Meeresfrüchte

 F 2004

Crustacés et Coquillages

Romanze, Komödie, Musikfilm / Musical 29.07.2005 90 min.
6.60
film.at poster

Nach dem wunderbar-witzigen Road Movie "Drôle de Felix" verpackt das französische Autoren/Regie-Gespann Olivier Ducastel und Jacques Martinez das alles bestimmende Thema Liebe in heiter-beschwingte Töne.

MEERESFRÜCHTE ist die turbulente Geschichte eines Familienurlaubs voller emotionaler Achterbahnfahrten, sexueller Befreiungsschläge und kulinarischer Kindheitserinnerungen. Am Ende wird nichts mehr so sein, wie es am Anfang einmal war. Ein beschwingter Film über einen Sommer voller Liebe - in all ihren Facetten.

MEERESFRÜCHTE wurde in der Panorama-Reihe der Berlinale 2005 uraufgeführt und erntete dort begeisterte Kritiken bei Presse und Publikum. Besonders gelobt wurden der pointierte Dialogwitz und der virtuose Inszenierungsstil, der Erinnerungen an Eric Rohmer wachruft. Das kommt nicht von ungefähr, gelten Ducastel und Martinez doch als seine tiefen Bewunderer, insbesondere von dessen "Pauline à la plage" (1982).

Details

Valeria Bruni Tedeschi, Gilbert Melki, Jean-Marc Barr, Jaques Bonnaffé, Édouard Collin, Romain Torres, Sabrina Seyvecou
Olivier Ducastel und Jacques Martineau
Philippe Miller
Matthieu Poirot-Delpech
Olivier Ducastel, Jacques Martineau
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Meeresfrüchte
    Meeresfrüchte

    Es geht nur um das Eine und das 90 Minuten lang. Die meisten Aktivitäten dieses Films beschreibt man eher mit dem Verb aus der Wortfamilie unserer singenden, gefiederten Freunde. Und dabei geht es homo- und heterosexuell zu, alt, jung, drinnen und draußen. Das einzig bemerkenswerte ist das vorhersehbare Coming-out, vom Vater zweier erwachsener Kinder.
    Die Handlung ist schicht und spannungsarm: eine vierköpfigen Familie macht Urlaub am Meer. Die Dialoge sind flach, die Schauspieler allen voran Valeria Bruni-Tedeschi geben sich Mühe. Aber sonst?! Und weil den beiden Regisseuren und Drehbuchautoren nichts mehr einfiel, müssen die Akteure am Ende völlig losgelöst und sinnfrei unter Lichterketten im Kreise Ringelreihen tanzen. Schade für die vertane Zeit.


  • SELTEN SO GELACHT - SUPER FILM - UNBEDINGT ANSCHAUEN!!!

    NÄCHSTEN TERMINE: 5.9. IN FOHNSDORF UND 7.9. IN BÄRNBACH!!!

  • stinkfad - Teil 1
    Meinung, mein Senf, Infos, Handlung, und so weiteres mögliche:

    BEATRIX ist eine Frau. Sein Sohn ist ein Junge. Seine Mutter ist hübsch, und in dem kleinen französischen Kaff finden sie viele nette und süß. Sie hat einen Sohn, der heißt CHARLY und der wichst unter der Dusche, was ja auch recht praktisch ist, vom Reinlichkeitsfaktor her.

    MARC ist der Stiefvater von CHARLY, er hat sich in BEATRIX vor langer Zeit verliebt, alle leben idyllisch am Mittelmeer in einem Haus, und im Film wird über Austern gesungen in französischer Sprache, vielleicht weil sie ein Aphrodisiakum sind, und der Film sich hauptsächlich um Pubertät und Sex und versteckte Sexgeheimnisse dreht. Erinnert mich irgendwie an ¿Das große Fressen¿. Weil in dem Film handelt es sich auch irgendwie um das Essen von Liebe, und die Frivolität rund herum die dann dadurch entsteht. Das Gerede über dein Vater von CHARLY fand ich ein bißchen dämlich, da kennen sich 2 Jungen nicht und reden als wären sie verheiratet, und sitzen auch so zusammen als wären sie schwul oder verheiratet, aber da ist ja heute eh fast kein Unterschied mehr, Wahrscheinlich weil der CHARLY wirklich schwul ist.

