Leben in Wittstock

 DDR 1984
Dokumentation 
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Fünfter Teil eines Dokumentationszyklus über das Leben von Arbeiterinnen in einem Trikotagenwerk der DDR.

Immer wieder fragt man uns, unsere Meinung zu sagen. Wir diskutieren, aber es ändert sich nichts. - Das ist das Fazit, das Edith, Obermeisterin nun, aus ihren Erfahrungen im Obertrikotagenwerk zieht. Im fünften, wichtigsten und bis 1992 letzten Film seines Wittstock-Zyklus Leben in Wittstock, gibt Volker Koepp einen großen Blick auf die zehn Jahre, die er die Mädchen, das Werk, die Stadt beobachtet hat.

Und wenn auch immer wieder über Arbeit und Arbeitsorganisation geredet wird, es ist das Schicksal von Renate, Stupsy, Edith, das den Filmemacher interessiert. Wie sie leben, was sie denken, wie sie sich verändert haben in diesen zehn Jahren - die hübsche, heitere, manchmal melancholische Stupsy, die herbe, kluge Edith und die lebenserfahrene Renate, die aus Sachsen kam zur sozialistischen Hilfe.

Ein Film über Menschenschicksale, die sich so nur hier, in der märkischen Provinz des Landes DDR, entwickeln konnten. Koepps Film, der keine Theorie beweisen, keine Prozesse befördern wollte, ist zu einem ungeschönten Dokument der DDR geworden. Wahrhaftig wie es nur ein Kunstwerk sein kann. filmhaus stöbergasse

Koepps Filme sind die Chronik Ostdeutschlands von den 70er bis in die 90er Jahre, skeptisch, jenseits jeder Illusion... Deutschlandbilder Ost, Stuttgart 1995

Details

Wolfgang Koepp
Rainer Böhm
Annerose Richter, Volker Koepp, Wolfgang Geier

Kritiken

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