Melancholia

 DK/Schweden/F/D/I 2011
Drama, Thriller, Science Fiction 27.10.2011 ab 16 136 min.
7.10
Melancholia

Lars von Trier macht Schluss mit uns: Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor, da der Planet Melancholia Kurs auf die Erde genommen hat.

Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) feiern ihre Hochzeit mit einem rauschenden Fest auf dem Landsitz von Schwester (Charlotte Gainsbourg) und Schwager (Kiefer Sutherland) der Braut. Währenddessen nähert sich der riesige Planet MELANCHOLIA immer weiter bedrohlich der Erde ...

Details

Stellan Starsgard, Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling
Lars von Trier
Manuel Alberto Claro
Lars von Trier
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ab 16

Kritiken

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User Kritiken

  • fast eingeschlafen - 1
    Nein im Film geht es nicht um die Melancholie an sich oder doch? Gleich zu Beginn sieht man eine stark veränderte Kirsten Dunst, ein Blick und ich muss sagen, die Frau ist absolut die richtige für den Film. Wie sie dich ansieht, durch den dunstigen Schleier eines zerstörten Lebens im Hintergrund, wie sie in Superzeitlupe irgendwas zu erleben scheint dass Ihre Seele aus den Fingern saugt, wie ein Pferd nach rückwärts geschleudert zu werden scheint, weil die komplette Anziehungskraft auf den Kopf gestellt wurde, und das alles nur wegen dem Planeten Melancholia.

    Part 1 von Lars von Triers neuestem Film heißt Justine, hat aber nichts mit den Lustschreien hinter Klostermauern zu tun, die Mal eine Verfilmung von Marquis der Sade sind. Ich mag persönlich die Filme von Lars nicht unbedingt.

    Filme wie „Dogville“ und der Nachfolger „Manderlay“ sind meiner Meinung nach seine besten Filme und haben sogar mir gefallen, obwohl sie irgendwie komplex sind, hoch anspruchsvoll sind, irgendwie komplett anders sind.

    Ich glaube Lars hat Mal die Idee am Klo gehabt einen Film zu drehen der komplett anders ist als alle anderen. Und das macht er aber in jedem Film. Bis auf seinen letzten Film „Antichrist“ der ein blasphemischer schwachsinniger grauslicher verstörender Scheißdreck war und den ich am liebsten gar nicht gesehen hätte, wenn ich nicht so neugierig wäre, hat er eigentlich recht gute Filmwerke abgeliefert.

    Die meisten Filme sind nichts für Leute die auf Popcorn im Kino stehen. Ich glaube bei dem Film war es irgendwie so dass die meisten Zuseher gar nichts gefuttert haben, ich habe eine Weintraube gegessen, habe die 30 Kg meiner Holden auf meiner Schulter ertragen, die angelehnt an mein kühles Haupt Ihre schönen lockigen Haare schmiegsam anstreichelt, während Kirsten Dunst gerade geheiratet hat, und ich mich gar nicht auskenne was der Film für 'ne Handlung hat, denn Anfangs ist dass in 2 Geschichten aufgeteilte Drama wirklich widerwillig.

    Bildgewaltig epische Bilder die ein bisschen von „El Topo“ und anderen irren Filmen durchscheinen lassen und dann, Kawumm, eine ganz normale Hochzeitssequenz. Also eine Feier, weil Kirsten ja geheiratet hat.

    Lars ist ja bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes mit dem Film aufgefallen, viel mehr noch mit seiner Aussage dass er eigentlich Hitler und die Nazis gar nicht so schlecht findet, hat es damals doch ein bisschen mehr Arbeit gegeben, Zucht und Ordnung waren viel stärker als heute und man hatte sich was anzuhalten gehabt. Tja, wenn Frau heute nichts zum anhalten hat, dann darf Mann ja Viagra nehmen.

