Ziemlich beste Freunde

 F 2011

Intouchables

Drama, Komödie 05.01.2012 ab 6 110 min.
8.60
Ziemlich beste Freunde

Die bewegende Geschichte einer Freundschaft wie sie unwahrscheinlicher nicht sein könnte: zwischen einem querschnittsgelähmten Aristokraten und einem dreisten Sozialhilfeempfänger.

Philippe (FRANÇOIS CLUZET) führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (OMAR SY), ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht?

Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird...

Details

François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Mollet
Olivier Nakache, Eric Toledano
Mathieu Vadepied
Olivier Nakache, Eric Toledano
Constantin/Senator
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Dris und der Champagnekönig
    Der französische Originaltitel ist eher sinnfrei und erinnert an einen blutigen Gangsterfilm von Brian de Palma. Der deutsche weist hingegen auf die unmögliche Diskrepanz hin, die die beiden Hauptfiguren verbindet. Sie sind trotz der körperlichen, sozialen und finanziellen Unterschiede recht gute (d.h. ‘ziemlich beste‘) Freunde geworden: der vom Hals abwärts gelähmte Adlige Philippe (Francois Cluzet) und sein rollstuhlschiebender Bedienstete Dris (Omar Sy), der seinen Dienstherrn in jeder Hinsicht locker macht. Selten ist ein an sich erstes Thema mit so viel Witz und Charme dargestellt worden. Selbst kleine Nebensächlichkeiten passen ins Bild und allgemeine Redewendungen weisen mit gekonntem Witz auf die spezielle Situation der beiden hin.
    Aber es geht nicht nur aufmunternd lustig zu mit den beiden. Auch der familiäre Hintergrund von Dris wird erwähnt und eine unmögliche Beziehung zur hübschen rothaarigen Magalie (Audrey Fleurot) angedeutet. Das geht nett in die Hose. Die lockere Art von Dris, der respektlos und cool aber freundlich mit seiner Umgebung umgeht, ist die halbe Miete des Films. Dazu die passenden Pointen und die entwaffnenden Repliken in den Dialogen und die traumhaft schöne Musik von Ludoviko Einaudi. Wie bei Philippe steigt auch die gute Laune beim Zuschauern, der sich dem unaufdringlichen Charisma von Dris nicht entziehen kann. Und man vergisst das Drama des gelähmten Rollstuhlfahrers, weil man mit den Akteuren lachen kann. So gut, dass es ein Klassiker werden kann.

  • Wirklich, wirklich gut - 1
    Mit 8 Jahren hat man ihn aus Afrika importiert, rein nach Frankreich, sie wollten ein Kind, IDRISS heißt er eigentlich, doch im Viertel gab es zu viele, es war ein gewalttätiges Viertel damals in Frankreich, Neger nicht gerade beliebt, der Rassismus groß, die Kriminalität noch größer. DRISS ist über geblieben. Der Name ist kürzer, man kann ihn sich merken. Seine Familie besteht aus ADAMA, den er immer zurecht weisen muss. Der 34 Jährige Schauspieler bekannt aus „Micmacs - uns gehört Paris“ ist kein besonderer, aber hier im Film hat er den Vogel abgeschossen. Nicht nur das er glaubhaft einen Aussteiger spielt, einen der genug von Gewalt und Brutalität hat, der genug von Arbeitslosigkeit und Armut hat, nein auch der Junge ADAMA, sein Bruder, der hin und wieder mit Drogen dealt, und davon träumt jedem die Schnauze einzuschlagen, nein auch vor allem PHILIPPE um den es sich dreht.

    Der 3. und 4. Halswirbel ist gebrochen, alles ist von oben ab gelähmt, die Frage nach dem Sex bei Rollis, endlich aufgelöst, nein er hat nichts mehr damit zu tun, ja er ist ein Krüppel und er kann nur mit den Ohren erotisch fühlen, aber er hat Geld, Geld wie Heu, 11.000 € für nen 2 Stunden Flug mit nem Privatjet, ja und? Bilder um 40.000 € kaufen, ja und? Man gönnt sich sonst nichts.

