der 60er Jahre verlieben sich eine verheiratete Frau und ein verhairateter Mann ineinander, ohne die Grenze zur Affäre zu überschreiten.

Das Hongkong der 60er Jahre: Zwei Paare ziehen ins selbe Haus. Chow Mowans Frau und Su Lizhens Mann, die man nie sieht, nur ein paarmal hört, beginnen eine Affäre. Aus der Leidensgemeinschaft der Betrogenen wird eine traurige Liebesgeschichte, wie man sie schöner nicht erzählen kann. Die Leidenschaft erwächst aus der Lakonie der Szenen und aus der Maskerade der beiden, die miteinander «proben», wie sie ihren Partnern gegenübertreten wollen, und dabei lange Zeit gar nicht merken, dass sie mit- und voneinander reden.

(Text: Viennale '00)

Details

Maggie Cheung, Tony Leung Chiu Wai, lai Chen, Rebecca Pan, Paulyn Sun
Wong Kar-wai
Mike Galasso
Christopher Doyle, Mark Lee Ping-bi
Wong Kar-wai

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • peng! - geballter Tiefgang
    Also was meine Freundinen alles aus diesem Film herauszulesen wußten... . Da wars mir ja peinlich, daß ich nicht so eine differenzierte Meinung hatte. Aber vieleicht bin ich in Beziehungsdingen nicht so feinfühlig und sensibel und genau darum ging es in diesem Film.

    Eine oberflächlich leise und unspektakuläre Beziehungsgeschichte verlangt vom Zuseher viel Sensibilität um die orkanartigen Bewegungen in den beiden Menschen zu spüren. Ich fühlte mich teilweise wohl bei dem Film weil er sehr rücksichtsvoll über diese Liebesgeschichte berichtet, manchmal riß mir aber der Geduldsfaden, weil ich mir dachte jetzt müsse doch endlich etwas passieren (aber nicht was Ihr villeicht denkt)!
    Aber einzig echt am Wecker ging mir die penetrante und melancholische Musik zum Schluß hin.

  • Tolle Stimmungen
    Der Film ich wirklich genial, die Farben, die Stimmung, diese tolle Kameraführung - sinnlicher gehts nicht mehr. Unglaublich wieviel Erotik man durch alleinige Andeutungen vermitteln kann - da bedarf es keiner nackten Körperteile à la Hollywood - der Film zeigt uns wie nahe sich zwei Menschen sein können! Für Cineasten ein absolutes Muss!

  • Hm...
    ...jetzt hab ich doch ein wenig überlegt, ob ich hier publik machen soll, was ich über diesen Film denke, aber gehen wir einmal das Risiko ein fürchterlich geflamt zu werden: Dieser Film ist wohl der langweiligste seit "Tiefe der Sehnsucht" letztes Jahr und würde es sich verdienen ebenfalls mit einer goldenen Himbeere ausgezeichnet zu werden...warum ich das so sehe, entnehmt bitte meiner Kritik auf meiner HP, denn ich glaube schon oben genannten "Freveltaten" haben dafür gesorgt, dass jetzt einige vor dem Monitor vom Sessel gekippt sind....2/10....Schladi....beam.to/filmkritik

  • wunderschön
    ja, einfach wunderbar war dieser film. wahre filmkunst. wie oben bereits von jemand anderem angesprochen. nur für cineasten, die "filme" sehen wollen, der rest - ab in die trashplexi!

    Re:wunderschön
    Ich bin alternativfilmen nich abgeneigt, aber dürfen solche Filme denn wirklich jedes dramaturgiusche Element auslassen, das irgendwie unterhalten könnte ohne gerade dadurch als besonders sehenswert zu gelten? Manchmal habe ich den Eindruck, daß - je schlechter der Film vom Standpunkt der Genießbarkeit ist, umso geachteter wird er. Ist das ein Hang zum Masochismus? Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen - ich meine das nicht als Schmähung. Ich kann es nur einfach nicht verstehen. Sieht nicht jeder lieber Dinge, die das Herz erfreuen? Wieso ist es erstebenswert sich Filme anzusehen, die einem im Kino nicht dümmlich und glücklich sich selbst vergessen lassen...?

