Monster

 USA/D 2003
Drama, Thriller, Krimi 15.04.2004 110 min.
7.30
Monster

Mut zur Hässlichkeit bewies Charlize Theron, die für ihre Rolle der Serienkillerin Aileen Wuornos in "Monster" mit dem Oscar 2004 als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.

Charlize Theron spielt die Hauptrolle in MONSTER, einem erschreckend bewegenden Film, der tief hinter die Schlagzeilen über die Männerhassende und -mordende Serienkillerin Aileen Wuornos blickt, die im Oktober 2002 in Florida hingerichtet wurde.

Regisseurin Patty Jenkins erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei selbstzerstörerischen Aussenseitern: Wuornos, einer herumreisenden Prostituierten, die letztlich ihre Freier umbringt, und Selby Wall (Christina Ricci), die von ihren Eltern zu einer Tante nach Florida geschickt wurde, um dort von ihrer Homosexualität "geheilt" zu werden. Von Selbstmordgedanken geplagt, landet Aileen in einer Bar, wo sie Selby kennen lernt. Um ihre junge Beziehung am Leben zu halten, prostituiert sie sich weiter, entwickelt dadurch jedoch eine eskalierende Wut, die sich in einer brutalen Serie von Morden entlädt und sie in den Augen der Medien zu Amerikas erster Serienkillerin - einem Monster - macht...

Wüsste man es nicht besser, man würde sie kaum wiedererkennen und das liegt nicht nur an der Arbeit der Maskenbildnerin. Es ist die überzeugende schauspielerische Leistung von Charlize Theron, die eindrucksvolle Regiearbeit von Patty Jenkins und eine außergewöhnliche Geschichte, die einen diesen Film nicht so schnell vergessen lassen...

Details

Charlize Theron, Christina Ricci, Bruce Dern, Scott Wilson, Pruitt Taylor Vince, Lee Tergesen, Annie Corley,
Patty Jenkins
BT
Steven Bernstein
Patty Jenkins
Einhorn Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Von der Unmöglichkeit derLiebe
    Man muss schon zweimal hinschauen, um Charlize Theron zu erkennen. Und es gehört schon etwas Mut dazu, sich von den Maskenbildnern so verunstalten zu lassen. Aber, wenn man weiß, dass man ohnehin zu den schönsten Frauen der Welt gehört, fällt es einem vielleicht leichter. Doch davon abgesehen überzeugt sie durch eine wirklich oscarreife Leistung. Sie trifft im Wesentlichen den Kern vom Typ Frau, den sie verkörpert. Ihre Mimik und ihre Gestik, ihr Gang und auch die deutsche Synchronstimme passen einfach. Sie ist ein Monster. Erschreckend echt. Abgesehen von ihrer schauspielerischen Glanzleistung, die den Film trägt, gelingt es aber auch noch das gespaltene, von Missverständnissen geprägte Verhältnis zu den Männern zu zeigen und daneben die Liebe zu der etwas schlichten Selby (Christina Ricci) in ihrer ganzen Unmöglichkeit zu stellen. Solche Drehbücher kann nur das wahre Leben schreiben. Und wenn es dann so grandios umgesetzt wird. . .Chapeau!

  • Die Unmöglichkeit der Liebe
    Man muss schon zweimal hinschauen, um Charlize Theron zu erkennen. Und es gehört schon etwas Mut dazu, sich von den Maskenbildnern so verunstalten zu lassen. Aber, wenn man weiß, dass man ohnehin zu den schönsten Frauen der Welt gehört, fällt es einem vielleicht leichter. Doch davon abgesehen überzeugt sie durch eine wirklich oscarreife Leistung. Sie trifft im Wesentlichen den Kern vom Typ Frau, den sie verkörpert. Ihre Mimik und ihre Gestik, ihr Gang und auch die deutsche Synchronstimme passen einfach. Sie ist ein Monster. Erschreckend echt. Abgesehen von ihrer schauspielerischen Glanzleistung, die den Film trägt, gelingt es aber auch noch das gespaltene, von Missverständnissen geprägte Verhältnis zu den Männern zu zeigen und daneben die Liebe zu der etwas schlichten Selby (Christina Ricci) in ihrer ganzen Unmöglichkeit zu stellen. Solche Drehbücher kann nur das wahre Leben schreiben. Und wenn es dann so grandios umgesetzt wird. . .Chapeau!

  • Nacherzählung ohne Oscarreife
    Die Maske von Charlize mag gelungen sein, denn hässlich und schwabbelig ist sie ja auf der Leinwand. Aber zu einem Film, gerade mit einem sehr ernsten Thema, gehört mehr als eine Frau, die die Mundwinkel nach unten zieht, auch wenn sie lacht.