    In dem Film spielt Justine die Hauptrolle. Deren Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) hat es geschafft, Ihre Lieblingsschwester, depressiv, einsam aber jetzt glücklich, zu verheiraten. Hilfe bekam sie von Ihrem Mann John den Kiefer Sutherland spielt, mal nicht in der Rolle des Bösewichtes, was ich sehr begrüße, denn Kiefer hat die Rolle des Bösen irgendwie gepachtet. Und ich kann gleich sagen, er spielt diese Rolle viel besser als in dem melancholischen Film seine Rolle, ich glaube das hat damit zu tun dass ich Kiefer mit dem Teufel identifiziere, also von den Rollen her. Hier spielt er den ruhigen besonnenen Mann der auch noch ein paar Überraschungen parat hat.

    Ich kann schwer den Film erzählen ohne viel zu erzählen, weil er einfach viel besitzt was nicht verraten werden sollte. Justine ist ja Werbetexterin und ist nun Art Direktorin geworden. In dem Film gibt es übrigens viel mehr Darsteller die berühmt sind als man glaubt, dass ist es auch was mir gefällt. Z.B. Dexter und Gabi sind ja die Eltern von Justine, (John Hurt und Charlotte Rampling spielen diese Rolle).

    Sehr anspruchsvoll - 4
    Was ich auch nicht verstehe, wieso ist der Film nicht viel mystischer? Wieso ist der Film so langweilig? Wieso hat der Film so viele Nebengeschichten, Ideen, Handlungsfetzen die gar nicht ausgeführt werden? Wieso Wagner Musik?

    Wenn der Film nicht so gute Schauspieler hätte, wäre ich wahrscheinlich eingeschlafen, Ich habe mich bei meiner Holden entschuldigen müssen, die mir sonst nicht so schnell verzieht in einen Kunstfilm gegangen zu sein, obwohl sie ihn irgendwie mochte. Mir gefielen dafür die Bilder vom Weltall gut, die kurz auftauchten und verschwanden. Schade dass so viel Potential vergeudet wurde.

    Übrigens Lars hat sich für Dunst entschieden, da die im richtigen Leben sehr oft depressiv war, und nach dem Film fiel mir erst ein, was ist wenn das Ganze mit dem Planeten usw. eine tiefere Bedeutung hat die mir entgangen ist weil ich fast eingeschlafen bin im Film?

    Warum Lars an dem Film 2 Jahre gearbeitet hat weiß ich nicht, ich hätte ihn in 2 Monaten gemacht, denn 55 Tage hätte ich dafür gebraucht Urlaub zu machen und einen schönen Sternenhimmel zu finden.

    Leider gelangweilte 58 von 100 Punkten, wäre ich jetzt anspruchsvoller würde ich 68 von 100 vergeben aber wie viele Punkte? Ja keine Ahnung bei 60 irgendwas.

    nicht so gut - 3
    Weiter geht es mit dem Stern Also der ist der Star im Film, ja der Stern was sonst. Also der blüht auf, so sehr dass man sich nachts darin sonnen kann, was Justine natürlich gefällt, was man auch an Ihrer Stimmung sieht die von depressiv auf fröhlich wechselt, während Ihre Schwester sichtbar auf depressiv wechselt was auch klar ist.

    Wieso man nichts von NASA hört, von der Esa, von den Chinesen, von Atomprogrammen, Armageddon ähnlichen Bohrversuchen, Explosionsphotonenlaser Antimateriestrahlen, Auf Quarks Photonen basierende Megabombengranaten die Sterne zerstören, oder Vielleicht gar Raumschiff Enterprise, liegt daran dass es kein unrealistischer SF Film ist, sondern eine anspruchsvolle Geschichte über Leute die vor dem Ende der Welt stehen.

    Was dann den Film wirklich besonders macht, von der Geschichte her ist, dass nicht Antares ist der die Erde zerstört, sondern sein kleines Hinten da, ganz hinten nämlich der Planet Melancholia, den John als erster entdeckt, der ist Hobbyastronom, und vorhersagt, Planet kommt, macht Krawumm und Erde ist kaputt.

    Angeblich soll der Planet ja an der Erde vorbeiziehen, aber wie es so oft bei Himmelskörpern ist, Sterne und Planeten haben noch 'ne Überraschung parat.

