Le Depart - Der Start

 Belgien / Frankreich 1967

Le Départ

94 min.
film.at poster

Marc, Friseurlehrling, 19 Jahre, hat einen Startplatz für das Rennen in zwei Tagen, aber noch kein Auto. Wenig anderes beschäftigt ihn als dieses Auto. Es muss auch noch ein ganz bestimmtes Auto sein, schließlich hat er ja genau das angemeldet. Bei seinen Versuchen, sich ein Auto ganz exakt dieses Typs „anzueignen“, verliert er vielleicht seinen besten Freund und findet vielleicht eine Freundin - man sähe es, liefe der Film nicht eines ernüchterten Morgens einfach aus in eine Leere. Ein frenetisch-lustvoll-haltloses, ganz asozial dem Gefühl des Augenblicks huldigendes Aufbruchswerk, gesetzt zu den ultracoolen Phrasen von Jazz-Gott Krzysztof Komeda. Mit den Augen Skolimowskis sieht Brüssel kirre polnisch aus - das macht bestimmt der Surrealismus -, und Jean-Pierre Léaud in ­ einer seiner undurchschaubarsten Performances (perfid-verwinkelte Präsenz) sieht wieder und wieder seinem Regisseur verwirrend ähnlich. Ein unbedingt wiederzuentdeckendes Meisterwerk! (R.H.) (filmmuseum)

Es ist ein Unterschied, ob man mit zwanzig einen gestohlenen 911 S fährt oder ob man sich mit dreißig einen kaufen kann. Von diesem Unterschied handelt "Der Start": von den Träumen, die man mit zwanzig hat und mit dreißig sich erfüllt und die dann nicht mehr die Träume sind von einst. (...) Und dann ist Der Start der Film eines Polen über einen Franzosen (oder Wallonen). Entweder werden hier Bilder aus Polen direkt projiziert auf eine westliche Wirklichkeit, oder Aspekte einer westlichen Wirklichkeit werden so exponiert, daß sie wie im Osten erfunden wirken. (Enno Patalas, 1968)

Details

Jean-Pierre Léaud, Catherine Duport, Jacqueline Bir, Paul Roland u.a.
Jerzy Skolimowski
Jerzy Skolimowski, Andrzej Kostenko

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