Move!

 Österreich 2003
Musikfilm / Musical, young, Dokumentation 03.04.2003 
film.at poster

Dokumentation junge Wiener Hip-Hop-Formation "Viennese Voodoo" und ihren ersten Erfahrungen im Musikgeschäft

Die junge Wiener Hip-Hop-Formation "Viennese Voodoo" macht ihre ersten Erfahrungen im Musikgeschäft und produziert gemeinsam mit dem politisch engagierten Künstlerinnenkollektiv "Lumen Production" ein Musikvideo. In zahlreichen Episoden und im Sprechgesang des Rap wird das Lebensgefühl einer multikulturellen Gesellschaft in Wien beschworen.
Länge: 90 Min.Wien 2002. Vor dem Hintergrund einer sich drastisch verändernden europäischen Politlandschaft stehen drei jungen Frauen und vier junge Männer. Ihr momentaner Lebensmittelpunkt ist Wien. Die Beziehungen zueinander sind in ihrer Intensität so unterschiedlich wie ihre kulturellen Wurzeln. Ihr Umfeld ist multikulturell, ihre Sprachen vermischen sich.

Sie sind um die zwanzig Jahre alt, selbstbewusst, voller Ideen, auf der Suche nach ihrem Platz in einer Gesellschaft deren Wertmaßstäbe nicht immer die ihren sind. "..ich würde sagen, wenn wir uns an diese Zeitschrift halten, dann brauchen wir überhaupt gar nicht mehr raus gehen" " ..nicht jeder in fetten Baggypants ist potentieller Drogenkonsument .." Sie sind politisch, kritisch, kindisch, intelligent, neugierig, kreativ, talentiert. Sie sind banal und real und ihr Handeln, ihre Bewegungen und Beweggründe zeigen Liebe und Selbstverständnis für ein europäisches, ja für ein globales Denken.

Über einen Zeitraum eines dreiviertel Jahres begleitet, skizziert MOVE! schlaglichtartig und in Momentaufnahmen diese sieben jungen Menschen auf ihrem kreativen Weg, ihr künstlerisches Werden, das Suchen und Entstehen lassen, die Fragen nach den Antworten und Herausforderungen.
Sabine, Verica und Claudia sind befreundet, gut befreundet. Angesteckt durch Sabine`s Leidenschaft für das Filmen beginnen die drei jungen Frauen sich mehr und mehr in die Materie zu vertiefen. Die Aufmerksamkeit, der Blick gilt erst einmal sich selbst. Bald aber auch anderen. Das Obsessive wird zur Profession. Das politische Geschehen will ebenso eingefangen und dokumentiert werden, wie Konzerte und Sessions. Sie gründen die Künstlerinnen Gruppe "Lumen Production". Kleine Zeitdokumente, wie die Demonstration zum zweiten Jahrestag der blau-schwarzen Regierung und Konfrontationsbilder zu den Demonstrationen - Für und gegen die Ausstellung- " Verbrechen der deutschen Wehrmacht" entstehen. Nicht nur dabei zeigen Sabine, Verica und Claudia Mut, auch in ihrer persönlichen Auseinandersetzungen und Problembewältigung, wenn es um Geld, den Alltag oder eine ungewisse Zukunft geht, lassen sich die Freundinnen nicht beirren, lachend!

Marco, Philip, Bobas und Dennis sind befreundet, gut befreundet. Sie brennen für ihre Musik, das Lebensgefühl, die Schnelligkeit ihrer " word performances", und das tighte Gefühl der Sounds.
HipHop ist ihre " Religion" ohne Fanatismus aber mit jener Intensität und Authentizität die einen künstlerischen Weg prägen. Sie sind MC`s - masters of ceremony - jene Wortakrobaten, die teilweise in unglaublicher Geschwindigkeit eine Fülle an sprachlicher Information auf ihr Publikum donnern. Die Bühne, homestudio, Sound und Erfahrungen teilt sich, die vor vier Jahren gegründete HipHop Formation "Viennese Voodoo" mit "Fairy Nectar". Die Community arbeitet und lebt zum Teil gemeinsam.

Ihre sprachlich unterschiedlichen roots werden in kollektiver wie solistischer Arbeit zum Stilmittel und multilingualem Ausdruck. Gemeinsam mit Philip, dessen zweite Heimatstadt New York ist, tauchen die "Voodoos " in das Mekka des Freestyles und des Raps ein. Aber auch die Suche nach einem internationalen Label, läßt die vier jungen Männer ihre Erfahrungen machen.
So unvermittelt wie man den jungen Menschen in MOVE! begegnet so unvermittelt verläßt MOVE! sie auch wieder, allerdings nicht ohne "Ausbeute" aus dieser bewegten Zeit, dem "Statement of the Art" by Lumen Production.

Details

Claudia Bruckner, Marco Hebga, Marie Hebga,Bobas Markowski
Niki List
Oliver Türkoglu, Erwin Kovats, Marco Hebga
Peter Roehsler, Wolfgang Lehner u.a.
Regine E Steinmetz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Leider, leider
    habe ich mich in eine deutschsprachige sneak verirrt (es hätte ja auch ein guter nordischer Film mit Untertiteln sein können), aber was dann kam, war grausamst.
    Ich dachte verzweifelt an "Müllers Büro" und wollte Niki List und einem österreichischen Film wirklich eine Chance geben - auch wenn fast alle "sneaker" unter Protest den Saal nach wenigen Minuten verlassen hatten.
    Aber dieses gekünstelte Teenie-Geschwätz ("Du, da brauch ma aber echt viel Kohle dafür", "Des is echt fett", "Cooooool") und diese nervige bestimmende Art vieler Anfang 20jähriger - damit müssen wir leben, aber dafür zu zahlen, ist Masochismus.