    Nein er hat nicht alles, Freundschaft, Gesundheit, Liebe, Zärtlichkeit, einer der ihn aufhebt und den Arsch wischt, wer weiß wie sich ein Tetraplegiker fühlen kann, der weiß wie schlimm der Film sein kann. Querschnittgelähmt, ein wahrer Horror doch auch dann wieder nicht. Sicher so Sachen wie, ein kaputter Darm nach 20 Jahren der nicht mehr tätig ist, der nichts mehr taugt, wo du 3 Wochen nicht scheißen gehen kannst unter Umständen, was macht man dagegen? Massage, Öle? Nein, Gummihandschuh an, in den Arsch rein, Kacke rausholen. Nein das ist kein Scherz, das ist ernst, manche Menschen brauchen das, sind bewegungsunfähig, nichts geht mehr, sie leiden sie haben Schmerzen aber sie ertragen es stoischer, mehr als ich wenn ich mir in den Finger schneide und einen Nationalfeiertag deswegen brauche.

    Ja die Story gab es damals wirklich, es war die des französischen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery Philippe Pozzo di Borgo, er war Spitzen und Extremsportler, der am 27. Juni 1993 beim Paragliding abstürzte und sich dabei so schwer an der Wirbelsäule verletzte, dass er eben gelähmt blieb, der wohnte damals im Pariser Palais Hôtel de Longueuil im 7. Arrondissement, also im 7. Bezirk von Paris, hier die Vorgeschichte im Film sieht man nicht, nein, dafür die Depressionen, kurz aber bündig, die Schmerzen, kurz aber bündig.

    Ist auch genügend, denn der Film konzentriert sich darauf wie PHILIPPE seinen Pfleger fand, 24. Stunden rund um die Uhr, 5.000 € kostet so was im Monat, wenn es teuer wird, ja er hat einen gefunden, den sympathischen Algerier Abdel Yasmin Sellou der wirklich eine schlimme Vergangenheit hinter sich hatte.

    Tja, PHILIPPE ist stark deprimiert, IDRISS hier im Film DRISS eben, ist sein Pfleger, beide Unternehmen eine Reise nach der anderen. Wieso deprimiert? Wegen der Lähmung? Nein, 1996 starb seine Frau an Krebs, die Tochter ist ein verwöhntes 16 Jähriges Miststück und er hat noch immer keine Frau gefunden. Will er auch nicht, wer mag schon einen Krüppel?

    Wie sieht die Welt heute aus? Ja kann man nachlesen, PHILIPPE ist mit seiner 2. Frau glücklich und lebt in Marokko, ich vergönn ihm alles Glück der Welt, SELLOU auch, der lebt in Algerien, ist verheiratet hat 3 Kinder und hat einen Masthähnchenbetriebs in Algerien.

    ein Must see Film - 3
    Der Film ist sehr unterhaltsam aber nicht so kreativ wie ich es mir wünschte, viele ruhige Szenen, Philippe hat Panikattacken usw. die Luft blieb ihm weg, ja da fehlt einfach mehr im Film, um ihn in den Himmel zu loben, doch mein Herz hat er erreicht, der Film ist nämlich ehrlich und gut gemacht, er hat ein gutes Drehbuch, mit einigen langweiligen Dingen, ich hätte gerne mehr Action gesehen gerne mehr von den 2 was sie machen oder wie es am Ende weiter geht, man sehnt sich direkt danach dass die 2 sich um den Hals fallen und küssen, nun ja, die 2 sind Freunde, und was gibt es stärkeres als Männerfreundschaft? Genau, Teenager Mädchen Freundschaft, die ist so stark dass man sogar über die Schleimspuren im String Tanga 2 Stunden reden kann, igitt.

    Gelacht habe ich bei dem Film nur wenig, das Herz, das ist es was der Film anspricht, echt super, weiter so Frankreich.

    91 von 100 Punkten.

    Man muß Mensch bleiben - 2
    Pozzo die Borgo ist ein Schriftsteller, 2001 schrieb er das Buch, die Filmrechte kamen dann bald. Tja, man hat lange gekämpft doch der Regisseur vom Film hat alles gut gemacht, das Drehbuch ist super, eine Bedingung gab es, 5 % der Filmeinspielergebnissen werden gespendet. An den Förderverein für Behinderte Simon de Cyrène gehen, und das sind doch einige Millionen vielleicht?

    Mein Geld hat er auf alle Fälle und ich bin heilfroh den Film gesehen zu haben, ja das ist ein Must Have Film, ein Must See Film, ein Film der Mut macht. Ein Film wie ihn nur das Leben schreibe kann, der seine Hoch und Tiefs hat, der Längen hat und auch komödiantisch ist, der aus Frankreich kommt, den Hollywood nie so bringen würde oder könnte, so rein, so ohne Pomp, einfach super.

