McCabe & Mrs. Miller

 USA 1971
Western 120 min.
7.70
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Der Spieler John McCabe versucht mit einer geschäftstüchtigen Dirne als Bordellbesitzer sein Glück zu machen.

McCabe (Warren Beatty) hat beim Pokern gewonnen; mit dem Geld macht er in einer Bergarbeitersiedlung einen primitiven Zeltpuff auf und partizipiert an dem wirtschaftlichen Aufschwung des kleinen Orts. Mrs. Miller (Julie Christie) , eine Professionelle in Sachen Prostitution, wird seine Partnerin; ihrem Rat folgend, baut er ein komfortables Bordell mit Badehaus und holt appetitlichere Mädchen aus der Stadt bis die Bergbaugesellschaft das Unternehmen aufkaufen will. McCabe sucht vergeblich wirksamen Beistand bei einem Anwalt und erkennt zu spät seine Unterlegenheit. Zwar erledigt er die drei Killer, die ihm die Gesellschaft auf den Hals hetzt, aber er findet dabei selbst den Tod. Handelten viele klassische Western auch vom Dilemma eines Rechts, das ohne Gewalt nicht auskommen kann, so erzählt McCabe and Mrs. Miller von der Ohnmacht des Rechts angesichts realer Machtverhältnisse; McCabes Konsultationen bei einem Anwalt helfen nichts, im Gegenteil, sie täuschen ihn über seine gefährliche Lage nur hinweg. Die Bergbaugesellschaft, die sich sogar seinen Puff unter den Nagel reißt, ist schließlich eine Vorahnung kommender diversifizierter Unternehmungen, die ihr Kapital mit vielerlei grundverschiedenen Produkten vermehren. Selbst wenn McCabe den Showdown überlebt hätte, wäre sein Kampf aussichtslos; er, der sich eigentlich nur mit der Waffe in der Hand wehren kann, würde nie seine wahren Gegner zu Gesicht bekommen. Eine alte Ordnung, die keine gute war, weicht einer neuen, die sich noch schlimmer ankündigt: McCabe and Mrs. Miller ist eine höchst pessimistische Arbeit, bis hin zum Klima; Altman hat einen radikalen Schlechtwetterfilm gedreht. (Hans Günther Pflaum)

Details

Warren Beatty, Julie ChristieRené Auberjonois, William Devane, John Schuck, u.a.
Robert Altman
Leonard Cohen
Vilmos Zsigmond
Robert Altman, Brian McKay und Warren Beatty (ungenannt) nach einem Roman von Edmund Naughton

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