    Was Lars von Trier irgendwie sehr gut schafft, ist dass er weiterhin als Enfant Terrible gelten will und seine Aktionen, Gespräche und Filme stets so setzt dass sie vom letzten ziemlich unterschiedlich sind. Hat noch sein letzter Scheißdreckfilm „Antichrist“ auf unnötige Provokation, Sexszenen oder Blasphemie gesetzt, macht dieser Film alles konträrer. Er ist ruhiger, er ist besonnen, er ist nicht provokant, die höchste Form des Sex ist hier ein echt guter Zungen Kuss, ein Griff unter den Rock der Braut, und das einzige was provokant ist, Kardinalschnitte mit Erdbeergeschmack die fast auf den Boden fäll und alles dreckig macht. Na Ja und

    Was ich zu Filmbeginn auch noch sehr gut fand ist dass Justine eine große Limousine mit 5 Meter fahren kann oder 8 Meter, keine Ahnung, weil der Chauffeur es nicht schafft um die Kurve im Wald zu kommen.

    Das teilweise als Kammerspiel fungierende Filmkunstwerk, und so kann ich es nennen weil es solch eines ist, auch wenn es mir nicht gefällt und das schreibe ich auch gleich rein, nicht sehr jedenfalls, ist rein auf ein paar Figuren spezialisiert. Justine, Claire die Schwestern, ja deren Männer und das war es, ja n noch die Eltern aber hauptsächlich Justine.

    Was ich an dem Film sehr mochte ist das Schauspiel der Darsteller, das ist auf alle Fälle gut, aber die Tatsache dass sich alles im Hochzeitssaal oder in dem Haus abspielt, mit Gesprächen - und viel zu sehr in die Länge gezogenen Dialogen, die ohne weiteres in die ganze Menagerie passen aber eben nicht spannend sind, lässt mich zu dem Schluss kommen dass Lars eben in Zukunft gar keine spannenden Filme mehr drehen wird.

    Der ganze Film ist für mich viel zu wenig spannend, hat sehr gute Darsteller, eine viel zu sehr in die Länge gezogene Geschichte, gut einsetzende Musik von Richard Wagner - die ich nicht besonders mag; da sie für mich zu schwermütig ist - und er hat noch was, eine echt ungewöhnliche Story.

    Übrigens Udo Kier ist als Hochzeitsplaner auch mit von der Partie.

    Ursprünglich hat ja Lars die süße Penelope Cruz für den Film wollen, hat sich dann doch für die kühlere und viel bessere Kirsten entschieden die dem Film ein besonderes Flair gibt, so man aufpassen sollte was sich so an den paar Handlungsfetzen abspielt.

    Dann war auch die Russin Olga Kurylenko im Gespräch. Übrigens das Gemälde zu Beginn vom Film ist dass von Peter Brueghel, Land voll Kokain oder so.

    Super gespielt - 2
    Was ich übrigens an Charlotte Rampling immer gemocht habe, die hat Augen wie 'ne Tote, die sieht dich an und ich glaube immer ich sehe dem Tod in die Augen, sie hat irgendwie was gemeines, tödliches in Ihren Augen.

    Oh eines noch, Jack (gespielt von Stellan Skarsgård) ist der Chef von Justine. Da das ganze Filmgeschehen im Norden von Europa sich abspielt, Ich glaube eh in Schweden oder da oben, passt die Besetzung der Hauptdarsteller eigentlich sehr gut, da sie alle irgendwie kühl, einsam, ruhig, und besonnen Aussehen wie halt Skandinavier so sind. Nur der ständige Alkoholgenuss ist im Film nicht so vorgekommen die man ihn oft von Geschichten, Skandinavien Reisender hört.

    Eines noch vorweg, ich habe bis heute keine Ahnung wieso Lars den Film anfangs mit surrealistischen Bildern, Erdzerstörender Sequenzen gedreht hat, wo über stark stilisierte Personen kurz zu sehen sind, in dem Fall eben Kirsten Dunst, keine Ahnung was den für ein Pferd geritten hat.

    Tja, wo war ich? Ja bei der Handlung, sofern man eine erkennt und nicht wie ich anfangs fast eingeschlafen bin. Wieso der Film bei den 64. Filmfestspielen von Cannes 2011 mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet wurde, kann ich verstehen wieso der Film 8 Nominierungen bekam verstehe ich nicht.