    MARC ärgert sich über CHARLY, der duscht sich immer so lange, wahrscheinlich weil er ein Sauberkeitsfanatiker ist, denkt sich die Mutter, aber Vater weiß da mehr Bescheid und bevor ich an die Filme
    ¿Felix¿, ¿Victor/Victoria¿ oder an ¿Dem Himmel so fern¿ denken kann, fällt mir auf, he die 2 haben ja noch eine Tochter, LAURA, die hat einen Bikerfreund, und von dem Sommerurlaub da wo sie leben im Haus ist nicht viel zu sehen.

    Also noch mal, Stiefvater hat Freundin, die hat Sohn und Tochter, der Sohn ist Schwul, für den Vater ist die Tochter ein Flittchen, und CHARLY denkt noch dazu über sein Coming Out nach weil er Heterosexuell ist. Lustig wird es wenn der alte Ex Liebhaber von BEATRIX, der MATHIEU auftaucht und die Exfreundin von MARC.

    BEATRIX ist aus Holland, sexuell freizügig, betrügt MARC, der weiß das nicht, der träumt von seiner Ersten Liebe, ärgert sich das schwul ist, der Mutter ist das egal, die akzeptiert das, wie alle Holländer.

    Irgendwie ist es verständlich in dem Film zu sehen das sich LAURA mit Ihrem Freund dem Motorradrocker, so würde ich ihn mal bezeichnen, auf den Familienurlaub pfeift, nur weil MARC sich an seine Jugend erinnern will und dort im Ferienhaus in Frankreich Urlaub macht. Schließlich ist es mit ihm in Portugal schöner, nur schade das man von Ihr so wenig im Film sieht, vielleicht hätte das den Film weniger langweilig gemacht, denn die ganze musikunterbemalte Küsserei ist nervig, nicht weil Küssen nervig ist, außer du hast Gürtelrose auf der Lippe, sondern weil die Musik dämlich anspruchsvoll grauslich war, und der Liebhaber von Beatrix ein Halbglatzkopf ist ein Hässlicher welcher.

    Ganz am Ende der 2. Halbzeit stellt sich raus, das CHARLY nicht schwul ist, sondern sein Freund MARTIN mit dem er durch die Lande zieht, der geil auf CHARLY ist, und der lieber auf Schultoiletten wichst. Irgendwann brauchen die noch einen Klempner, der heißt DIDIER, und der ist auch schwul und MARTIN und CHARLY ist in seiner Nähe, da könnte doch was passieren oder?

    Ich fand es nur ganz wenig lustig wenn die Tuntigen Typen da durchs Bild huschen, und die ganzen wenigen Schwulenanspielungenwitze vom Band gelassen wurden, da war einfach zu wenig Pepp drinnen, zu wenig ordinäre Makaberheit, das wäre lustiger gewesen. Der Film ist eher anspruchsvoll bis langweilig, die Musik ist grässlich, in Großaufnahme MARTIN kurz wichsen zu sehen in der Hose ist auch langweilig, weil ihn keiner überrascht, z.B. der Präsident von Frankreich oder Mao tse Tung.

    Schön und lustig fand ich es, als CHARLY dahinter kam das seine Mutter seinen Stiefvater betrügt, und die meint dann nur noch, er soll tolerant sein, man was für eine Schlimme Sache, denn sie ist ja bei ihm auch tolerant gewesen. So gesunken ist die Moral schon der Leute. Und das soll dann lustig sein, weil es skurill rübe

    französisch fad - Teil 2
    weil es skurill rübergebracht wurde und einigen Wortwitz enthält. Man spürt zwar wie sich die Hetero ¿ Homo Verbindung und Beziehung im Gegensatz zu Alt und Jung aufwiegeln, aber das ist eher zu wenig.

    Die Infos ist auch interessant. Bei der Berlinale 2005 erntete "Meeresfrüchte" begeisterte Reaktionen bei Publikum und Presse. Zudem wurde der Film mit dem "Label Europa Cinemas" als bester europäischer Film in der Sektion Panorama prämiert. Und ich verstehe das überhaupt nicht. Wenn man denkt, die singen wie in einem Stummfilm oder Musical einfach so los, das man als Zuseher so zu sagen den Sprung zur nächsten Thematik versteht und es soll einfach schneller gehen.

