Monster's Ball

 USA 2001
Drama 112 min.
7.10
Monster's Ball

Der rassistische Gefängniswärter Hank Grotowski quittiert nach einer Familientragödie seinen Job und überdenkt sein Leben.

Hank Grotowski (Billy Bob Thornton) ist Wärter im Staatsgefängnis von Georgia. Wie schon sein rassistischer Vater Buck (Peter Boyle) zuvor und nun auch sein sensibler Sohn Sonny (Heath Ledger) eskortiert er Todeskandidaten bei ihrem letzten Gang auf den elektrischen Stuhl.

Als Sonny bei der Hinrichtung des Schwarzen Lawrence Musgrove (Sean "Puffy" Combs) die Nerven verliert und zusammenbricht, eskaliert der schwelende Familienkonflikt, der Sonny schließlich zu einer verzweifelten Tat treibt. Hank quittiert darauf hin seinen Job.

Zufällig begegnet er der ebenso desillusionierten Aushilfskellnerin Leticia (Halle Berry). Sie ist die Frau, deren Mann er kurz zuvor exekutiert hat. Es beginnt eine obsessive Liebe zwischen zwei Menschen, die eigentlich nichts gemeinsam haben, außer dass sie beide am Abgrund stehen, und deren einzige Hoffnung es ist, sich aneinander festzuhalten.

Details

Billy Bob Thornton, Halle Berry, Peter Boyle
Marc Forster
Roberto Schaefer
Milo Addica & Will Rokos
Tobis Studio Canal/Constantin Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Oscar für Philosophie
    Wir sehen eine Gesellschaft der Lieblosigkeit, in der Huren Konjunktur haben. Ebenso weit verbreitet ist hier der ungeschminkte Rassismus. Dem Anlehnungsbedürfnis der beiden Hauptfiguren (Halle Berry und Billy Bob Thornton) wird daher ausgiebig Raum gegeben und das in interessanten Einstellungen, die oft mehr verbergen als sie preisgeben.
    Marc Forster hat diese ganze Problematik mit äußerstem Minimalismus geschildert. Ein Satz genügt, um eine Beziehung zu zerstören. Der Schlüssel zur Auflösung sind Zeichnungen, die auch nur kurz zu sehen sind. Wenn man nicht genau hinsieht, kommt man nicht drauf.
    Die Spannung kommt daher, dass der Zuschauer mehr weiß als die Akteure und der qualitative Gehalt liegt in der bloßen Andeutung der Ungeheuerlichkeit begründet.
    In den langen dialogarmen Szenen fragt man sich schon, warum Billy Bob so handelt. Ist alles eine Wiedergutmachung, eine Abkehr vom Rassismus oder empfindet er wirklich so etwas wie Zuneigung für Halle Berry? Er selbst sagt, er wisse es nicht. Und so sitzt man am Ende neben den beiden und schaut in den ausgesternten Nachthimmel…Schon während der langen Schlusseinstellung hat man genügend Zeit, um darüber nachzudenken. Denn da sind ja auch noch zwei tragische Vater-Sohn-Konflikte, die genügend ’Food for Thought’ hergeben.
    Es wird letztlich die Sinnfrage nach der Richtigkeit des eigenen Handelns gestellt und irgendwie offen beantwortet. Gut gemacht, aber gleich Oscar???

  • ein ärgernis und mühsam anzusehen
    eine schwache geschichte über schuld/sühne und deren berechtigung/rechtfertigung:
    ein weißer henker und die schwarze frau eines seiner klienten, beide von verlusten geplagt, finden über plötzliche sinneswandlungen zueinander.
    mühsam schleppt der film sich in wiederholenden überzeichneten kammeraeinstellungen und unrealistischen dialogen dahin. stumpf kämpfen sich die charaktere durch die handlung, halle berry's talent reicht gerademal für softpornoszenen.
    der film möchte düster und sozial-berührend sein, wirkt aber amateurhaft improvisiert und erreicht so auch keinen tiefgang.

  • oskarwürdige halle berry
    halle berry hat den oskar für die schauspielerische leistung in dem film wirklich verdient. allerdings "zieht" sich der film ziemlich. trotzdem ist der film durchaus sehenswert!

    Re: oskarwürdige halle berry
    schade, einige haben den film einfach nicht verstanden...
    dem regiseur geht es nicht darum lösungen zu problemen zu geben, sondern vielmehr darum das reale leben wiederzugeben. es gibt nicht für alles eine lösung respektiv ist es sogar so, dass wir oft den falschen weg gehen weil wir glauben eine situation/problem beurteilen zu können. der film zeigt auf in welcher ohnmacht sich menschen auf ihrem weg befinden können...

