Le Golem

Tschechoslowakei, Frankreich, 1936

Horror

Kaiser Rudolf II versucht, den sagenhaften Golem in seine Hände zu bekommen.

Min.83

Prag, 17. Jahrhundert. Kaiser Rudolf II lebt in Angst vor der jüdischen Bevölkerung der Stadt. Schon einmal haben die unterdrückten Juden mit einem Aufstand gedroht, mit Hilfe des Golems - eines künstlichen Menschen, aus Ton geformt und mit kabbalistischer Magie zum Leben erweckt.

Seit dem Tod des respekteinflößenden weisen Rabbi Loews, ist Rudolfs tolerante Haltung den Juden gegenüber verschwunden. Verfolgung und Unterdrückung sind an der Tagesordnung. In irgendeinem vergessenen Winkel des Ghettos aber liegt noch der Golem, bereit, widerbelebt zu werden. Um diese Bedrohung aus der Welt zu schaffen, unternimmt Rudolf alles, um ihn in seine Hände zu bekommen, einschließlich Folter und Mord. Aber alle Bemühungen bleiben vergeblich, bis eines Tages der Golem, tönern und unbeweglich, in Rudolfs Palast auftaucht.

Diese tschechoslowakisch-französische Koprodruktion aus dem Jahr 1936 ist vor allem als zeitgeschichtlich-politisches Dokument interessant. Es ist ein unverholener Kommentar zur Judenverfolgung im damaligen Großdeutschen Reich und ein Aufruf zur Revolte: "Aufstand ist das Recht des Sklaven."

  • Schauspieler:Harry Baur, Germaine Aussey, Roger Karl, Julien Carette, Marcel Dalio

  • Regie:Julien Duvivier

  • Kamera:Vaclav Vich

  • Autor:André-Paul Antoine, Julien Duvivier

  • Musik:Joseph Kumock

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