    Der Film handelt einfach vom Weltuntergang, so habe ich es verstanden und gesehen. Aber das ganze rundherum ist es ja was den Film so auszeichnet, denn er stellt und zeigt die Natürlichkeit von einigen Paaren gekonnt in Szene, die dem Zuseher vermitteln sollen, wie so ein Aufstieg und Fall eines Menschen oder mehrere Menschen aussieht, um sich dann daran zu gewöhnen was passiert, wenn alles stirbt auf der Erde.

    Was in den Film meiner Meinung nach einen starken Einfluss genommen hat ist das Thema Streit, Depression, Angst, Panik und sonstige negative Dinge. Anfangs sieht man ja Kirsten Dunst als freundlich fröhliche Frau, klar sie hat geheiratet, Jack und Gaby, die Eltern, streiten hin und wieder, aber nicht so oft wie man es sich Vielleicht als sarkastischer Zuseher gewünscht hat.

    Tja, ich bin nicht so sarkastisch aber der Gedanke an eine Hochzeit die von Hindernissen geplagt ist, reizt mich irgendwie, dann einen Gedanken daran zu verschwenden.

    Der 2. Teil des Filmes hat den Titel Claire, das ist die Schwester von Justine, die besucht ja die Schwester und Ihren Mann John im 2. Teil des Filmes.

    Wieso der Film 2 Teile hat weiß ich nicht, aber ich glaube das hat der Geschichte gar nicht geschadet, denn man sieht so 2 unabhängige Handlungsstränge die den Zuseher anregen etwas Gedankenschmalz zu verwenden, um der Handlung, die nicht sonderlich spannend ist, zu folgen, oder man fragt einfach seine Freundin wie spät es ist und wo das nächste Klo ist.

    Was im Film recht gut rüber gekommen ist, der Stern Antares, die Idee fand ich super. Der spielt nämlich eine sehr wichtige Rolle. Dieser 600 Lichtjahre entfernte Sterne im Sternbild Skorpion - es gibt 88 Sternbilder - und der ist 1.144 x größer als die Sonne und 10.000 mal heller als die Sonne. Schon irre viel.

    Schon die Mesopotamier haben diesen Stern gekannt und ihn auch benannt wenn ich mich nicht irre und wenn doch kann man ja einen von Mesopotamien fragen sofern man eine Zugmaschine hat.

    Im Film passiert anfangs nicht so viel dass man darüber einen Band schreiben kann, nur dass eben die Eltern von Justine streiten die Hochzeitsfeier nicht glücklich ist für Justine und irgendwie ist das ganze einfach nur langweilig aber sehr realistisch. Alle spielen sehr gut, aber nichts reißt mich vom Hocker.


  • Diesmal - beim ersten Film nach "Antichrist" - wollte es Lars von Trier wohl allen recht machen und hat einen Weltuntergang zu Wagnerscher Musik in schmuseweichen Bildern ohne Ecken und Kanten aber einer gehörigen Portion Langeweile inszeniert, was ja auch eine Kunst ist. Eigentlich könnte man aus dem überlangen Film zwei eigenständige Werke machen, da er in 2 Teile zerfällt, von denen der erste eine Auftakt-Funktion erfüllt und auf die eigentliche Thematik noch gar nicht eingeht: die 60 Minuten über eine missglückte Hochzeitsfeier wirken wie ein Remake von Vinterbergs Dogma-Flaggschiff "Das Fest". Um seine Figuren einzuführen, nimmt sich von Trier einfach zu viel Zeit. Im Grunde hätte das ca. 5 minütige "Musik"-Video am Beginn genügt, um eine ästhetisch ansprechende Apokalypse in Slow-Motion ins Bild zu setzen. An meiner Enttäuschung über diesen Film kann leider auch das Star-Ensemble nichts ändern. Immerhin liefert von Trier in der Eingangssequenz selbst die beste Metapher für sein aktuelles Werk: eine überlange Stretch-Limousine, die einfach nicht um die enge Kurve einer Nebenstraße kommen will.