Je ne suis pas morte (I Did Not Die)

 F 2008
Drama, Independent, Avantgarde 190 min.
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Die 27-jährige Alix ist keine gewöhnliche Frau, sondern eine «Kreatur». Geschaffen als ideale Frau von William Stein, eines zeitgenössischen Frankenstein, macht sie sich auf die Suche nach dem Einzigen, was ihr immer verwehrt bleiben soll: das (verflixte) Gefühl der Liebe. Sie probiert es mit einem Mann nach dem anderen, bis sie schließlich Raphaël trifft - einen kleinen Zuhälter, der in Rom und Saint-Ouen tätig ist und ihr etwas viel Besseres als Liebe verspricht. Was Alix aber bei Frédéric erwartet, der sich noch kaum von der Trennung von seiner Frau erholt hat, und vor allem bei Hélène, einer jungen Frau, die ihre im Koma liegende Mutter pflegt, davon soll hier nichts verraten werden. Je ne suis pas morte besteht aus drei Teilen. Der erste heißt «Par les beaux soirs de l'été», der zweite «Le chant des séparés» und der dritte «Par des chemins étranges». Den Spielfilm ergänzt Jean-Charles Fitoussi mit seiner «Ars poetica» der Filmkunst: «Wahrnehmen, denn der Film ist ja von Natur aus die geeignetste Form des Sehens. Und aufbrechen, auf gut Glück, ohne ein anderes Drehbuch als den Wunsch, Menschen und Orte in der Pracht ihres Daseins filmen. Ohne je zu wissen, was aus dem Heute wird, doch versuchen, den Film nach dem Vorbild des Unvorhersehbaren zu gestalten, das so tragisch ist wie erfreulich.» (Filmfestival Locarno) Da war die Idee einer Figur namens Alix: Aus mehreren Frauen zusammengesetzt, vereint sie die Qualitäten einer jeden, ist aber unfähig, Liebe zu empfinden. Was mag das Wort «Liebe» wohl in Wirklichkeit bedeuten? Zudem gab es noch, ganz am Anfang, eine Lust am Fantastischen - oder für das Reale, alles Reale: bis an seine Grenzen. Hier zu versuchen, spürbar zu machen, wie die Wahrnehmung eines körperlosen Geists wäre. (Jean-Charles Fitoussi)

(Text: Viennale 2008)

Details

Alix Derouin, Frédéric Bonpart, Hélène Boons, Laurent Talon, Jacopo Domenicucci, Stéphanie Julien, Frederick, Weibgen, Chantal Teisseyre, Frédéric Shiffter, Camille Combes, Raphaël Thierry, Alexis Loret
Jean-Charles Fitoussi
Wolfgang Amadeus Mozart
Sébastien Buchmann
Jean-Charles Fitoussi

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Spannende, geradezu frankensteinsche Geschichte um ein künstliches Geschöpf, geschaffen aus mehreren Frauen, nicht fähig der Liebe, aber auf der Suche nach diesem unbekannten Gefühl.

    Hatte ein großes positives Echo in Locarno, was nie eine schlechte Referenz ist - daher auf Verdacht zu empfehlen.