    Auch nett bei dem Film, was ich auch selten sah, die BEATRIX hat nach einer Ausrede gesucht, wie kann sie MARC sagen, sie hat einen Geliebten, und sie kommt mit so vielen eigenartigen Dingen daher, das ist echt witzig, wie man das überschreiben kann, das man einen Geliebten hat, schließlich will sie ehrlich zu MARC sein.

    Anfangs hätte man nie gedacht das diese junge Schauspielerin eine Dame verkörpern kann die Mutter von 2 Kindern ist, aber sie hat es super gemacht. Man hat es gar nicht glauben können so gut war sie. Blöd fand ich oder peinlich, MARTIN zeigt CHARLY seinen Schwanz, der Vater sieht wie CHARLY unter der Dusche wichst, und so ungefähr kann man sich eine Komödie vorstellen die eigentlich langweilig ist, wo sich außer anspruchsvoller lustvoller Quargel nicht viel tut.

    Was ich auch nicht verstand, MARC redet von Homosexualität und MARTIN und CHARLY reden darüber den ganzen Abend, wieso eigentlich? Und wieso glaubt MARC, nur weil sein Sohn CHARLY schüchtern ist, das er schwul ist? Und dann war arg, als MARC sieht wie sein Sohn und sein Freund im Meer sind, kriegt er nen Ständer. Dann lernt CHARLY einen alten Mann kennen, eben DIDIER, und spioniert seinem Freund MARTIN nicht mehr hinterher.

    Und als MARC neben MARTIN am nächsten Tag aufwacht, dann fängt der Film an kompliziert zu werden, dann ist er auch bald aus, 90 Minuten vergehen schnell, und von LAURA sieht man nichts mehr. Der Film heißt übrigens Meeresfrüchte, weil eben Meeresfrüchte, also Muscheln dauernd Sex haben.

    40 von 100

  • leicht und flockig
    wirklich passend für einen verregneten sommerabend.
    der film hat keinen realitätsanspruch, ist nett zu sehen und ein paar mal zum lachen.
    die beiden gesangseinlagen finde ich sehr nett, vorspann ist sehr hübsch gemacht.
    ich wüsste nichs was ich sonst derzeit zum sehen empfehle.... was passenderes läuft glaub ich grad nicht.
    :)

  • Überflüssig
    Eine Frau, deren Liebhaber, ihr Mann und die Kinder samt Anhang, der schwule Freund und der Klempner:

    Das sind die Ingredienzen für diese französische Sommerkomödie. Die hat durchaus gute Ansätze und einige Damen im Kino waren auch die ganze Zeit glucksend hörbar recht zufrieden mit der Gagdichte.

    Mir hingegen sind Krustentiere und Muscheln, Wichsen unter der Dusche und Schwule im nächtlichen Park nicht genug. So witzig-überdreht die "Meeresfrüchte" (die Musical-Einlagen an "8 Frauen" erinnernd) stellenweise sind, so übelst albern sind sie an anderer. Das ist im Film wie im richtigen Leben: Handentspannung ist nun mal nicht abendfüllend.

    P.S.: Süßer Vorspann.


  • Wer sich bisher nichts unter Patchwork-Familie oder offene Beziehung etwas vorstellen konnte ist nach dem Film sicherlich klüger. Alles ist im Fluss, immer ändert sich etwas. Befreiend bei dem ganzen Durcheinander ist zum Schluss, dass man ehrlich zu sich selber und seiner Umgebung ist. Worum geht es: eine französische Durchschnittsfamilie mach Ferien am Meer. Zunächst scheint jeder seine genaue Rolle in der Familie zu haben und die Beziehungen untereinander geklärt. Erst als ein Freund (schwul) des Sohnes zu Besuch kommt fängt das klare feste Bild an sich zu verändern. Am Ende des Films ist vieles anders, aber die Familie an sich hat bestanden. Die Darsteller wirken in ihren Rollen überzeugend und glaubwürdig (mit Ausnahme bei den Gesangseinlagen, die etwas aufgesetzt wirken). Insgesamt ist der Film gut für einen launigen sommerlichen Abend (und vielleicht hat der eine oder andere Lust auf eine Dusche?).