    Das Drehbuch beschränkt sich auf eine Nacherzählung der True Story auf dem Niveau eines Schulaufsatzes. Ohne die großen Namen Charlize und Christina landet so ein Film im unbefriedigenden Hauptabendprogramm eines Kabelsenders.

    Schade um die vergebene Chance. Wie Mord und Totschlag ein eindrückliches - wenn auch nicht angenehmes - Kinoerlebnis bieten, hat zum Beispiel "Killing Zoe" gezeigt.

    Re:Nacherzählung ohne Oscarreife
    Also bitte verzeih mir aber "Killing Zoe", den Tarantino übrigens nur produziert hat, ist ja wohl bitte der letzte Dreck (im Vergleich zu anderen Tarantinofilmen). Der Vergleich mit "Monster" ist darüber hinaus geradezu lächerlich...

    Re:Nacherzählung ohne Oscarreife
    Also bitte! Du kannst doch nicht so einen Film mit einem Tarantino-Film (zumindest als Producer) vergleichen!

    Und manchmal braucht man große Namen, um so eine Geschichte als Independent-Film ins Kino zu bringen. Gerade solche Filme machen die Kinowelt erst wieder interessant!

  • Der Film ist SUPER
    Ich war sehr berührt von dem Film. Ich finde die schauspelerische Leistung der Darstellerinen überwältigend. Leider war der Film "zu kurz" um noch mehr in die Tiefe zu gehen. Aber meiner Meinung nach ist die Verzweiflung, die Liebe und die (kurz vorhandene) Hoffnung gut rüber gekommen. Das der Film nicht "schön" ist, ist ja wohl klar, es handelt sich um ein Menschliches-Drama, das kann ja nicht schön sein! Aber der Film ist gut und einfühlsam gemacht. SEHENS WERT!!!

  • Nicht einmal gut gescheitert
    Mit dem Schlimmsten war ohnehin schon zu rechnen: Ein Supermodel, mit Prothesen und einem halben Zentner Kitt von Dutzenden Visagisten zu einer (bäh, wie grauslich!) Serienkillerin "entstellt" - das bringt vielleicht Schlagzeilen und eine Oscartrophäe, eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem anspruchsvollen Thema ist das plumpe Filmchen allerdings nicht. Über weite Strecken völlig uninspiriert erzählt, holpert und stolpert die müde Geschichte mit der leidlich talentierten Hauptdarstellerin Charlize Theron dahin - Mitleid empfindet man höchstens mit dem eigenen Sitzfleisch. Und dem sinnlos rausgeworfenen Geld.
    Wer mehr über die "True Story" erfahren möchte, ist mit Nick Broomfield/Joan Churchills "Aileen: Life and Death of a Serial Killer" (2003) eindeutig besser bedient - einem Dokumentarfilm, der nicht nur ein viel genaueres Portrait von Aileen Wuornos entwirft, sondern auch die Justizgroteske rund um die "Serienkillerin" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) in all ihren pseudorechtsstaatlichen Facetten zeigt.
    Fazit: Nichts ist weniger wahr als diese harmlos verfilmte "True Story". Christina Ricci als lesbisches Teeniepüppchen stellt eine erschreckende (und der originalen Wuornos-Freundin spottende) Fehlbesetzung dar. Ein tragisch mieser Film, der auch handwerklich nicht über Vorabendserienniveau hinaus kommt. Sollte im Kino nichts verloren haben. Gut gemeint - und grottenschlecht.

    So'n Quatsch!
    Ich gebe hier grad mal nur ein Kurz-Statement ab (hab keine Zeit für eine längere Rezension): Der Film ist sehr gut! Daher solltet ihr in Erwägung ziehen, nicht auf diese schlechte Kritik da oben zu hören und euch das Erlebnis Charlize Theron nicht entgehen lassen!

    Re:Nicht einmal gut gescheitert
    Naja also sorry jetzt übertreib mal nicht... Wer sich hier einen Hollywood-Serienkillerfilm erwartet wird da freilich enttäuscht sein... In Wirklichkeit ist der Film mehr eine Art Liebesdrama zwischen zwei Frauen und eine - meiner Meinung nach - durchaus GELUNGENE Sozialstudie (die zugegeben ruhig etwas mehr tiefe vertragen hätte), aber ganz sicher nicht so schlecht ist wie Du sie hier darstellst! Und die schauspielerischen Leistungen (GERADE DIE VON Charlize) sind absolut spitze! Also nix für ungut, aber irgendwie glaub ich Du hast den falschen Film gesehen...