  • ein wahres Kunstwerk
    Dieser Film ist sicher einer der schoensten, den ich seit langem gesehen habe. Kamera, Musik, Schauspieler: schlicht ein Kunstwerk. Und daher auch allen Leute hoechst anzuraten die für Filmkunst empfaenglich sind. Alle andere sollen doch bitte ins naechste Cineplex gehen.

  • still-leben einer leidenschaft
    VERSTOHLENE MOMENTE EINER UNERFÜLLTEN LIEBE ...

    ein aussergewöhnlich ruhiger, verhaltener liebesfilm ...
    die beiden unglücklich verliebten laufen an einander vorbei, weg vor der wirklichkeit, sie rennen gegen einander um schliesslich wirklich voneinander weg zu laufen ...
    was bleibt ist eine tiefe unerfüllte leidenschaft die sie nie vergessen werden ...
    durch die "subjektive" kamera hat man manchmal das gefühl aus nächster nähe in die hauptpersonen hinein sehen zu können (man sieht aber höchstens ihr gesicht aus ungewöhnlichen perspektiven, oder eine ihrer nervös zitternden hände), ein anderes mal ist man dann nur noch ein zufälliger, verstohlener beobachter (heimliche blicke durch fenster, vorhänge, glasscheiben) ...
    es gibt einen respektvollen abstand zwischen diesen beiden traurig verliebten, sie verweigern sich die liebe und sich selbst, der geschichten/erzähler/zuschauer wird selbst ein teil dieser verweigerung. liebesschmerz der nicht poetischer sein kann ...
    langsame kamerabewegungen (vorzugsweise von unten nach oben), aber hauptsächlich detailgeladene stand-bilder (stills) lassen genügend platz um tiefe und bewegende gefühle entstehen zu lassen.
    (neon)licht, farben, stoffe und feine struturen sind das gegenstück zu der verhaltenen leidenschaft. neben einigen kurzen momenten des glücks der liebenden sind sie das einzig fröhlich/verspielte in diesem film ...

    FAZIT: grosses gefühlvolles kino gänzlich ohne prunk und kitsch mit einer subtilen und eigenständigen bildsprache - ein meisterwerk ohne gleichen ...

    ANMERKUNG:
    wenn der zuschauer sich nicht gerade mitten in einer leidenschaftlichen beziehung befindet wird er sich nach diesem film schrecklich einsam und verlassen fühlen.
    vorsicht also: alleinstehende sollten diesen film lieber meiden! es besteht suchtgefahr, übermässiger alkoholkonsum und/oder one-night-stands könnten die folge davon sein.

  • kribbeln vor dem kinobesuch...
    ich habe bisher alle kar-wai filme sehr genossen, jeder seiner filme erzählte eine lebendige, lebensnahe geschichte. neben der starken schauspielerischen leistung machte mich die kamera von c. doyle jedes mal ganz trunken. es gibt wenige regisseure/filmteams die immer wieder das gleiche thema der beziehungen auf eine so unterschiedliche und abwechlungsreiche art erzählen können.

