Vermisst

Missing

USA, 1982

FilmDrama

Chile im September 1973: Der Militärputsch gegen die sozialistische Regierung Allende ist in vollem Gange, als der couragierte US-Journalist Charles Horman spurlos aus seiner Wohnung in Santiago verschwindet. Seine besorgte Frau Beth bittet ihren Schwiegervater Ed, ihr bei der Suche nach dem Vermissten zu helfen. Der konserva-tive Ed glaubt nicht an die Gerüchte, die USA seien in mörderische Machenschaften der Junta verstrickt. Im Laufe aufreibender Nachforschungen in Kliniken, Gefängnissen und Verhörstuben verliert er sein Vertrauen. Politthriller-Experte Costa-Gavras verbindet Zeitgeschichte, Kriminalspannung und menschliches Drama zu einem aufwühlenden Film. Die Geschichte basiert auf einem Buch des echten Ed Horman und auf den Recherchen des Rechtsanwaltes Thomas Hauser, und der reale Fall beschäftigt die chilenischen Gerichte bis heute. Seit General Pinochet 1998 in England unter Hausarrest gestellt wurde, gab es Bestrebungen, die Verwicklung der US-Regierung in die Vorbereitung und Durchführung des Putsches zu untersuchen. Nun hat Richter Juan Guzmán aus Santiago de Chile über Ermittlungsergebnisse berichtet, nach denen es «ausreichende juristische Gründe dafür gibt, in Henry Kissinger zumindest einen wichtigen Zeugen bezüglich der Todesumstände des US-Bürgers Horman zu sehen». Charles Horman, Journalist und Filmemacher, war im Zuge des Putsches verhaftet und ermordet worden. Seine Geschichte war die Grundlage des Films Missing, der zeigt, wie ein amerikanischer Vater kurz nach dem Putsch seinen Sohn sucht und den Glauben an die eigene Regierung verliert, die ihm nicht hilft, sondern seine Suche sabotiert. (Jürgen Heiser)

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  • Regie:Constantin Costa-Gavras

  • Kamera:Ricardo Aronovitch

  • Autor:Constantin Costa-Gavras, Donald E. Stewart nach dem Buch «The Execution of Charles Horman. An American Sacrifice» von Thomas Hauser

  • Musik:Vangelis

  • Verleih:UIP

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