    Sicher, der Film ist nicht geheimnisvoll, er ist etwas vorhersehbar, er ist nicht mystisch, er ist aber sehr gut, er ist spannend auf eine gewisse Weise, er hat eine sehr gute Story und hervorragende Schauspieler die natürlich spielen. Was mir am Film gefällt, Probleme werden ungeschönt dargestellt und beredet, und das ist gut so, Reichtum und Armut, DRISS ist in dem Haus und wohnt dort, er hat ein Zimmer im Haus des Millionärs. Einfach super der Film, die Story, die Leute, Nebenrollen nicht gut besetzt, alles irgendwie gewöhnlich, aber macht nichts, der Film lebt von den 2 Leuten, ein bisschen mehr Fehler oder wie man das nennt und der Film wäre langweilig, nein er hat den Sprung geschafft und man sollte sich den merken auch wenn Filme wie „Ich bin Sam“ besser waren.

    Der Film hatte Neun Nominierungen für den César 2012, den Französischen Oscar. Das beste war ja am Anfang, eigentlich wollte DRISS nur 'ne Unterschrift haben für das Arbeitsamt, die Typen sind da unten genauso blöd wie bei uns stecken Leute in Kurse rein um Zahlen zu schönigen, Kurse die viel Geld kosten wo der Kunde am Arbeitsamt lernt wie man sich bewirbt, Saublöde Kurse die nichts bringen, 6 Wochen dauern und reine Schikane sind, ja Frankreich ist nicht anders.

    Was den Anfang so schön macht, so sich zu merken, ein Mann kann nichts, will nur 'ne Unterschrift, ist vorlaut und witzig und was kommt? Ja er wird eingestellt, lernt alles von der Pike auf, und in 10 Jahren sind die beiden wie Brüder, die besten Freunde. Ja GOTT hat die 2 zusammengeführt.

    Wenn es Leute gibt die selten ins Kino gehen dann sollte man ich den Film anschauen und noch andere, so viel wurde über den Film geredet und er ist es Wert, ich hoffe er spielt viel ein und gewinnt Preise. Ja man erwartet sich mehr, 109 Minuten Film ist nicht zu lange, man hätte mehr daraus machen können, macht aber nichts. Die Story mit der Frau, er will 'ne Frau kennen lernen, DRISS spielt seinen Postillion D´Amour, lustig das Ganze, oder wie die 2 Paragleiten gehen, Tandemgleitschirmflug, DRISS leidet unter Höhenangst doch er ist ein Mensch der einfach probiert und nicht quakt wie viele von uns, die zuerst quaken, nicht probieren und dann bewerten, ja so was mag ich gar nicht.


  • Echt ein super Film. Lustig aber kein flacher Humor, auch mit ernsten Stellen die aber in keinster Weise überzogen sind. Die beiden Hauptdarsteller spielen ihre charakterlich komplett verschiedenen Rollen sehr gut.

    Aber Achtung: Lachattacken oder ähnliches darf man hier nicht erwarten. Ich für meinen Teil zumindest fand den Film sehr amüsant und witzig, allerdings kein "Streifen" wo der Kinosaal á la "Torte ins Gesicht" abgeht (siehe oben -> kein Flacher Humor).

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist wie die Hauptdarsteller die körperliche Behinderung des Einen schlicht als Gegebenheit hinnehmen, aber nicht als schwere über-bemitleidenswerte Bürde mit sich durch den Film schleppen.

  • sehenswert
    wirklich unterhaltsam und berührend. tolles beispiel, dass schwierige themen (migranten, behinderung) nicht automatisch kassengift sein müssen. absolut sehenswert !

  • Empfehlenswert!
    In aller Kürze: Ich hab' mir den Film einer Freundin mit ihr zuliebe angesehen ... und bin froh, dass es ich es getan hätte (ohne sanften Druck hätte ich mir den Film nie angesehen).

    Eine sehr amüsante Komödie mit Tiefgang der an sogar ziemlich derbe Witze gegen gehandikapte Menschen verzeiht (so seltsam das jetzt klingt), weil man weiß, dass diese ausschließlich zwischen den beiden Protagonisten bleiben und den schwarzen Humor beider treffen. Auf jeden Fall ein sehenswerter Film abseits des Mainsteam-Kinos ...

  • Anschauen
    Tolle Unterhaltung, viel gelacht und am Ende auch etwas berührt.
    Mehr kann man sich von einem Kinoabend nicht erwarten.
    Absolut empfehlenswert!

  • Genialer Film
    Selten so einen guten Film gesehen. Schauspielerisch eine sehr gute und überzeugende Leistung. Französischer Humor der auch Österreicher zum Lachen bringt.