  • hongkong
    IN THE MOOD FOR LOVE und RUNNING OUT OF TIME - Im Filmcasino kann man diese zwei unterschiedlichen Filme aus Hongkong gleich hintereinander bewundern. Die ehemaligen Viennale2000 Beitraege sind, und das muss einfach gesagt werden, besser und anders als der ganze Rest. IN THE MOOD FOR LOVE, die leidenschaftlichste und ungewoehnlichste Liebesgeschichte der letzten Jahre, zeigt was kaum ein US-Film je zustande gebracht hat: wahres BEGEHREN. Und nichts ist sexier als das! Ja, klar, da haengt auch Liebe in der Luft, so dick wie eine Gewitterwolke, aber was diese zwei Liebenden im Hongkong der 60er in erster Linie suchen ist folgendes: einen richtig guten FI**! Er macht einen Schritt vor, sie auch. Das aufkommende Verlangen stroemt durch den Kinosaal. Er macht noch einen Schritt vorwaerts, aber ... und das macht sie immer wieder ... jetzt setzt sie einen Sprint nach hinten an. Man muss das aber auch verstehen, denn sie ist eine Hongkonger - Dame in den 60ern und sie ist verheiratet. Ihr Mann ist ihr aber untreu. Wie auch immer: Dieser Film mit seinen sensationellen Darstellern und seinen Geheimnissen, die in Baeumen und Mauern aufgehoben sind, ist so ziemlich der aufregendste und grausamste Film den ich je gesehen habe! 10/10 ; RUNNING OUT OF TIME vom Kultmann Johnnie To ist ein romantisches, maerchenhaftes, actiongeladenes, wunderschoenes, traurig poetisches und vor allem ultramodernes Gauner - oder Gangstermovie. Alles dreht sich um die grosse, letzte Revenge eines Mannes der nur mehr wenige Tage zu leben hat. Er beginnt mit einem muerrischen Inspektor ein freches und gefaehrliches Katz - und Mausspiel. Ein geniales und intelligentes Duell. Einfach ein geiler Film! Forget Hollywood! Hongkong rules! 9/10

    hongkong-filme
    hallo! habe mir bis jetzt nur "running out of time" angesehen, und war sehr verwundert, warum dieser film nicht synchronisiert wurde, und in "normalen" 08/15-kinos gespielt wird! handlung gut, schauspieler gut, action, humor - eigentlich alles, was von bei hollywood-filmen (ab und zu) auch bekommt! oder schaut sich "die breite masse" keine asiaten an? das ist das, was ich nicht verstehe! es grüßt, walter

    Re:hongkong-filme
    Liegt es nicht auf der Hand warum dieser Film nicht besser vermarktet wurde? Es ist ganz einfach die Quelle. Oder hat es schon jemals einen Film gegeben, der vermarktet wurde wie ein Hollywoodfilm und eigentlich eine rein asiatische Produktion war? Oder bin ich einfach nur schlecht informiert?

    Re:hongkong-filme
    Stimmt! Verstehe ich auch nicht. RUNNING OUT OF TIME ist unglaublich stimmungsvolles Unterhaltungskino und alles andere als schwere Kinokost. Warum da nicht mehr geworben wird ist auch für mich ein Rätsel. Kann sich jeder anschauen und soll sich jeder anschauen!

    Re:hongkong
    Ich kann mich der überschwenglichen Kritik zu "in the mood for love" nicht ganz anschließen. Die ästhetischen Qualitäten des Films (Ausstattung und Kamera) sind unbestritten, aber die Handlung, die ja im Prinzip eine Kette von vorenthaltenen Liebesszenen ist, machte mich zunehmend kribbelig (nicht im erotischen Sinne zu verstehen!) bis ich am liebsten aufgestanden wäre. Ein Film, der sich zu sehr verweigert, ohne Erlösung, ohne Aufatmen.

    Es fehlte viel...
    Ich fand dieses ewige Gezauder nicht besonders bewegend. Es hat - so finde zumindest ich - schon nach wenigen Minuten nur mehr gelangweilt. die ersten paar Minuten haben sich im Wesentlichen fast den ganzen Film lang immer wieder wiederholt. Ich finde soetwas gibt nicht viel her. Diese Handlung hätte mann viell besser und bequem in 10 Minuten untergebracht. Dann könnte ich vielleicht behaupten, daß der Film gut ist...

    Re:Re:hongkong
    Mir ging es ganz gleich wie Dir! Ich sah auch die Erotik, das ganze Unterschwellige, die Schwermut, die wundervollen Kostüme, die aufkeimende unterdrückte Liebe der beiden etc. etc. Auch die Darstellung war wirklich genial. Aber mir lag dieser Film wie ein schwerer Stein auf der Brust. Mir wurde es zu eng, signifikant dafür waren auch die durchwegs engen Gänge, das enge Stiegenhaus, der enge Weg zum "Nudeln-Holen", das ganze war ein Synonym für die Enge des Lebens der beiden Hauptdarsteller, die mich ganz nervös gemacht hat und die ich als sehr belastend empfunden habe.

