Marvins Töchter

 USA 1996
Drama 98 min.
6.70
Marvins Töchter

Eine an Leukämie erkrankte Frau kann nur durch eine Knochenmarkspende eines engen Familienmitglieds gerettet werden.

Bessie kümmert sich seit Jahren um ihren bettlägerigen Vater Marvin. Doch dann erkrankt sie selbst an Leukämie. Nur eine Knochenmarkstransplantation kann sie retten. Da als Spender ausschließlich enge Familienmitglieder in Frage kommen, nimmt Bessie nach 20 Jahren Funkstille wieder Kontakt zu ihrer Schwester Lee auf. Die reist sofort mit ihren Söhnen, dem rebellischen Hank und dem verschlossenen Charlie, an. Zwei völlig gegensätzliche Vorstellungen vom Leben prallen aufeinander...

Details

Meryl Streep, Leonardo DiCaprio, Diane Keaton ua.
Jerry Zaks
Rachel Portman
Piotr Sobocinski
Scott McPherson

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Knochenmark für Tante Bessie
    Eigentlich ist der alte Marvin (Hume Cronyn) eine Randfigur. Ein Knochenmarkspender wird für seine Tochter Bessie (Diane Keaton), die an Leukämie erkrankt ist, gesucht. Als nächste Verwandte kommt Schwester Lee (Meryl Streep) und ihre beiden Söhne Hank (Leonardo DiCaprio spielt mit gebremsten Schaum) und sein jüngerer Bruder Charley in Frage.
    Es ist kein ganz großer Film über diese notgedrungene familiäre Zusammenkunft, obwohl dank der guten Darsteller recht unterhaltsam. Schwesterliche Probleme aus der Vergangenheit werden bloß zickenkriegmäßig kurz gestreift ebenso wie die Erziehungsmaßnahmen von Mutter Lee oder die menschliche Annäherung von Tante Bessie und Hank, einem jugendlichen Pyromanen. So zerfasert sich die Handlung zwischen Komik und Tragik. Als unverbindliches Bindeglied zwischen den Parteien agiert Dr. Wally (Robert De Niro), den man ebenfalls zwischen unfreiwilliger Komik und echter profihafter Distanz ansiedeln kann. Bevor echter Tiefgang entstehen kann, springt die Handlung schon weiter. Da ist sogar die immer wiederkehrende Notwendigkeit der Pflege des alten Marvins noch ein Ankerpunkt, den Regisseur Zaks am Ende mit Lichtspiegeleien an den Wänden in ein offenes Ende laufen lässt. Ort der Handlung ist wie im Originaltitel angesagt ‘Marvins Zimmer‘.
    Vieles bleibt an der Oberfläche. Das eigentliche Thema – inklusive der beiden Titel - irrlichtert durch die Handlung und gerät fast in Vergessenheit. Und weil der Film so unbedarft ist, kann er auch immer wieder in allen TV Programmen durchgenudelt werden.