  • NICHT sehenswert!
    Dieser Film ist eine grosse Enttäuschung.
    Eigentlich sollte man schon bei der Handlung, sofern man sie vorher in etwa erfahren hat, stutzig werden. Viel zu sehr an den Haaren herbei gezogen.
    Was mir sehr missfallen hat, ist die Tatsache, dass alles im Raum stehen gelassen wird, jedes Problem, nicht mal der Ansatz einer Lösung erscheint.
    Einzig der Konflikt Vater-Sohn wird ausgetragen, warum aber widersetzt sich der Vater nicht gegen die Abschiebung ins Altersheim???
    Besonders enttäuschend ist daher der Schluss: was denkt Leticia jetzt?
    Will sie sich jetzt rächen oder erkennt sie die Hilflosigkeit von Hank?
    Das Ende lässt von Mord und Hass bis Liebe und Verständnis alles zu.
    Sicher soll der Zuschauer zum Denken angeregt werden, aber nicht um dumme Filmemacher zu ernähren. Irgendwo hört sich der Spass auf!!!

    Wofür Halle Berry den Oscar bekommen hat, weiß ich nicht, aber für die schauspielerische Leistung wohl nicht, denn die ist dürftig. Von B.B. Thornton ganz zu schweigen.

    Re: NICHT sehenswert!
    dies ist ein alternative film sie stechen durch andere handlung etc. heraus .wer den fil italienisch für anfänger gesehen hat weis das es nicht selten ist das handlungen nicht immer vollendet werden

    Re: NICHT sehenswert!
    Also sorry Mann aber ich hab den groben eindruck Du warst im falschen Film... Zieh Dir ruhig weiter Deine Blockbuster rein! PS: Ein Film hat nicht die Aufgabe immer zu jedem Problem eine Lösung anbieten zu müssen!

  • Hin und weg
    Dieser Film ist schwer zu beschreiben. Ich hatte jedenfalls danach, ein völlig apathisches Gefühl, als wäre ich nicht ganz hier. Klingt verrückt, nicht wahr - aber es war wirklich so. Und so was ist mir noch nie passiert!

    Re: Hin und weg
    Das ging mir ähnlich. Nach dem Film hatte ich irgendwie das Gefühl, auf einer Wolke aus dem Kinosaal zu schweben.

  • Monsters Ball
    Amerikanisches Mainstreamkino wie es im Buche steht. Die Handlung bei den Haaren herbeigezogen und durch und durch political correct. Ausser der Musik fehlt es diesem Film an allem. Da kann auch ein Billy Bob Thornton nichts mehr herausreissen. Schade!!!

    Re: Monsters Ball
    Hola everyone!

    Zuerst mal...
    @Martin, ich hab Dein comment gelesen bevor ich mir den Film angesehen habe, jedoch habe ich schon lange aufgehört mich durch sowas beeinflussen zu lassen. Normalerweise schreib ich nicht zurück wenn sich mal wieder ein kiddie dem sonst nur Schwarzenegger "Boom-Bang-Filmchen" vorgesetzt werden bemüßigt fühlt Filmkritiker zu spielen, aber diesmal ist das anders (des Filmes wegen) :)
    Ich zweifle ehrlichgesagt ernsthaft daran, dass du den Film gesehen hast, denn sonst würdest du den Streifen nicht mit dem wort "mainstream" in Verbindung bringen. Achja, bevor ichs vergesse:
    political correctness kam nichtmal ansatzweise zum Vorschein (du solltest also aufhören Wörter zu verwenden deren Bedeutung Du nicht kennst)!
    Es ist echt schade dass Du den Film nicht verstanden hast!(nicht aufmerksam genug?)
    Dir ist echt etwas entgangen!

    Nun zum Film:

    Nach "Loungers" und "Everything Put Together" zeigt Marc Forster erneut mit "Monsters Ball"
    dass er einer der Besten(der Beste?) in seinem Genre ist!
    Der Film ist von der ersten Minute an mitreissend und teilweise mit einer derartig greifenden Intensität gedreht, dass dem Zuschauer der ein oder andere kalte Schauer nicht erspart bleibt!
    Die geniale Leistung der Schauspieler wird durch perfekt in Szene gesetzte visuelle Eindrücke (Kamera und Schnitt) und nicht zuletzt durch den Soundtrack(Asche&Spencer) unterstrichen!
    Was mich persönlich fasziniert hat, waren die Non-
    verbalen teile des filmes: Was normalerweise in vielen Movies leicht gähnende Zuschauer/Langeweile
    hervorruft, wird durch Halle Berry und Billy Bob Thornton zu aussagekräftigen Spannungselementen!

    Wer sich Unterhaltung von diesem Film erwartet sollte besser die Finger davon lassen. Wer sich allerdings gerne von Filmen mitreissen und faszinieren lässt, deren Wirkung noch lange nach dem Kinobesuch zu spüren ist, der sollte nicht länger warten! Für mich das Film-Highlight 2002!

    Let this picture grow on you!

    So Long
    Marco