    Re:Re:hongkong
    Mir ging es ganz gleich wie Dir! Ich sah auch die Erotik, das ganze Unterschwellige, die Schwermut, die wundervollen Kostüme, die aufkeimende unterdrückte Liebe der beiden etc. etc. Auch die Darstellung war wirklich genial. Aber mir lag dieser Film wie ein schwerer Stein auf der Brust. Mir wurde es zu eng, signifikant dafür waren auch die durchwegs engen Gänge, das enge Stiegenhaus, der enge Weg zum "Nudeln-Holen", das ganze war ein Synonym für die Enge des Lebens der beiden Hauptdarsteller, die mich ganz nervös gemacht hat und die ich als sehr belastend empfunden habe.

    Re:Re:Re:hongkong
    ja, meine liebe Claudia. ich stimme dir zu. aber genau das ist ja das interessante, einmalige an diesem film. ist es nicht?

  • bitte meiden!
    Keine Unterhaltung, keine Abwechslung, einfallslos, uninteressant, absurde Kameraeinstellungen, kaum Handlung, sinnlose Dialoge, unsinnige, wiederholte Zeitlupen - Fazit = leider scheiße!

    Re:bitte meiden!
    also um so etwas aehnliches wie einen cineasten duerfte es sich bei dir ja gerade nicht handeln, kann das sein? vielleicht hast du dir ja ein bisschen was schwuelstigeres a la emanuelle oder etwas mehr liebliches a la meg ryan erwartet? dann solltest du eben dort hingehen. etwas scheisse zu nennen, weil man es aus verschiedensten gruenden nicht versteht, ist halt schon ein bisschen kleingeistig, mein freund.

    Re:Re:bitte meiden!
    Was ist ein richtiger Cineast? Ich liebe es sehr Filme zu sehen und dabei angenehm unterhalten zu werden. Alles was mich nicht irgendwie angenehm unterhalten kann finde ich schlecht. Natürlich gibt es Kriterien, die die Qualitäten von Filmen bestimmen, aber es hilft auch beim besten Willen nichts wenn ein Film irgendwelche technischen, inhaltlichen oder künstlerischen Kriterien besonders hervorragend erfüllt ohne dabei auch ein Mindestmaß an Unterhaltungswert zu erzielen. Ich sehe Filme hauptsächlich als Unterhaltunghsmedium, daß genau diesen Zweck verschieden gut erfüllen kann. Ich habe jedenfalls keine Lust mich durch irgendein trockenes, aber "anspruchsvolles" Zeug zu quälen - nur um mir zu bestätigen wie kultiviert ich bin.

    Re:bitte
    Das muß ich wohl eifach so hinnehmen obwohl ich es nicht wirklich nachvollziehen kann. Aber zum Glück gefällt uns ja nicht allen das selbe Zeug, denn sonst wäre die Welt wohl ziemlich abwechslungslos...

    Re:bitte meiden!
    Einfallslos und absurd finde ich deine Kritik uber diesen Film. Es ist sicherlich niemand an deinen Ausserungen interessiert.

    M.f.G Hans

    Re:Re:bitte meiden!
    Ich finde es immer wieder faszinierend in welches Fegefeuer man gerät wenn mann einen vermeintlich anspruchsvollen Film, der nicht aus Hollywood stammt schlecht findet. Man wird immer gleich Banause genannt. Auch Filme, die nicht aus dem Mainstream kommen können schlecht sein. Wollen das Pseudo-kultivierte Seelen nicht anerkennen?
    - und ich denke schon, daß ich mit meiner Rückmeldung genau auf dieser Seite richtig bin. Sie ist schließlich dazu da um seine Meinung zu hinterlassen. Es tut mir Leid nicht Deiner Meinung zu sein, aber eigentlich denke ich das ist kein Grund mich rausschmeißen zu wollen. Bist Du denn der Meinung negative Rückmeldungen sollten hier nicht erlaubt sein?