Einmal wirklich leben

Ikiru

J, 1952

FilmDrama

Ein Film über den Tod wie kein anderer. Die Lesart von Ikiru lautet "Leben", auch und eigentlich treffender: "Zu-Leben", "Zu-Lebendes".

Min.143

Das Röntgenbild eines Magenkrebs-Tumors füllt die Leinwand. Brutal findet sich die Lebensfrist des Bürokraten Watanabe bemessen - ein halbes Jahr noch und dann nicht mehr und nie mehr. Er klammert sich an den Augenblick, ans Vergessen, Erinnern, Begehren und an den Rausch - aber alles zerrinnt unendlich schmerzvoll unter seiner Berührung. Da erwacht er erstmals und auch schon zum letzten Mal aus seiner Mumienhülle und erwirkt die Errichtung eines Kinderspielplatzes. Virtuos verschränken sich in Ikiru verschiedene Erzählebenen. Aus ihrem Muster spinnt Kurosawa die Interpretation eines Lebens und aller Leben im Angesicht des Todes. Grenzenlos verloren und doch ganz bei sich, singt der sterbende Watanabe auf der Schaukel am nächtlichen Spielplatz inmitten des fallenden Schnees das Lied von der Vergänglichkeit der Blumen. Kein Augenblick der Filmgeschichte, der mit der Ruhe und Trauer dieser Einstellung zu konkurrieren vermöchte. (filmmuseum)

IMDb: 8.3

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  • Schauspieler:Shimura Takashi, Kaneko Nobuo, Seki Kyoko, Kobori Makoto

  • Regie:Akira Kurosawa

  • Kamera:Asakazu Nakai

  • Autor:Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto

  • Musik:Fumio Hayasaka

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