Wahre Liebe rostet nicht

 F 1968

Le grand amour

Romanze, Komödie 87 min.
7.40
Wahre Liebe rostet nicht

Ein verheirateter Kleinstat-Casanova macht sich Hoffnungen auf die bezaubernde neue Sekretärin.

Pierre (Pierre Etaix) ist ein typischer Kleinstadt-Casanova, der immer gleich mehrere Freundinnen hat. Aber ausgerechnet der etwas spröden, wohlerzogenen Florence (Annie Fratellini) gelingt es, ihn vor den Altar zu schleppen. Dafür bietet sie Pierre ein bequemes Leben und eine ausgezeichnete Position in der Firma ihres Vaters. Die beiden arrangieren sich sehr gut in der Ehe und führen ein langweiliges, aber harmonisches Leben im Haus der Schwiegereltern. Alles könnte so schön weiter gehen, wäre da nicht Pierres Midlife-Crisis, die ihn am Eheleben zweifeln lässt - und seine neue, bezaubernde Sekretärin Agnès (Nicole Calfan). Als Florence dann auch ihrerseits einen dreiwöchigen Urlaub beantragt, scheint dem Tête-à-tête mit Agnès nichts mehr im Wege zu stehen...

Details

Pierre Etaix, Annie Fratellini, Nicole Calfan, Ketty France, Louis Mais, u.a.
Pierre Etaix
Claude Stieremans
Jean Boffety
Pierre Étaix, Jean-Claude Carrière

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Florence oder Agnès
    Was anfangs als verklemmt und bieder daher kommt, entpuppt sich im Laufe der Zeit als galante Persiflage auf die Eintönigkeit der Ehe. Zugegeben, das Alter (1968!) merkt man dem Streifen schon an, vor allem an den knalligen Farben, aber die grundlegende Aussage wird mit viel Situationskomik und leisem Humor dargestellt. Die Spießeridylle der damaligen Zeit wird durch den Kakao gezogen. Vieles davon hat sich aber bis heute nicht geändert.
    Die optische Umsetzung von Gedanken und Vorschlägen ist ein bleibender Knaller. Vor allem wenn es davon mehrere Versionen gibt. Einer der Höhepunkte ist die Traumfahrt im Bett als Auto, vorbei an Krankenwagenbetten und einem Unfall, weil zwei Betten zusammengestoßen waren bis hin zum Bettenstau auf der Landstrasse.
    Verklemmt sind hier vor allem die Männer. Sie machen der Falschen eine Liebeserklärung, (nicht der schönen velofahrenden Agnès (Nicole Calfan)), weil sie im entscheidenden Moment nur verschämt unter sich schauen. Ihre Unfähigkeit zu echter Liebe wird ebenso gegeißelt wie ihre Feigheit, zu ihren Gefühlen zu stehen. Sie bleiben misstrauisch, rechthaberisch und borniert und damit auch letztlich bei Ehefrau Florence (Annie Fratellini). Regisseur Pierre Etaix, der auch die Hauptrolle spielt, hat mit dem Originaltitel ’Die große Liebe’ wohl eher in die ironische Schublade gegriffen. Leider bleibt er auf halbem Wege stehen.
    Ein Spaß mit Nostalgie-Touch, den man ganz relaxt genießen kann.

  • Irgendwie sympathisch
    Dieser Film hat irgendwie etwas Sympathisches. Besonders erwähnenswert ist eine Szene, bei dem Pierre träumt und mit einem Bett durch seine Träume fährt.

    Wirklich sehenswert.