Das Meer in mir

 E/F/I 2004

Mar adentro

Drama 11.03.2005 125 min.
8.10
Das Meer in mir

Ramon ist querschnittgelähmt und fühlt sich zum Leben verdammt. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen ...

Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, spielt mit Wellen und bestaunt die Farben - wann immer ihn die Phantasie losziehen lässt. Denn das Meer hat ihm sein Leben geschenkt. Aber es hat es ihm auch wieder genommen. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang - seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Nur den Kopf, die Augen, den Mund kann er bewegen. Und den Hals ein wenig drehen. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Er fühlt sich zum Leben verdammt. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche.

61. Internationale Filmfestspiele in Venedig: Coppa Volpi, bester Darsteller & Silberner Löwe, Großer Preis der Jury

Oscar 2005 für den besten ausländischen Film

Details

Javier Bardem, Lola Duenas, Belen Rueda, Celso Bugallo, u.a.
Alejandro Amenábar
Alejandro Amenábar in Zusammenarbeit mit Carlos Núnes
Javier Aguirresarobe
Alejandro Amenábar, Mateo Gil
Tobis Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Abflug nur geträumt
    Das nachhaltig beeindruckende an diesem Film über den Freitod des vom Hals abwärts Gelähmten Ramon (Javier Bardem) ist neben den großartigen Schauspielern das Drehbuch. Nach dem poetischen Titel liefert es Sätze wie „Man lernt lachend zu weinen.“ oder „Ich bin mit dem Tod verheiratet.“ Als Resümee wird festgestellt, dass wir zwar ‘das Recht haben zu leben, aber nicht die Pflicht‘. Das soziale Umfeld von Ramon, das aus Verwandten und 3 Freundinnen besteht, trägt mit dazu bei, dass wir in den Kreisel um den Lebensmüden hinein gezogen werden. Besonders Rosa (Lola Duenas), die schlichte Arbeiterin, die nur aus Gefühl zu bestehen scheint und vorbehaltlos liebt und Julia (Belén Rueda) die selbst zum Suizid neigende, totkranke Anwältin liefern eine eindrucksvolle schauspielerische Leistung ab. Die Tränen dieser Frauen sind ansteckend. Optisches Highlight ist Ramons geträumter Flug zum Meer, intellektuell überzeugt die kurze Diskussion mit einem Priester, der ebenso dran ist wie Ramon, der aber als Vertreter der Kirche argumentativ recht alt aussieht. Dabei werden Rede und Antwort von einem jungen Gehilfen via Treppenhaus transportiert. Das erheitert ebenso wie die vielen kleinen verbalen Späße, die die Bettlegerichkeit von Ramon vergessen machen sollen. Es ist keine Propaganda für den Verein „Sterben in Würde“, denn er Film betont eigentlich die sonnigen Seiten des Lebens von Behinderten und unterstreicht das Lebenswerte daran. Es gibt keine Lösung. Fest steht, für die Hinterbliebenen ist es schlimmer als für die Betroffenen selbst. Wir lernen lachend zu weinen!

  • tränen über tränen
    ein so wunderschönes meisterwerk das einem das herz in die hosen rutschen lässt. ein film über den man noch wochen später nachdenk, ein schicksal dass einen nicht mehr los lässt und zum nachdenken anregt.

    auf jeden fall sehenswert, vorallem wenn man glaubt nichts mehr empfinden zu können, dieser film lehrt es einen wieder!


  • bin noch Stunden danach ergiffen .... ein Film der unter die Haut geht und so manche Überlegung auslöst! Der Satz " Es ist nicht meine Pflicht zu leben, sondern meine freie Entscheidung, ob zu leben oder einem unwürdigen Leben ein Ende zu bereiten", hat aller mitmenschlicher Gefühle (wie Liebe und tiefer Freundschaft) und kirchlicher Einwendungen zum Trotz, etwas für sich........... ich denke auch, dass in Würde zu sterben ein Recht sein sollte, so wie in Würde geboren zu werden. Aber all meine persönlichen Anmerkungen mal weggelassen - ein wirklich empfehlenswerter Film!