Miss Daisy und ihr Chauffeur

 USA 1989

Driving Miss Daisy

Tragikomödie 
7.40
film.at poster

Die 72-jährige jüdische Witwe Daisy Werthan (Jessica Tandy) ist geistig noch genauso fit, wie sie störrisch ist. Als sie ihr nagelneues Auto zu Schrott fährt, erklärt engagiert Daisys Sohn Boolie (Dan Aykroyd) den 60-jährigen Schwarzen Hoke Colburn (Morgan Freeman) als Chauffeur. Anfangs steht Daisy dem überaus freundlichen und hilfsbereiten neuen Angestellten feindlich gegenüber. Sie ist der Auffassung, dass er ihr die Unabhängigkeit nimmt, die der resoluten alten Lady über alles geht. Aber feuern kann Daisy den Chauffeur nicht, weil ihr Sohn ihn bezahlt. Also schaltet sie auf stur und nimmt auch mit Einkaufstüten vollbepackt den Bus oder geht zu Fuß.
Aber mit der Zeit entspannt sich das unterkühlte Verhältnis zwischen Miss Daisy und ihrem Chauffeur. Als sie herausfindet, dass Hoke nicht lesen kann, gibt die ehemalige Lehrerin ihm eine Lesefibel. Und immer mehr wird Hoke zu einem Vertrauten für die alte Dame. Die Jahre kommen und gehen, und Miss Daisy und ihr Chauffeur erleben gemeinsam die Veränderungen, die das Land durchmacht.

"Miss Daisy und ihr Chauffeur" ist nicht nur ein sensibler Film über die langwierige menschliche Annäherung zwischen einem schwarzen Chauffeur und einer reichen jüdischen Dame, sondern auch ein Zeitdokument über die 50er und 60er Jahre im amerikanischen Süden.

Details

Jessica Tandy, Morgan Freeman, Dan Aykroyd, u.a.
Bruce Beresford

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Eine menschliche Annäherung
    Es ist der netteste Film des Bruce Beresford und mit Sicherheit einer der warmherzigsten, aus der Traumfabrik. Stilsicher sind die wunderschönen Aufnahmen in dunklem Rot, in Gelb und in Brauntönen gehalten. Gleich von der ersten Szene an wird der Zuschauer vom Charme des Ambientes und der hervorragenden Kunst der Darsteller (Jessica Tandy, Morgan Freeman) verzaubert. Und er wird die Handlung fast immer mit einem verständnisvollen Lächeln begleiten, denn das innere Strahlen der Akteure findet seine Spiegelung auf den Gesichtern des Publikums. Der Titel ist Programm. Dabei könnten die Gegensätze der beiden kaum größer sein in Bezug auf Geschlecht, Hautfarbe und Besitzstand. Und alle diese Gegensätze werden, wenn auch nur am Rande, thematisiert. Es ist die Darstellung einer menschlichen Annäherung: der Domestike wird zum besten und verständnisvollsten Freund der eigensinnigen Lady. Selbst wenn das Lebensende um die Ecke schaut, geschieht das mit großem Einfühlungsvermögen und Humor.